Ankern bei Starkwind

05.08.2016
    
DSC_0164Für heute haben wir uns viel vorgenommen, denn wir wollen auf Femø sein, denn dort gibt es Jazz. Außerdem ist für die nächsten Tage viel Wind aus westlichen Richtungen vorhergesagt. Allerdings liegen zwischen Femø und uns 43 Seemeilen. Mit dem Auto kein Problem. Aber eigentlich haben wir ja auch ein Motorboot - allein der Mast und der hin- und herschwingende Baum nerven und versperren uns die Sicht. Wir überlegen, ob wir das lästige Mastsetzen in der nächsten Saison einfach lassen. Wie auch immer, nach dem Tanken von 50,10 Litern (596 Kronen!) - es passen über 80 Liter in unseren Tank - DSC_0157starten wir jedenfalls wie gewohnt unseren Motor und brechen um 9:15 in Rødvig auf. Dieses Mal ist nicht so viel Wind, der kommt allerdings, wie die letzten Tage auch schon, von vorne. Es wird eine sehr angenehme Fahrt durch das Smålandsvarvandet. Es ist warm, teilweise scheint die Sonne und der Autopilot verrichtet seine Arbeit. Meistens sehr zuverlässig. Gelegentlich jedoch verselbständigt sich das Gerät derart, dass es urplötzlich den Kurs nach Steuer- oder Backbord ändert (siehe obige Karte mit der Log-Aufzeichnung - reinzoomen!). Axel nimmt solche Angelegenheiten gerne persönlich, so dass "der Gerät" fast über Bord geflogen wäre. Gut, dass an Bord eine ruhige und ebenso besonnene wie ausgleichende Frau ist! Wir planen für heute unsere erste Ankernacht unseres DSC_0163Urlaubes. Wegen der beständigen Westwindlage suchen wir einen Platz an der Ostseite der Insel Femø (54°57.264'N, 11°32.884'E). Der Anker geht auf 2,5 Meter Tiefe über Bord. Wir sind das einzige Schiff weit und breit. Der Wind hat mittlerweile wieder deutlich zu genommen (Böen mit 6 Beaufort). Wir liegen aber vergleichsweise ruhig. Nach einem, von Nicole sehr DSC_0194schmackhaft zubereiteten Abendessen (Kartoffelsalat, Nudelsalat, Quarkdip - Alles selbst zubereitet) genießen wir aus der Plicht die tolle Aussicht - die Landschaft und die Wolken werden rot angeleuchtet - ein Traum!
Von weit her, sehen wir ein Segelboot (unter Motor :)) mit Kurs auf uns zu DSC_0204kommen. Wir bekommen Dänische Nachbarn.
In der Nacht nimmt der Wind nochmals etwas zu. Axel gibt noch etwas mehr Ankerkette aus.

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Gegenan!

02.08.2016
DSC_0127Wir verbringen einen ganzen Tag in Kopenhagen. Wir laufen durch die Strøget (die Einkaufsstrasse von Kopenhagen). Auffällig sind die großen Baustellen. Kopenhagen bekommt eine Metro. Einige Abschnitte sind schon in Betrieb.

 

20160801_160435Abends gehen wir nach Christiania. Dort gelten andere Gesetzte als im übrigen Dänemark. In marktänlicher Umgebung kann man dort in Platten gepresstes Gras käuflich erwerben. Die Verkäufer treten vorsichtshalber vermummt in  Erscheinung. Wir gönnen uns ein frisch gezapftes Tuborg Classic - es schmeckt himmlisch. Wir haben das Gefühl, dass wir ein wenig auffallen, insbesondere, weil Piet mit neonfarbenem Helm und rotleuchtender Schwimmwester auf seinem Laufrad daherkommt.
Abends gönnen wir uns eine Pizza in Nyhavn.

