Delphine in der Knebel Vig

Jeden Sommer sind einige Crews mit ihren Delphinen in der Ostsee unterwegs.
Im Juli 2023 konnte man in der Knebel Vig, nordöstlich von Århus, neben zwei kleinen Tümmlern auch zwei Delphine beobachten.
Anslem mit seiner „Sanssouci“, auf erster Vorruhestands-Sommerreise, und Burkhard mit „Globetrotter“ veranstalteten das inoffizielle Sommer-Delphintreffen.
Die Anreise von Århus, bzw. Samsø gestaltete unspektakulär, da die Wetterverhältnisse ausnahmsweise recht ruhig waren.

Geschütz auf der Südseite der Knebel Vig, wurde gefachsimpelt, der bisherige und zukünftige Reiseverlauf mit Tipps und Tricks ausgetauscht, gut gegessen und getrunken.
Leider wollte Petrus den bis dahin sonnigen Tag nicht so enden lassen und ließ zur besten Sundownerzeit ein Gewitterschauer über uns niedergehen.

Nach einer entspannten Nacht am Anker ging es am nächsten Morgen für „Globetrotter“ weiter nach Nappedam (Dort gibt es die weltbesten Fischfrikadellen in Mols Røgeri!)
„Sanssouci“ blieb noch am Anker in der Knebel Vig und verhalte erst ein paar Tage später nach Nappedam, von dort ging die Riese weiter nordwärts, während „Globetrotter“
die Heimreise durch den kleinen Belt antrat.

Auf dem Weg ins Winterlager: Der erste Schritt ist getan!

SVE, 15.10.2023

Der letzte Beitrag ist nun schon vier Wochen her und die Frage am Schluss kann ich nun leider mit "Ja" beantworten.

Heute unternehmen wir den dritten und letzten Versuch, den Mast zu legen. An den Tagen zuvor war einfach zu viel Wind bzw. wir hatten zu wenig Wasser in der Krückau.

Alle vorbereitenden Maßnahmen sind bereits getroffen, so dass wir heute nicht länger als 20 Minuten am Mastenkran verbringen - eine gewisse Routine hat sich mittlerweile eingestellt.

Wenn Alles gut läuft, werden wir am Dienstag zum Abendhochwasser das Schiff aufslippen.

 

Absegeln 2023

15.09.2023, SVE - Ankern vor Schwarztonnensand

Blauer Himmel, Sonnenschein und warm - unser Heimatrevier präsentiert sich wieder einmal von seiner schönsten Seite. Eineinhalb Stunden vor Hochwasser in Elmshorn kommen wir vom Platz. In einem kleinen Geschwader geht es die Krückau hinab. Wir haben erstaunlicherweise nennenswerten Gegenverkehr: Neben den gewohnten Ruderern des Nachbarvereins ERC kommen uns ein Optimist und Motorboote entgegen. Am Krückausperrwerk treffen wir Freunde, die gerade mit ihren Fahrrädern unterwegs sind.

Hinter dem Krückausperrwerk öffnet sich schlagartig die gewohnte Weite der Elbe mit seinen weitläufigen Deichen, das mit der Abendsonne einen wunderschönen Anblick bietet. Wir queren das Hauptfahrwasser hinter dem nördlichen Leitdamm der Insel Pagensand; wir haben Glück, es ist keine Berufsschifffahrt in Sicht. Mit bereits ablaufendem Wasser fahren wir in die mit Pricken gekennzeichnete Fahrrinne hinter der Insel Schwarztonnensand und navigieren ca. 1 Seemeile südlich, um uns neben der Insel vor Anker zu legen. Wir fahren den Bereich gründlich ab, um eine geeignete Stelle zu finden, denn wir müssen mit 3,50 Meter Tidenhub rechnen. Mit ca. 4 Meter unter dem Kiel haben wir bei Ebbe schließlich genügend Wasser unter dem Kiel - wir lassen den Anker ins Wasser und geben ordentlich Kette. Der gelegentliche Blick auf das Echolot im Laufe des Abends verrät uns eine Abnahme des Wasserpegels von ungefähr 60 cm pro Stunde.

Wir genießen die Ruhe und die wunderschöne Natur, dazu ein Glas Wein bzw. eine Flasche Bier - traumhaft! Später ein wunderschöner Sonnenuntergang!

