Sommerurlaub 2026 – Teil 3

25.07.2026, Juelsminde - Ankerplatz vor Juelsminde

Ankern vor Juelminde

Schon wieder muss ich die Pinne festhalten!

Der Hafen von Juelsminde ist wirklich schön, trotzdem ist uns heute nach Ankern. Daher legen wir gegen 9 Uhr in unserer Box ab und verholen uns nach draußen, ca. 0,3 SM westlich von der Hafeneinfahrt. Nachmittags setzen Nicole und ich dann mit dem Schlauchboot an Land über und gehen in die Innenstadt von Juelsminde. Wir gehen in einige der netten kleinen Läden, sowie in eine Galerie. Im Anschluss gehen wir wieder zum Hafen. Wir trafen einige Bekannte, von denen wir uns gar nicht verabschieden konnten - wir waren zu früh am Morgen weg. Daher gehen wir nochmal zu unserem Steg, wo wir festgemacht hatten. Aber alle haben zwischenzeitlich auch abgelegt. Daher auf diesem Wege: Viele Grüße und gute Fahrt an die "Widder" vom SVE und die "Nordstern" aus Wedel!

Frischer Fisch aus Kerteminde.

Heute zum Abendessen hat Nicole "Sashimi" geplant. Als wir kurz vor 15 Uhr in den Fischladen am Hafen gehen, sehen wir eine leere Theke und wie der dort bis eben ausgelegte Fisch ins Kühlhaus gebracht wird. Ich frage auf Dänisch, ob wir noch eine Chance haben, frischen Fisch zu bekommen. Der sehr nette Mitarbeiter bejaht, unser Abend ist gerettet!

Als wir zurück an Bord kommen, sind weitere Ankerlieger hinzugekommen. Der Wind ist frisch bis stark, in Böen 7 Beaufort. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Fisch eine Delikatesse ist. Dazu gibt ein kühles Bier, mit einer tollen Aussicht in die Bucht bei Juelsminde. Was braucht man mehr?

26. - 27.07.2026, Ankerplatz vor Juelsminde - Kerteminde

Heute sind die Bedingungen mal wieder zu Abwechslung recht günstig für einen längeren Schlag. Wir haben uns dafür entschieden, nicht mehr weiter Richtung Norden zu fahren. Stattdessen soll es zurück Richtung Süden über den Großen Belt gehen. Daher nehmen wir heute Kurs auf Kerteminde. Das sind knapp 37 SM. Zunächst setzen wir alle Segel die wir haben (sprich das Groß und die Fock). Eigentlich sollen heute 4 Bft. aus Südwest kommen, aber es bleibt zunächst bei 2-3. Nach einer guten Stunde geben wir auf und starten den Motor. Als wir die Insel Fyn umrundet haben, dreht der Wind auf südliche Richtungen und brist ordentlich auf, leider wieder gegenan. Als wir gegen halb drei nachmittags Kerteminde in Sichtweite haben, stellen wir fest, dass wir nicht die Einzigen sind, die den schützenden Hafen von Kerteminde aufsuchen. Morgen ist wieder Starkwind vorhergesagt. Gut, dass wir so ein kleines Schiff haben, wir finden dann im westlichen Teil des Hafens noch einen freien Platz mit 3 Meter Breite.

Strong Man!

Der nächste Tag ist ein typischer Hafentag, starker Wind mit Böen bis 7 Bft. Genau der richtige Zeitpunkt für ein Workout in einem Fitnessstudio. Nach einer kurzen Recherche steht fest, unser Jüngster und ich gehen in das "Sport og Fitness Kerteminde". Dort  kann man sich online anmelden und dann eine Tageskarte erwerben. 2 x 75 Kronen, dass ist ok, das machen wir. Es sind gerade einmal 1,2 km zu Fuß. Das gemeinsame Krafttraining macht richtig Spaß und unser Jüngster ist hochmotiviert, was sich in entsprechenden Kilos beim Bankdrücken bemerkbar macht. 30 Kg beim Bankdrücken mit 13 Jahren ist echt gut, Vaddi ist stolz!

Rückseite des "Farvergården"

Erwähnenswert ist auch noch das Café "Farvergården", dass ich mit Nicole am späten Vormittag aufgesucht habe. Im Hinterhof befindet sich ein wunderschön angelegter Garten mit einzelnen Sitzgruppen. Ein ungemein gemütlicher Ort, um einen Kaffee

Der Hinterhof des Cafes "Farvergården"

zu trinken. Wir wissen, wovon wir reden, da wir es probiert haben.