 

03.08.216
Wir legen gegen 7 Uhr ab und, wie soll es anders sein, motoren zurück gen Süden. Die Wetterlage spricht gegen eine nördliche Weiterfahrt durch das Kattegatt. Wir entscheiden uns bei der vorherrschenden Westwindlage der nächsten Tage bei Windstärken bis 7 Beaufort für geschütztere Gewässer, sofern man die so nennen kann. 20160803_112333Wir erreichen gegen 10.00 Dragør. Der Wind hat inzwischen ordentlich zugenommen. Später setzt Regen ein. Gut dass wir die Kuchenbude aufgebaut haben. Schließlich nimmt der Wind noch mehr zu und Axel packt seine genehmigten Surfsachen aus. Das Equipment ausschliesslich für Starkwind geeinget. Mehr hat die Frau nicht erlaubt (ist auch gut so). Abends wird es richtig gemütlich, es regnet und der Wind bläst mit bestimmt 7 Beaufort.

 

04.08.2016
Wir müssen aufgrund der Windvorhersage für die nächsten Tage zusehen, dass wir "Land gewinnen". Daher brechen wir sofort nach dem Frühstück auf. Wir wollen heute mindestens nach Rødvig kommen. Als wir aus der Hafeneinfahrt herauskommen, merken wir schon, das kann ungemütlich werden. Die Welle kommt genau von vorne (deutlich über 1 Meter) bei um die 6 Beaufort. Das macht auf Dauer keinen Spaß. Es gibt noch zwei andere Segler, die den gleichen Kurs fahren. Wir werden ordentlich nass. Der Wind bläst die Gischt bis nach hinten in das Cockpit. Der Bug taucht komplett unter und schaufelt Wassermassen nach hinten - Respekt! Die Hanna kann was ab! Allein die Vorstellung, dass könnte nun noch mehrere Stunden so weitergehn veranlasst uns, über Vortriebsalternativen nachzudenken. Wir hissen die Segel und versuchen Höhe zu knüppeln. Das gelingt eine Weile. Doch dann lässt uns der Wind im Stich! Hohe Welle und kein Wind - das macht überhaupt keinen Spass! Den Rest der Etappe bis nach Rødvig motoren wir erneut. Der Wind nimmt dann später wieder deutlich zu und die Welle wird ebenfalls größer. Wir halten aber durch und sind froh, als wir nachmittags gegen halb drei Rødvig erreichen.
Unsere kulinarischen Vorräte sind fast aufgebraucht, so dass wir zu einem Brugsen laufen und das Notwendigste einkaufen. Dann holen wir uns einen Burger an dem hafennahen Imbiss - der Clou: Ein Spielplatz direkt nebenan! Wir lieben glückliche Kinder!

Wer oder Was sind wir eigentlich?

01.08.2016
20160801_072300Dieser Fragen müssen wir uns Wohl oder Übel stellen. Denn wir sind schon wieder ausschließlich unter Motor unser Ziel Kopenhagen angelaufen. Sind wir in unserem tiefsten Inneren Motorbootfahrer? Der Wind war einfach nicht ausreichend (3 Beaufort und das von achtern). Und unter 5 Knoten Fahrt, wenn man ein Ziel vor Augen hat und zudem noch ein kleines Kind, dass nur auf den DSC_0033nächsten Spielplatz will - also, eigentlich sind wir natürlich Segler; nur wir wollen halt auch mal ankommen - so, genug der Rechtfertigung.
Wir verlassen Rødvig um 7:15. Wir fahren entlang einer tollen Steilküste, die von der Morgensonne traumhaft angeschienen wir. DSC_0048

Es gibt dann aber auch immer wieder Wetterphänomene, die einem den Puls nach oben treiben lassen. So z. B. diese im Entstehen befindliche Windhose.