16.09.2023, Ankern vor Schwarztonnensand - Glückstadt

Nach einer ruhigen Nacht vor Anker genießen wir unseren Morgenkaffe. Es ist angenehm warm, so dass ich mich aufs SUP begebe, um die Gegend etwas zu erkunden. Es ist auflaufendes Wasser und die Sandbänke werden durch den sinkenden Wasserstand freigelegt. Gegen Mittag kippt die Tide und wir holen das Eisen hoch und rollen die Fock aus. Als wir mit achterlichem Wind zurück Richtung Elbe fahren, kann ich achteraus eine Kuh beobachten, die aus dem Schilfgürtel kommend, auf das Elbewatt hinausläuft. Nach kurzer Zeit folgen ihre weitere Kühe -  es werden immer mehr und wir schätzen, dass die gesamte Herde mit 40 bis 50 Rindern ausgebüxt ist. Sie Tiere laufen weit hinaus und lassen sich von dem auflaufenden Wasser nicht aus der Ruhe bringen. Kann das so gewollt sein? Wir beobachten das Geschehen eine Weile. Einigen Kühen steht das Waser schließlich bis zum Bauch. Da das Watt nicht überall tragfähig ist und immer wieder Bereiche dabei sind, wo man weit in den schlickigen Boden einsackt, werde ich unsicher, ob das Ganze so gewollt und gut ist! Ich suche die Telefonnummer der Polizeiwache in Drochtersen raus und melde das Geschehen. Wir haben uns mittlerweile ein ganzes Stück weiter von der Stelle entfernt und können nur noch mit dem Fernglas das Geschehen verfolgen. Nach einiger Zeit sind die Tiere nicht mehr zu sehen. Ob sie selbständig zurückgefunden haben oder menschliche Hilfe bekommen haben, konnten wir nicht feststellen.

Zum Überfahren des Flachs im Mündungsbereich der Fahrrinne ist noch zu wenig Wasser. Kurz davor gehen wir nochmal für 1,5 Stunden vor Anker. Die Elbe lädt mit 22 Grad zum Baden ein. Gegen 16 Uhr machen wir uns schließlich auf nach Glückstadt.

Der Hafen ist von Glückstadt ist gut besucht, es sind auch viele mit ihrem Schiff aus unserem Verein hier. Unser Vereinekamerad von der "Drommel" (Baunummer 7) organisiert uns einen Liegeplatz neben einem Bekannten aus Krautsand - Danke Jens!

Es ist nicht mehr viel Zeit und wir brechen zur Werfthalle der Bootswerft Glückstadt auf . Der SVG und unser Verein feiern das erste Mal zusammen Absegeln, eine ganz tolle Idee! Wir treffen viele Bekannte des SVG und es wird ein sehr geselliger und ausgelassener Abend mit den Mitgliedern beider Vereine. Der Festausschuss hat sich wieder einmal voll ins Zeug gelegt: Ein riesiges Buffet mit Matjes und Bratkartoffeln und vielem mehr, wirklich unfassbar lecker! Mit eingebunden ist das Restaurant " Zur alten Mühle", dass gegenüber auf der anderen Seite des Hafens liegt. Dazu diverse Getränke und frisch gezapftes Bier. Als ein weiteres Highlight ist die Live-Band zu erwähnen - tolle Stimme, schöne Musik, die zum Tanzen einlädt.

16.09.2023, Glückstadt - SVE

Erst gegen Mittag setzt das auflaufend Wasser ein. Wir "arbeiten" uns zeitig gegen das ablaufende Wasser vor und legen uns an der Südspitze von der Rhinplate vor Anker. Mit einsetzender Flut segeln wir nur mit Fock über das Flach bei der Rhinplate Süd. Wir haben 45 Minuten nach Einsetzen der Flut noch gut einen Meter unter dem Kiel, das ist gut zu wissen, denn dieser Bereich versandet sehr schnell und muss immer wieder ausgebaggert werden.