Abends essen wir gemeinsam Pizza beim "Ristorante Firenze Pizzeria", sehr lecker dort!

 

 

28.07.2026, Kerteminde - Lundeborg

Die "Storebelt Broen"

Das wird schon passen!

Der Wind steht günstig und wir binden unsere Hanna gegen 8 Uhr in der Box los und drücken uns nach achtern heraus, rollen die Fock aus uns segeln mit geringer Fahrt aus dem Hafen von Kerteminde. Wir setzen Kurs, weiter Richtung Süden. Lundeborg soll unser nächstes Ziel sein. Bei westlichen Winden mit 5 bis 6 Bft laufen wir mit Vollbesegelung teilweise über 7 Knoten, das macht Spaß. Spannend ist dann immer wieder der Passage unter der Storebelt Broen hindurch. Wir wollen keine Höhe verschenken und versuchen daher möglichst weit westlich unter der Brücke hindurch zu kommen. Bei einer Höhe von 15 Metern sollten wie keine Probleme haben, trotzdem bin ich immer froh, wenn es geschafft ist.

Lundeborg - voller Wohnmobilstellplatz

Wir sind dann rechtzeitig in Lundeborg und bekommen einen Platz im südlichen Teil des Hafens. Der Stellplatz für Wohnmobile wird auch immer beliebter. Früher waren hier die Lagerböcke für das Winterlager abgestellt, jetzt ist es eine sehr begehrte Anlaufstelle für Wohnmobillisten. Wir haben vor ein paar Wochen dort mit unserem T3 gestanden, als Zwischenstopp unserer Rückreise von Kopenhagen, wo unsere Mittlere ihren Studiumabschluss gefeiert hat.

Stjerneskud

Als wir abends draußen bei "Jensens Fisk" Stjerneskud und ein leckeres Fassbier (Grimmbergen Double, Nicole einen Rosé) verzehren, sehen wir die "Joker" (Baunummer 20) in den Hafen einlaufen. Da der Hafen voll ist und Nicole und ich im Vorwege noch einen möglichen Liegeplatz gegenüber vom Mastenkran ausfindig gemacht hatten, gehe ich rüber und mache die neuen Eigner darauf aufmerksam. Später gehen wir rüber und kommen ins Gespräch. Vielleicht sehen wir uns im Winter, anlässlich unseres Delphin-Treffens.

Zum Abschluss des Abends gibt es dann noch eine heiße Waffel mit Softeis zum Nachtisch. Morgen wird es weiter Richtung Süden gehen.

 



Sommerurlaub 2026 – Teil 2

23. - 24.07.2026, Bogense - Juelsminde

Es geht weiter Richtung Norden. Wir wollen uns mit Freunden in Juelsminde treffen. Die knapp 9 Seemeilen sollten zu schaffen sein, auch wenn der Kurs dafür so hoch am Wind ist, dass wir den Motor bei ausgerollter Fock mitlaufen lassen. Wir könnten auch Kreuzen, aber wir hatten einfach keinen Bock!