Wir queren die Køge Bugt und erreichen schließlich die Südspitze von Amagar. Dort werden wir von einer Regen- und Windwalze überrollt. Die See hat spürbar zugenommen. Als wir aber København querab auf Backbord haben, wird auch die Welle deutlich kleiner. DSC_0053Es gibt viel zu sehen: Große Schiffe, viele Segler und startende und landende Flugzeuge. Piet ist besonders fasziniert.  Als wir das schmale Fahrwasser, das sogenannte Lynetteløbet erreichen, wird unser Wissen über Vorfahrtsregeln auf die Probe gestellt: Von Steuerbord kommt ein Wasserflugzeug auf uns zu und landet keine 100 Meter vor uns, um dann in dem engen Fahrwasser auf seine vermeinteliche Vorfahrt zu bestehen. Damit wir nicht mit den Flügeln des Wasserfahrzeuges kollidieren, legen wir beherzt den Rückwärtsgang ein. DSC_0069Gibt es da eine Regel, "Flugzeug vor Segelschiff"? Wir lassen es jedenfalls nicht darauf ankommen und reihen uns hinter dem Flugzeug ein und fahren hinterher. Schließlich schwenken wir Richtung Süden in das Hafengewässer ein. Wir kommen an der Meerjungfrau, der Oper (Maersk) usw. vorbei. Wir wollen probieren in dem Hafen Christianshavn einen Platz zu bekommen. Es ist ein Abenteuer dort hineinzufahren. Die zahlreichen Barkassen nähern sich mit hoher Geschwindigkeit aus allen Richtungen, dazu passieren noch kleine Fähren, Mietmotorboote, Segelschiffe etc. unseren Kurs - ein Wahnsinn! Um in den Hafen von Christianshav zu kommen, muß man zunächst eine Brücke passieren. Davor gibt es einen kleinen Wartebereich, wo schon ein DSC_0086Segler fest gemacht hat. Von hinten kommt schon der nächste Segler und wir haben kaum Möglichkeit in dem Gedränge festzumachen. Wir entschließen uns hier wegzufahren und motoren zum Amaliehavn gebenüber des Operngebäudes. Dort liegen nur deutlich größere Schiffe als wir (so ist es auch ausgeschildert). Trotzdem machen wir dor längsseits fest. Unfassbar wir liegen im Zentrum von København!

Den provisorisch DSC_0113aufgestellten Stromkasten, können wir mit unseren Kabeln leider nicht erreichen. Auch unsere Festmacher müssen zeigen was sie können. Der Abstand der für uns völlig überdimensonierten Poller ist beträchtlich. Dürfen wir hier eigentlich liegen? Naja, egal. Wir probieren was passiert. Wir hoffen, dass der Schwell, verursacht durch die Fähren, Barkassen etc. nachts kleiner wird - es sollte so kommen!
Wir gehen schließlich zu Fuß nach Nyhavn, entlang des Theaters, dann über die neue Fahrrad- und Fußgängerbrücke nach Christianshavn, um dort die Lage zu checken. Anschließend gehen wir noch kurz zum Schloß Amalienborg. Es ist soooo schön, hier zu sein!
DSC_0133Wir essen draußen in der Plicht Spaghetti und trinken einen gekühlten Champagner bei Sonnenschein - geht noch mehr? Dann gehen wir nochmal nach Nyhavn zu einem bekannten Eisladen. Wir essen Waffel mit Softis - ein Traum!
Ein sehr ereignisreicher Tag mit vielen Eindrücken geht zu Ende.