Nun kommt abermals der Vorteil der Elbe zum tragen: Dank des auflaufenden Wasser machen wir beim Kreuzen wunderbar Höhe! Ein wenig eng wird es dann in der Pagensander Nebenelbe. Wir können nur sehr kurze Schläge machen und verlieren nach jeder Wende Höhe, da wir nur mit der Fock unterwegs sind und unsere Hanna durch ihre träge Masse nicht schnell genug beschleunigt und dadurch vertreibt. Aber wir haben einfach keine Lust, jetzt noch das Großsegel auszupacken - außerdem haben wir auch noch Zeit, bis es Sinn macht, in die Krückau reinzufahren. Wir legen uns dann erstmal gegenüber vom "Grünen Mann" vor Anker, bis wir schließlich gegen halb vier nachmittags in die Krückau fahren. Unsere Vereinskameraden/innen sind bereits auf Sichtweite und wir fahren als Geschwader die Krückau hinauf bis zum unserem Verein. Wir begegnen einem mit imposanter Messtechnik und Laptops ausgestattetem Schlauchboot mit zwei Mann Besatzung. Die Krückau ist, wie viele Nebenflüsse der Elbe, von Sedimentablagerungen betroffen, die sicherlich im Zusammenhang mit der Elbvertiefung zu sehen sind. Hierzu werden u.a. von der TUHH Messungen in Bezug auf die Sedimentationsvorgänge vorgenommen. Die Krückau spielt nicht nur für die Sportschifffahrt eine wichtige Rolle, sondern auch für eine sichere Regenwasserentwässerung für die Stadt Elmshorn.

Nachdem wir im SVE festgemacht haben, bleibt die Frage: War das unser letzter Segeltörn für dieses Jahr? Nächstes Wochenende können wir jedenfalls nicht los - mal sehen!

 





Rückführung 2023 – Teil 2

08.09.2023, Stadthafen Rendsburg - Gieselau Schleuse

Wieder erleiden wir Schiffbruch mit der Bahn: Für unsere Zugverbindung von Elmshorn nach Rendsburg kommt erst die Meldung "Reparatur am Zug", schließlich heißt es "Fahrt entfällt". Das tun wir uns nicht mehr an und stiegen um aufs Auto. Wir kommen gut durch, beladen unser Schiff und legen sofort ab, denn wir wollen noch vor Sonnenuntergang an der Gieselauschleuse sein.

Wir passieren die historische Eisenbahnbrücke mit der neu gebauten Schwebefähre. Schön, diese wieder nach dem Unfall im Jahr 2016 in Betrieb zu sehen.

Als wir ca. 1,5 Seemeilen vor der Lotsenstation Rüsterbergen sind, können wir auf Höhe der Lotsenstation ein Segelboot unter Motor beobachten, dass plötzlich seinen Kurs nach Backbord ändert und seine Fock ausrollte. Ein Stück weiter dahinter nimmt ein Lotsenboot, dass gerade bei einem Frachter längsseits gegangen war, Kurs auf dieses Sportboot. Auch wenn es von uns aus noch weit weg ist und Details nicht erkennbar sind, wird klar, dass das Sportboot Probleme hat. Ein weiteres Sportboot, eine X-Yacht, befindet sich zufälligerweise auch gerade auf Höhe der Lotsenstation und ändert ebenfalls seinen Kurs in Richtung des Havaristen. Kurz bevor wir die Stelle erreichen, ist bereits eine Schleppleine von der X zum Havaristen ausgebracht und die X schleppt das ca. 40 Fuß große Segelboot ab. Dass wäre sonst unser Job gewesen, wenn wir zuerst dort gewesen wären. Mit ungefähr 2,5 Knoten überholen wir den Schleppverband und sind gespannt, wo wir diesen wiedersehen.

Als wir vor der Gieselauschleuse fest gemacht haben, kommt, wie vermutet, der Schleppverband herein und der Havarist macht gegenüber am Steg fest. Die X-Yacht hingegen fährt weiter.

Hinter uns am Steg liegt eine "Trintella" aus Glückstadt. Die Eigner sind vom SVG und wir werden uns nächstes Wochenende wiedersehen, denn unser Verein und der SVG feiern zusammen das sog. "Absegeln". Damit wird im Prinzip das Ende der Segelsaison eingeleitet.

09.09.2023, Gieselau Schleuse - Ankern in der Ostemündung

Gegen 8 Uhr starten wir den Motor und brechen zur Schleuse in Brunsbüttel auf. Um kurz nach 12 Uhr fahren wir nach ca. 20 Minuten Wartezeit in die Schleuse. Und nach weiteren 20 Minuten öffnet sich das Schleusentor zur Elbe. Wir nehmen Kurs auf die Ostemündung. Ungefähr 2 Stunden vor Niedrigwasser nähern wir uns vorsichtig dem der Oste vorgelagerten Osteriff. Da das Waser noch 2 Stunden abläuft, wollen wir an dieser Stelle keinesfalls festkommen. Mit mindestens 1 Meter Wasser unterm Kiel kommen wir aber gut durch und fahren den Anker im südlichen Bereich der Ostemündung ein. Unseren Ankerplatz haben wir so ausgewählt, dass wir bei Niedrigwasser noch ca. 0,7 Meter unterm Kiel haben. Für die Berechnung der Länge der Ankerkette berücksichtigen wir noch drei Meter Tidenhub. Wir haben schon sehr oft in der tidenabhängigen Elbe geankert und nie Probleme mit der wechselnden Strömungsrichtung gehabt.