Gegen 10 Uhr laufen wir bereits in den mittlerweile "sehr aufgeräumten" Hafen von Juelsminde ein. Schon von Weitem konnten wir sehen, wie sich der Hafen entleerte. Wir machen einen kurzen Zwischenstopp an der Tankstelle und tanken für DKK 500 23,55  Liter Diesel. Anschließend verholen wir uns in den östlichen Teil des Hafens. Wir haben freie Platzwahl und machen ganz außen an einem Innensteg fest. Unsere Freunde treffen wenig später ein und finden schräg gegenüber von uns, am selben Steg, einen freien Platz. Das Anlegemanöver habe ich, im Gegensatz zu meiner Frau, verpasst, da ich mich zu dem Zeitpunkt in einer humanoiden Rekuperationsphase befand. Aber, beim obligatorischen Anlegegetränk auf der "X" unserer Freunde, geselle ich mich noch rechtzeitig dazu. Wir haben uns länger nicht gesehen und es gibt wahrhaftig viel zu erzählen. Um so erstaunlicher erscheint die Tatsache, dass anfangs ein, an sich belangloses, Problem thematisiert wird und völlig unerwartet zu einem Lösungsansatz führt. Unser belangloses Problem bestand nämlich darin, dass es durch ein Missgeschick eines jüngeren Crew-Mitgliedes zu einer Funktionseinschränkung unseres geliebten Moccamaster kam. Das Schadensbild stellt sich so dar, dass zwei Arretierungs-Nasen, die den Kaffeefilterhalter in seiner Position fixieren sollen, abgebrochen sind. Ohne diese Arretier-Nasen, würde ein federbelasteter Mechanismus den Filterhalter nach oben drücken und den Brühvorgang stoppen. Die besagten Arretierungs-Nasen hatte ich bereits versucht, konstruktiv durch zwei eigens angefertigte Bauteile aus einem Eisstiel, den ich mit unserem Jüngsten auf einem Gehweg in Bogense gefunden hatte, zu ersetzen. Leider war das Material zu spröde, um es per Schraubverbindung an der Kaffeemaschine zu montieren. Unser Freund, der das Problem im Bruchteil einer Sekunde verstanden hat, klappt eine der zahlreichen Backskistendeckel auf und drückt mir einen sog. "SkyScraper" von der Firma Aero Consultant in die Hand. Das ist ein Kunststoff-Stechbeitel zum Entfernen von PU und MS Dichtmasse, ohne dass dabei die Oberfläche zerkratzt wird. Und tatsächlich, sofort sah ich vor meinem geistigen Auge das entsprechende Bauteil in dem "SkyScraper", dass ich mit zwei Sägeschnitten daraus generieren konnte. Das Gute dabei ist, dass das Material hinreichend fest und dubtil zu sein scheint ! Noch vor dem ersten Bier am Abend habe ich dann unserem Moccamaster zu seinem ursprünglichen Funktionsumfang verholfen. @Björn: Auf Dich ist verlass, Danke für diese tolle Idee! Hier ist das Ergebnis:

Life Hack mit "SkyScrapers"

Am Abend darauf finden wir uns abermals zum gemeinsamen Grillen zusammen. Und wieder stellt unser Freund unter Beweis, dass er sich nicht aus der Ruhe bringen läßt. Hintergrund ist der, dass ich eine sehr angespannte Beziehung zu unserem Scotti-Grill pflege. Wer diesen, aus Blechen zusammensteckbaren Grill kennt, kann das vielleicht nachvollziehen. Scotti und ich waren von Anfang an keine guten Freunde. Das hat einen triftigen Grund: Der gasbetriebene Grill wird mit einem Feuerzeug am Ende eines ca. 40 cm langen Rohres gezündet. Nach dem Öffnen der Gasflasche hört man das Gas sekundenlang strömen, bis schließlich ein zündfähiges Gemisch am Ende des Rohres entsteht. In dieser Zeit sehe ich mich jedes Mal mehrfach in die Luft fliegen! Diese toxische Beziehung zu unserem Scotti-Grill bedingt, aus psychologischer Sicht, eine Art Blockadehaltung, die dazu führt, dass mein Gehirn die Aufbauprozedur nicht abspeichern kann. Daher behelfe ich mich beim Zusammenbau des ausgeklügelten Steckmechanismus, mit einem Youtube-Video.

Der Scotti-Grill wird zusammengebaut.

Meine Frau, der man in machen Belangen, eine gewisse Gerissenheit einfach nicht absprechen kann, drückt unserem Freund die beiden flachen, orangefarbenen Taschen in die Hand, und fordert ihn auf, diesen im Beisein aller im Handumdrehen aufzubauen. Ich springe, im übertragenen Sinne, auf den gesattelten Zossen auf und feixe mir einen, denn ich bin mir sowas von sicher, dass seine offensichtliche Verzweiflung beim Zusammenbau des Grills, einen erhellenden Beitrag zu unseren gewöhnlich sehr heiteren Zusammenkünften darstellen würde. Kurz nachdem unser Freund, zu unserer allgemeinen Belustigung, die Blechteile auf der Sitzgarnitur ausgepackt hat, greift er intuitiv zu den richtigen Teilen, die in der Reihenfolge zuerst zusammengesteckt werden müssen. Mein Problem zu diesem Zeitpunkt war, dass die zwei bis drei Bier die ich intus hatte dazu führten, dass der Zugewinn an Erkenntnis, dass mir gerade das Fundament für meine begleitenden Frotzeleien unter den Füßen weggezogen wird, in keiner Weise synchron war mit dem Fortschritt des Zusammenbaus des Grills. Dieses Phänomen würde ich als klassische "Hysterese", also als zeitverzögerte Auswirkung einer Ursache bezeichnen. Schließlich kommt der Moment, wo ich jeden dummen Kommentar, den ich bereits auf dem gemeinsamen Weg zu unserem Grillplatz von mir gab, ungeschehen machen lassen wollte. Was soll ich sagen: Unser Freund hat den gesamten Scotti-Grill, einschließlich des Deckels, innerhalb weniger Minuten zusammengebaut. Und ich betone: Er kannte den Scotti-Grill vorher nicht!  Im Anschluss und zu allem Überfluss war ich dann noch den fragenden - oder besser: abstrafenden (?) - Blicken meiner Frau ausgesetzt! @ Björn: Keine Sorge, ich nehme es Dir nicht krumm, im Gegenteil, höchsten Respekt (->ernst gemeint!).