Ein Flach nach dem anderen – Ein Spießrutenlauf

31.07.2016
20160731_182558 Ein wunderschöner Morgen, absolute Flaute. Unsere nächste Etappe Richtung Kopenhagen liegt vor uns. Wir müssen durch das Smålandsvarvandet mit engen und flachen Fahrwassern. Wir starten den Motor gegen 9 Uhr, leider machen wir ihn auch erst in Rødvig, unserem nächster Etappenhafen, wieder aus. Bis dahin motoren wir entlang wunderschöner Ufer mit äußerst idyllisch gelegenen Häusern unter Reet und traumhaften Seegrundstücken. Das Spannende an dieser Tour sind die vielen Flachs - teilweise haben wir 0,1 m auf beiden (redundanten) Echolots stehen. Eine gewisse Anspannung ist uns nicht abzusprechen.20160731_104712 Unterwegs queren wir den Kurs einer kleinen, urigen Autofähre. Die hiesigen Insulaner sind auf diese angewiesen. Es ist landschaftlich wirklich schön im Smålandsvarvandet, jedoch gibt es hier einen gehörigen Pflanzenwuchs, der uns fürchten läßt, dass unsere Seewasserpumpe verstopft könnte. Als wir den Bøgestrøm verlassen und in die Fakse Bugt einschwenken kommt die nächste Herausforderung für unsere Impellerpumpe: Algen in Form von hellen, kurzen Fäden, so dicht gepackt, das es den Eindruck macht, wir fahren durch eine Art Schlamm - unfassbar! Wir kontrollieren in regelmäßigen Abständen, ob genügend Wasser aus dem Auspuff kommt. Wir erreichen schließlich unbeschadet Rødvig gegen 14 Uhr. Der Hafen, ein beliebter Haltepunkt für Kopenhagenfahrer, ist noch nicht all zu voll und wir finden einen schönen Platz längsseits.
20160731_173942Als wir später den Hafen erkunden, machen wir interressante Entdeckungen, wie den zum Hausboot umgebauten Fischkutter: Kann Das noch schwimmen, oder kippt das Ganze um?

 

20160731_180806Von der östlichen Mole des Hafens hat man einen traumhaften Blick auf eine Steilküste sowie die Ostsee Richtung Schweden. Ein weiterer Tag mit viel Motor und schönem Etappenziel geht zu Ende.

 

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Ein Hafen am Fuße einer Burg

30.07.2016
Wir machen uns gegen 8:20 auf den Weg, weiter Richtung Norden/Osten. Wir planen "Vordingborg Nordhavn" anzulaufen. Nachdem wir aus dem Hafen motoren, setzen wir zügig die Segel. Der wiedermal sehr achterliche Kurs nervt, die Welle tut ihr Übriges. Erst als wir in das Smålandsvarvandet einschwenken, wird es besser. Dann nimmt sogar auch noch der Wind etwas zu - und schon macht es wieder Spass! Wir fahren teilweise 7,5 Knoten durch das Wasser - über Grund sogar 8,5. Wir sind ehrlich: Wir haben Strömung in Fahrtrichtung.

20160730_140035Wir nähern uns der Eisenbahnbrücke, die über das Smålandsvarvandet führt. Die "Masnedsund Bridge" ist dauerhaft geschlossen, so dass wir die südliche Brücke unterfahren. Um "Vordingborg Nordhavn" anzufahren, ohne große Umwege in Kauf zu nehmen, müssen wir flache Gewässer queren. Mutig wie wir sind, schwenken wir direkt nach der Brücke Richtung Norden. Dort sind Wassertiefen von nicht viel mehr als 2 m vorhanden. Die Qualitäten des Delphin kommen an dieser Stelle voll zum Tragen: Der geringe Tiefgang von 1,10 m erhöht nur geringfügig unseren Puls.

 

 

 

20160730_160453Der Hafen liegt sehr geschützt: und es gibt WLAN!

 

 

 

20160730_172213Der Hafen liegt direkt am Fuße einer Burg, dessen Ruinen noch erhalten sind - wirklich beeindruckend.

 

 

 

 

 

 

20160730_172442Besteigt man die Anlage der Burg hat man einen traumhaften Blick auf den Hafen und das Smålandsvarvandet. Piet ist auch sehr beeindruckt, vor Allem weil wir ihm davon erzählen, dass hier einmal Ritter gekämpft haben.

 

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Rustikal ist auch mal schön.