Man liegt hier in der Ostemündung auch bei Hochwasser sehr geschützt. Wir genießen die wunderschöne Natur und das sommerliche Wetter, das zum Baden einlädt. Von hier aus hat man eine weiten Blick auf die Elbe bis zur Brunsbütteler Schleuse und den rechts daneben liegenden Industrieanlagen, wie das neue LNG-Terminal, das im Stilllegungs- und Abbauverfahren befindliche KKW Brunsbüttel sowie auf einen ganzen Wald von Windkraftanlagen. Dem ganzen optisch vorgelagert das Osteriff mit freiliegenden Sandbänken, auf denen es sich Seehunde gemütlich gemacht haben. Es ist schon eine krasser Mix aus Natur und Industrie!

Wegen der Strömung lassen wir für eine sorgloses Badevergnügen einen Fender an einer langen Leine hinten am Heck ins Wasser. So stark ist die Strömung aber letztendlich gar nicht, das hatten wir schon deutlich schlimmer. Das Wasser ist hier 22 Grad warm, so dass wir es lange in der Oste aushalten können. Mit SUP und Schlauchboot fahren wir am Nachmittag zur nahegelegenen Sandbank, die bei Niedrigwasser komplett frei liegt. An der östlichen Seite der Sandbank hat sich ein kleiner steiler Hang zur Oste hin gebildet. Von hier aus kann man herrlich ins Wasser springen kann.

Am Abend legen sich zwei große Katamarane neben uns. Wir erleben schließlich einen traumhaften Sonnenuntergang und die Nacht über liegen wir hier so ruhig, wie in Abrahams Schoß.

10.09.2023, Ankern in der Ostemündung - SVE

Gegen 8 Uhr hole ich die Ankerkette ein und wir nehmen Kurs auf die Krückaumündung. Gut 1,5 Meilen hinter dem Krückausperrwerk sichten wir einen Seehund auf der Au (auf dem Bild gerade eben zu erkennen). Mein Kommentar vom Ruder aus: "Die Seehunde werden auch langsam zur Plage!" Ich ernte wütende Blicke (war nur Spaß!). Wir erreichen unseren Heimathafen gegen Mittag.

Dieser zweite Teil der Überführung hat mit dem Ankerplatz in der Ostemündung mit einem absoluten Highlight geendet. Das werden wir ganz sicher wiederholen !

 



Rückführung 2023 – Teil 1

01.09.2023, Marina Minde - Ankern vor dem "Kobbel Skov"

Für dieses Wochenende ist der erste Teil der Rückführung nach Elmshorn geplant. Entgegen der Vorhersage, haben wir sogar genug Wind, um von Marina Minde aus die Flensburger Förde hinaus zu segeln - wir hatten uns auf Motoren eingestellt. Bei achterlichem Wind der Stärke 3 baumen wir die Fock aus und segeln Schmetterling - wir fahren zwischen 4 und 5 Knoten, richtig gut! Durch die ausgebaumte Fock läuft unsere Hanna wie auf Schienen. Als wir "Kobbel Skov" quer ab haben, denken wir darüber nach, noch bis Schleimünde durchzuziehen, aber wir würden erst gegen 22 Uhr dort ankommen - zu spät für uns heute!

Vor "Kobbel Skov" haben wir dann erhebliche Probleme, den Anker in den steinigen Untergrund einzufahren, richtig nervig! Was hier wichtig zu wissen ist, dass hier große Felsen im Wasser liegen, die schnell mal das Echolot 2,9, auf unter 1 Meter unterm Kiel. Nach einer Stunde sitzt das Eisen schließlich. Der Ankerplatz ist schon besonders, mit wunderbarem Blick auf die Sonderburg Bucht. Um 22 Uhr können wir ein Feuerwerk, gut sichtbar über Sonderburg beobachten. Außerdem steigt im Osten der sog. Supermond aus dem Meer, ein etwas unwirkliches Szenario, dass sich leider nicht mit der Handy-Kamera einfangen lässt.