 

Sommerurlaub 2026 – Teil 1

17.07.2026, Marina Minde - Sønderborg Lystbådehavn

Wir verlassen, ohne Gewitter, den Hafen von Marina Minde.

Nicole und ich hatten in der Woche vor unserem Urlaub noch so einige Herausforderungen zu bewältigen. Dazu zählte Wasserschippen im Souterrain, als Folge des Starkregens. Außerdem hatte unser Jüngster noch einen kleinen Fahrradunfall, dergestalt, dass er mit dem Fahrrad seines Freundes einen steilen Berg herabfuhr und keine Kenntnis davon hatte, dass beide Bremsen ohne Funktion waren. Außer einem dicken Knie, leichten Blessuren und einer leichten Gehirnerschütterung ist alles gut gegangen. Hinzu kommt,  dass Nicole beruflich in den Niederlanden war, mit langen Tagen und wenigen kurzen Pausen.

Aber eine sehr positive Sache ist erwähnenswert: Die Verbraucherbatterie, die ich vergangenen Sonntag vor Anker in der Stranderøl Bugt bestellt hatte, ist tatsächlich schon am Mittwoch angekommen, so dass ich sie noch 24 Stunden an ein Ladegerät hängen konnte.

Am heutigen Freitag ist die Stimmung jedoch trotz bevorstehendem Urlaub, gelinde gesagt, ausbaufähig, denn die Wettervorhersage ist ziemlich niederschmetternd: Ab heute Nachmittag sollen an der Flensburger Förde Gewitter aufziehen, Samstag und Sonntag ist Starkwind vorhergesagt. Kommen wir heute Abend überhaupt los? Wir erwägen ernsthaft, erst Samstag nach Marina Minde zu fahren, oder erstmal ein paar Tage zu Campen. Dem entgegen steht letztendlich der sehnlichste Wunsch, mit unserer Hanna in See zu stechen. Schließlich versuchen wir es einfach und fahren nach Marina Minde. Fast die gesamte Autofahrt über scheint die Sonne. Als wir jedoch das Ortsschild "Gråsten" vor uns haben, fahren wir, wie durch einen Vorhang, in einen wolkenbruchartigen Regenschauer mit Gewitter. In Marina Minde angekommen, bleiben wir erstmal im Auto sitzen, bis der Schauer abgezogen ist. Obwohl es immer noch (gefühlt direkt über uns) donnert, holen wir eine Hafenkarre und laden dort erstmal die 32 kg schwere Verbraucherbatterie ein, die wir dann schnellen Schrittes zum Liegeplatz bringen. Ich wuchte die Batterie mit einem leichten Überschuss an Adrenalin an Bord, und schließlich unter Deck. Das Absenken der Batterie in den dafür vorgesehen Einbauort ist ein echter Kraftakt, da er schwer zugänglich ist. Während ich die Batterie festmontiere und elektrisch anschließe, beladen Nicole und unser Jüngster das Schiff. Als schließlich alles verstaut ist, sind wir eigentlich abfahrbereit, aber leider total unentschlossen. War es das mit dem Gewitter? Gemäß Wetterradar ja. Schließlich entscheiden wir uns, abzulegen. Wir fackeln nicht lange, starten den Motor und schmeißen die Leinen los. Wir wollen erstmal nach Sønderborg.

Ordentlich festgetütelt!

"Privatbrücke" zu unserer Hanna.

Boxengasse in der Abenddämmerung.