29.07.2016
Wir verlassen erst gegen 10:15 den Hafen von Bagenkop. Zum einen, weil noch berufliche Dinge geklärt werden müssen, zum anderen, weil wir noch mal etwas genauer aufs Wetter schauen müssen - Gewitterneigeung? Ja, laut DWD.
Das Niederschlagsradar sieht aber gut aus. Wir motoren aus dem Hafen und werden mit einer steilen Welle direkt von vorne konfrontiert. Wir setzen Segel und binden sogar ein Reff ein. Das schültteln wir aber nach kurzer Zeit wieder raus.
Wir umrunden die Südspitze von Langeland und queren später das Hauptfahrwasser - eine Art Autobahn für Containerschiffe und Frachter.

DSC_0004Der Wind nimmt später weiter ab und wir motoren.
Da wir Piet nicht allzuviele Stunden auf dem Wasser zumuten wollen, entscheiden wir uns Onsevig anzulaufen. Ein kleiner und von der Anmutung her eher rustikal daherkommender Hafen.

 

DSC_0012Eine hohe Mauer verwehrt den Blick auf das Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Sanitäranlagen stellen sich als Mutprobe dar. Aber, die Lage ist ganz hübsch - wir bleiben.

 

 

 

 

 

 

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Am Abend erleben wir sogar noch einen schönen Sonnenuntergang.

 

 

 

Endlich kann es losgehen!

28.07.2016
DSC_0177Kaum vorstellbar, aber wir sind tatsächlich zu unserem langersehnten Sommertörn 2016 aufgebrochen. Seite Wochen, nein, seit Montaten (na, gut, eigentlich seit letztem Sommer 2015) haben wir auf diesen Tag hingearbeitet.

 

 

DSC_0151Nachdem wir die Hanna tags zuvor vollgeladen haben sind wir nun gestern nach Bagenkop aufgebrochen.

 

 

 

DSC_0163Um 7:50 binden wir die Hanna von ihrem Platz in Marina Minde los. Der Wind kommt aus für uns günstigen Richtungen, leider zu schwach - also Motor an.

 

 

 

 

 

DSC_0180Der Motor wird dann auch erst wieder ausgemacht, als wir um 14:30 Uhr in den noch recht  leeren Hafen von Bagenkop einlaufen und fest machen. Es ist ein Traumwetter.

 

 

 

 

 

DSC_0191Wenig später trifft noch ein Vereinskamerad ein ...

 

 

 

 

DSC_0196....und wir verbringen einen redseeligen Abend am Grill mit toller Aussicht auf die Ostsee.

 

 

 

 

Ein toller Start in den Urlaub!DSC_0207

 

 

 

     

 

Überführung „Hanna“ 2016

20160420_15113720.04.2016
Es weht ein Nord-West mit Stärke 5, ziemlich kalt, teilweise gibt es auch sonnige Abschnitte.

14:20 - Wir legen im SVE ab und motoren die Krückau hinunter. Bereits nach kurzer Zeit begegnen uns erste Segelboote, ohne Mast.

15:30 - Wir passieren das Krückausperrwerk. Die Elbe ist dank der Windrichtung ruhig. Das soll sich erst später ändern. Wir lassen die Rhinplate auf Steuerbord und fahren auf dem  roten Tonnenstrich.

Es kommt Schiffsverkehr von allen Seiten: von vorne und hinten Containerschiffe und Frachter; von Backbord und Steuerbord jeweils Fähren. Der Wind nimmt deutlich zu, in Böen auf 7 Bft.

Ab Brokdorf, wo die Elbe westwärts schwenkt, nimmt die Welle deutlich zu. Unsere "Hanna" läßt den einen oder anderen Wassertropfen rüber. Der Mann an der Pinne hat zunehmend mit Kälte zu kämpfen.

Wir erfahren, dass ausgerechnet heute die Schleusen bestreikt werden sollen - wir freuen uns!