02.09.2023, Ankern vor dem "Kobbel Skov" - Kiel Holtenau

Vor einer farbenreichen Kulisse, die durch die aufgehende Morgensonne und die gelbliche Steilküste entsteht (siehe Titelbild), holen wir den Anker hoch und lassen uns erst einmal fallen. In gebührendem Abstand zur Küste rollen wir die Fock aus und hissen das Groß. Unser Ziel für heute ist Kiel Holtenau. Auch heute segeln wir einen Großteil der Strecke, obwohl nur 1 bis 2 Beaufort angesagt waren. Erst hinter der Eckernförder Bucht, starten wir den Motor und lassen nur die Fock stehen. Wir hissen den Kegel. In Holtenau gehen wir an dem einzig verbliebenen Steg längsseits fest. Die anderen Stege wurden abgerissen. Nicole und Piet steigen wehmütig noch einmal vom Boot aus in die Ostsee, es ist sicher das letzte Mal dieses Jahr. Ich begebe mich derweil auf meine obligatorische Joggingrunde. Unfassbarer Weise treffe ich einen guten Freund, den ich länger nicht gesehen habe. Er sitz in Holtenau draußen vor einem Dönerladen, den er in seinem Leben heute das zweite Mal besucht hat. Ich bin zudem das erste Mal in meinem Leben hier joggen - diese Begegnung ist damit sehr unwahrscheinlich, hat aber stattgefunden! Er begleitet mich zurück zum Schiff, wo wir einen Moment an Bord zusammensitzen.

Am Abend bekommen wir Besuch von Freunden, die Zeit vergeht wieder einmal viel zu schnell!

03.09.2023, Kiel Holtenau - Rendsburg Stadthafen

Früh klingelt der Wecker. Unser Blick geht sofort zum Wartebereich der Schleuse, der von hier gut einsehbar ist. Nicole verschafft sich mit Hilfe einer App, bei der Schiffspositionen per AIS-Signal dargestellt werden, über eine mögliche Schleusung für Sportboote. Sie hat das echt drauf und schafft es, anhand der Größer der sich nähernden Frachter abzuschätzen, bei welchem Schleusengang noch Platz für Sportboote sein könnte. So kommt es, dass wir im Anblick der zahlreichen wartenden Sportboot vor der Kanalschleuse in Ruhe unseren Kaffee trinken können. Schließlich werden die Sportboote über Funk aufgerufen, zur Schleuse zu kommen. Wir stellen uns hinten an, ganz vorne ist ein Motorboot, der leider zögert, in die Schleuse zu fahren. Grund ist die laufende Schraube eines großen Frachters, der bereits in der Schleusenkammer festgemacht hat. Es ist nicht viel Platz zwischen Schwimmsteg und der Bordwand des Frachters, aber nützt ja nichts! Über Funk kommt schließlich eine erneute Aufforderung, in die Schleuse zu fahren. Letztendlich kommen alle gut durch und wir machen vorne an Steuerbord fest.

Wir erreichen nach gut drei Stunden den Stadthafen in Rendsburg. Nun kommt der anstrengende und nerventötende Teil der Rückführung. Mit der Bahn nach Hause kommen! Natürlich werden wieder alle Register gezogen: Verspätung, Zugausfall, defekte Türen und Toiletten. Das ganze ist mal wieder zum Abgewöhnen und wir sind froh, nach einer gefühlten Ewigkeit zu Hause anzukommen. Nächstes Wochenende kommt der zweite Teil der Rückführung.

 




Sommerurlaub 2023 – Wein- und Bierprobe ohne Ergebnis

18.08.2023, Ærøskøbing (Hafentag)

Ærøskøbing mit seinen Kopfsteinpflasterstraßen und seinem malerischen Stadtbild mögen wir wirklich gerne. Es gibt viele kleine individuelle Läden und gemütliche Restaurants. Wir haben den Eindruck, dass wir schon etwas den Charakter der Nebensaison wahrnehmen: Öffnungszeiten sind verkürzt, einige Läden haben schon dauerhaft geschlossen und es ist relativ wenig Publikumsverkehr in den Straßen. Wir genießen das ruhige Ambiente und schlendern von einem Laden zum nächsten.

Der "Gamle Købmannsgaard" liegt in der Brogade und ist immer ein Besuch wert. Hier liegt im Hinterhof die Ærø Whiskybrennerei, die auch Führungen mit Verkostung anbieten.

Am Nachmittag gönnen wir uns Kuchen bzw. Gebäck vom hiesigen Bäcker. Seine Ware ist selbstgemacht und nicht industriell gefertigt. Wir