Die Fahrt dahin bleibt unspektakulär. Der Sønderborg Lystbådehavn ist proppevoll. Wir sind nicht die einzigen, die in die Boxengassen rein- und rausmanövrieren. Tatsächlich treffen wir dabei auch Bekannte aus Fahrdorf. Schließlich entdeckt Nicole einen genialen Liegeplatz, am Kopf eines Steges, auf der nördlichen Seite des Jollenhafens. Beim Festbinden müssen wir uns Mühe geben, da bis zu 8 Bft aus West angesagt sind. Das wäre dann genau auflandig von der Seite. Wir haben nur zwei Pfähle, die rechts und links des Steges angeordnet sind und unterschiedlichen Abstand zum Steg aufweisen. Wir geben uns Mühe, alle vorhandenen Freiheitsgrade dieser Liegeplatzes mit entsprechenden Leinenführungen abzudecken. Als später die ersten stärkeren Böen eintreffen, sind wir fast verwundert, wir ruhig wir hier liegen.

Kurz nachdem alles fest ist, bekommen wir Besuch von Bekannten. Wir haben uns länger nicht gesehen. Es hat uns sehr gefreut, dass wir uns mal wieder austauschen konnten!

18.07.2026, Sønderborg Lystbådehavn

Nächtliche Ruhe.

Heute ist Hafentag, jedenfalls aus Sicht unserer Hanna. Gegen Mittag hole ich Nicoles neues Klapprad aus der Backskiste und fahre nach Marina Minde, steige dort in unser geparktes Auto und fahre zurück zum Sportboothafen, um Nicole und unseren Jüngsten einzusammeln. Gemeinsam fahren wir zurück nach Marina Minde bzw. Egernsund, um am Sommerhaus Gartenarbeiten zu erledigen. Gewiss, die Vorstellung von "Urlaub" sah bei uns anders aus, aber anstatt unproduktiv im Hafen zu sitzen, können wir ja auch mal ein Bisschen was wegschaffen.

Als wir nach getaner Arbeit zurück an Bord sind, ist es schon fast Abendessenszeit. Den Tag lassen wir dann ruhig an Bord ausklingen.

19.07.2026, Sønderborg Lystbådehavn - Ankerplatz in der Dyvig Bugt

Die "Dannebrog" vor dem Sønderborg Slot.

Ankerfeld in der Dyvig Bugt.

Heute geht es nach Dyvig, wo Freunde von uns in der Dyvig Bådelaug festgemacht haben. Am späten Vormittag brechen wir auf und nehmen die Brückenöffnung um 10:45 Uhr. Die kurze Wartezeit vor der " Kong Christian den X's Bro" wird uns versüßt durch den wunderschönen Anblick der "Dannebrog" vor dem Sønderborg Slot. Ein gern genommenes Motiv und ein Zeichen dafür, dass sich die Königliche Familie im Gråsten Slot im Sommerurlaub aufhält.

In der Dyvig Bugt angekommen, fahren wir den Anker ein, er hält direkt beim ersten Versuch. Abends setzen wir dann mit dem Schlauchboot zum Dyvig Bådelaug über und gehen bei der "Holnis" an Bord. Doris und Kay: Danke für einen gemütlichen Abend bei Euch an Bord!

20.07.2026, Ankerplatz in der Dyvig Bugt - Kalvø Havn

Wir verlassen Dyvig.

Wir stehen früh auf. Unser heutiges Ziel ist Kalvø Havn in der Genner Bugt, wo wir mit Freunden verabredet sind.

Auf dem Bild harmlos! In echt droht der Untergang (nur mein persönliche Empfinden).

Für heute sind 6 Bft aus nördlichen Richtungen angesagt, was einen Kurs direkt gegen Wind und Wellen bedeutet. Als wir dann die westliche Spitze der Insel Als umrundet haben, kommen uns  Wellen entgegen, die für unseren vollbeladenen Urlaubsdampfer eine Herausforderung darstellt (rein gefühlsmäßig). Es kommen uns Böen von 14 m/s und eine Welle von deutlich über einem Meter entgegen. Der Bug unserer Hanna sinkt in die Wellentäler und schaufelt Wassermassen nach achtern. Ich bin ehrlich, das ist nicht mein Ding, oder anders ausgedrückt: Da habe ich sowas von keinen Bock drauf! Das ist kein Urlaub, dass ist schlimmer als Heckeschneiden, oder sowas! Aber es nützt nichts, umkehren ist auch keine Option. Es ist offensichtlich, dass Nicole die Situation gelassener nimmt, und auch Piet liegt unter Deck und schläft. Wir sind weit und breit die Einzigen, die genau diesen Kurs fahren. Nach gut zwei Stunden erreichen wir dann Kalvø Havn, wo wir am nördlichen Steg festmachen.