18:15 - Wir erreichen die Einfahrt zur Schleuse von Brunsbüttel. Bei Wind-gegen-Welle-Bedingungen halten wir die Stellung. Die "Hanna" schaukelt 20160420_190033enorm - wir müssen uns festhalten, um nicht über Bord zu gehen. Unser 3-jähriger Sohn Piet schläft glücklicherweise. Nach 40 Minuten können wir endlich in die Schleuse fahren. Wir sind die Einzigen. Meine Frau nutzt die Zeit während des Schleusens zum Reinigen des Wasserpasses - Zeit ist halt ein knappes Gut!
Wir machen schließlich im Brunsbütteler Hafen fest und vom Hafenmeister erfahren wir, dass nur die Berufsschiffahrt bestreikt wird und das Schleusenpersonal nicht direkt betroffen ist - was für ein Glück!

21.04.2016
Der nächste Morgen ist traumhaft - Sonne, kaum Wind. Wir stehen um 6:30 auf. Als ich 20160421_071035an Deck gehe und auf den Backskistendeckel steige, rutsche ich aus, kann mich aber gerade noch festhalten - Eis an Deck! Damit hatte ich nicht gerechnet.
Nach unserem obligatorischen Kaffee werfen wir die Leinen los - Piet schläft noch.

07:10 - Wir legen in Brunsbüttel ab. Es ist ein Traum: Sonne, fast windstill! Dank Pinnenpilot können wir in IMG_0563Ruhe unser Frühstück genießen.

Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten, das es auch Verkehr quer zum Kanal gibt. Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten zu spät reagiert.

15:45 - Wir fahren ohne nenneswerte Wartezeit in die Schleuse von Kiel-Holtenau. Der Wind hat beachtlich zugenommen. Er schiebt uns achterlich kommend gewaltig in die Schleusenkammer, so dass wir mit Rückwärtsgang anlegen. Unter Motor fahren wir schließlich nach Schilksee. Als wir den  Leuchtturm Friedrichsort umrunden, treffen uns schwere Böen, so dass wir die zuvor als Unterstützung gesetzte Fock wieder einrollen. Es ist empfindlich kalt.

17:06 - Wir machen im Olympiahafen fest. Es gibt Spargel.

22.04.2016
07:30 - Der Morgen beginnt mit dem Erarbeiten der Wetterlage. Piets Patenonkel versorgt uns mit sorgfältig aufbereiteten Wetterdaten. Es sind für vormittags starke Böen vorhergesagt, so dass wir erst gegen Mittag aufbrechen.

10:30 - Leinen los Richtung Sønderborg Lystbådehavn. Auf der Ostsee steht eine nervige Welle, teilweise als Kreuzsee. Der Wind nimmt im weiteren Verlauf deutlich ab. Später motoren wir. Es ist zwar nur ca. 10°C warm (kalt) aber im Windschatten läßt es sich aushalten.

16:10 - Fest in Sønderborg Lystbådehavn. Piet darf sich auf dem Spielplatz austoben.

23.04.2016
08:45 - Morgens ist es teils sonnig, aber kalt. Wir legen a20160423_094729b. Der Wind bläst aus Nord-West mit 5 Bft, so dass wir nach Marina Minde kreuzen. Schönes Segeln, aber kalt!

12:00 - Wir machen an unserem Sommerliegeplatz in Marina Minde fest.

Erster Törn der „Hanna“ 2016

20160409_141703Die Vorbereitungen für den ersten Törn der Saison 2016 laufen. Noch ist viel Zeit, denn die "Hanna" liegt noch auf dem Trockenen. Um 16:28 Uhr legen wir ab. Endlich kann es losgehen.

 

 

20160409_165316Wir motoren die Krückau hinunter.

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Wir erreichen die Schwinge-Mündung um 18:30 Uhr.

 

 

 

20160409_184850... passieren wir schließlich die Autobrücke der L111.

 

 

 

 

 

 

 

20160409_190236Schließlich erreichen wir Stade ...

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... und machen an einem anderen Segler fest.

 

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Abends gehen wir mit Freunden und Segelfreunden aus unserem Verein in die Altstadt von Stade. Stade ist wirklich hübsch!

 

 

DSC_0132Am nächsten Tag segeln wir gemeinsam nach Glückstadt.