Liegeplatz in Kalvø Havn.

Schöne Aussicht (aus Sicht des Fotografen!).

Kalvø Havn ist wirklich ein sehr schöner Hafen. Einst befand sich hier eine große Holzwerft mit Schmiede, Wohnhäusern und Anlegestelle, von der aus Dreimast-Segelschiffe in Richtung Osten segelten. Sie war der größte Arbeitsplatz der Region und zeitweise die größte Werft außerhalb Kopenhagens. Die Gebäude existieren noch heute und werden als Wohnhäuser genutzt. Im ganz östlich gelegenen Gebäude sind die Örtlichkeiten untergebracht. Nach hinten raus, gibt es eine kleine Küche mit Kühlschrank, Waschmaschinen usw. Davor ein kleiner Grillplatz mit Sitzgarnituren - wirklich wunderschön gemacht!

Gegen Mittag bekommen wir Besuch von unseren Freunden, die mit dem Auto aus Elmshorn angereist sind. Ein wunderschöner und geselliger Abend mit tollem Blick auf die Genner Bugt.

Morgen werden wir weiter Richtung Norden aufbrechen.

21. - 22.07.2026, Kalvø Havn - Bogense

Regattafeld von Traditionsschiffen aus Richtung Norden.

Wir legen am frühen Morgen in Kalvø Havn ab. Dafür ziehen wir uns aus der Box, führen den Bug um unseren backbordseitigen Pfahl herum, so dass wir unsere Hanna daran Richtung Ausfahrt drücken können. Schließlich rollen wir die Fock aus und segeln aus der Bucht. Ziel für heute ist Middelfart. Als wir südlich von Årø sind, kommt uns ein Regattafeld mit über 40 hölzernen Traditionsseglern aus Richtung Norden entgegen - wunderschön anzusehen.

Hafeneinfahrt von Bogense.

Das was am am Ende des heutigen Tages herauskommt, war so nicht geplant. Ursprünglich wollten wir ja Middelfart anlaufen, um dort eine bevorstehende Starkwindphase abzuwettern. Als wir dann aber südlich von Fænø rechts Richtung Middelfart  Lystbådehavn hätten abbiegen müssen, fahren wir kurzentschlossen weiter Richtung Norden. "Zwei Doofe, ein Gedanke": Wir nutzen die nördliche Strömung  und versuchen heute noch nach Bogense zu kommen. Gegen viertel vor sechs abends sind wir dann nach 9,5 Stunden und über 45 SM in Bogense. Ein schöner Hafen mit Shopping-Möglichkeiten! Wir legen uns ganz an den äußersten Steg im südwestlichen Teil des Hafens; tolle Sicht auf die Ostsee und wir können die Hafeneinfahrt einsehen.

Am darauffolgenden Tag legen wir einen "echten" Hafentag ein. Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht, aber wenn es das Wetter zulässt, soll es weiter Richtung Norden gehen.

 




Sønderborg Lystbådehavn

Kalvø Badehotel Restaurant

Kalvø Havn Museum

Kalvø Havn: Wohngebäude

Unser Liegplatz in Kalvø Havn

Letztes WE vor unserem Sommerurlaub

10.07.2026, Marina Minde - Ankerplatz vor Holnis

Genau heute in einer Woche haben wir geplant, unseren lang ersehnten Urlaub anzutreten. Wir sind eigentlich auch die einzigen aus unserem Freunds- und Bekanntenkreis, die noch ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Nicht, dass wir neidisch wären, ... aber ... Ich lasse es einfach, wir fühlen uns alleine und zurückgelassen!

Am heutigen Freitag schleppen wir schon Proviant für den bevorstehenden Urlaub mit an Bord. Somit dauert es auch ein wenig länger, als sonst üblich, bis wir ablegen. Da schwacher bis gar kein Wind ist, verholen wir uns heute nur "um die Ecke" nach Holnis. Die warme Flensburger Förde lädt zum Baden ein.

Wir legen uns eben südlich des Steinwalls, der die südliche Grenze des Naturschutzgebietes um die Halbinsel Holnis markiert, vor Anker. Es dauert nicht lange und wir bekommen die ersten Ankernachbarn, später folgen weitere. Es ist ein schöner warmer Abend und wir bleiben einfach an Bord, ohne Landausflug.

11.07.2026, Ankerplatz vor Holnis - Marina Minde - Ankerplatz Stranderød

Nach einer ruhigen Nacht stehen wir früh auf und holen den Anker um 8 Uhr hoch. Wir haben uns entschlossen, heute nochmal etwas fleißig zu sein und an unserem Ferienhaus in Egernsund Gartenarbeiten zu verrichten.  Es ist ein günstiger Zeitpunkt, da heute Mieterwechsel ist und wir von 10 bis 16 Uhr Zugang haben. Wir müssen Rasenmähen, Heckeschneiden und Unkraut bekämpfen.

Als wir die körperlich herausfordernden Arbeiten bei sengender Hitze hinter uns gebracht haben, geht es sofort zurück an Bord und wir nehmen Kurs auf die kleine Bucht bei Stranderød. Auf dem kurzen Weg von ca. 2,5 SM holen wir erstmal unser Frühstück nach. Das wurde auch Zeit, denn es ist schon viertel nach eins mittags.

Wir stellen uns bei der Wahl des Ankerplatzes auf nordwestliche Winde ein. Außerdem haben wir die Schwojkreise der zahlreichen anderen Ankerlieger in der Bucht zu berücksichtigen. Ein weiterer limitierender Faktor ist die Tatsache, dass ich nicht mehr die Muße habe, 'zig Meter Ankerkette auszubringen und schlimmstenfalls, sollte der Anker beim Einfahren losgeht, alles wieder reinzuholen (wir haben eine handbetriebene Ankerwinde). Daher dürfen wir nicht mehr als 2 Meter unter dem Kiel haben, und, ganz wichtig, es darf kein Seegras zu sehen sein, denn dort bekommen wir das Eisen nur schwer eingefahren.

Das, was dann dabei rausgekommen ist, darf man eigentlich keinem erzählen! Wir liegen nur wenige Meter vom Ufer und einem kurzen Steinwall entfernt. Den Anker haben wir schließlich nach drei Versuchen zum Halten bekommen und mit 2.000 U/min eingefahren. Wir haben natürlich auch die Wetter-Apps gecheckt - kein Grund zur Besorgnis. Allerdings pendelt sich der Wind, entgegen der Vorhersage, langfristig auf westliche Richtungen ein und liegen damit die meiste Zeit schräg auflandig. Als I-Tüpfelchen legt dann später unser Ankernachbar, auf dessen Privatsphäre wir Rücksicht genommen hatten, ab. Was übrig bleibt ist ein Bild, wo man sich an den Kopf fasst und sich fragt, wie man so ankern kann! Allerdings haben wir vollstes Vertrauen in unser Anker-Set-Up, und sehen davon ab, den Ankerplatz zu wechseln.

Am Nachmittag schwimmen wir vom Boot aus, mit unseren Sachen in einem wasserdichten Seesack gepackt, an Land und erkunden die Gegend. Und, wir sind total begeistert! Direkt am Ufer verläuft der Gendarmstien, dem wir Richtung Osten und dann Richtung Nordosten folgen. Der sandige Weg geht bergauf und bergab und man hat immer wieder eine tolle Aussicht auf die Flensburger Förde - wirklich traumhaft. Da ich keine Schuhe mitgenommen habe, schaffe ich es wegen des streckenweise mit Schotter befestigten Gendarmstien,  nur bis zu der Brücke, die über den Zulauf zu einem kleinen Nor führt. Nächstes Mal rüsten wir uns für einen längeren Spaziergang, das ist sicher. Wir sind erstaunt, dass wir nach so vielen Jahren, in denen wir in diesem Revier unterwegs sind, immer noch neue Orte und Perspektiven auf die Flensburger Förde finden.

Als wir zurück an Bord sind, macht Nicole uns erstmal einen kühlen Gin Tonic. Wir sitzen in der Plicht und genießen die Aussicht auf die Förde - ein weiterer Vorteil dieses Ankerplatzes, da wir direkt vorne am Anfang der Bucht geankert haben. Schließlich serviert Nicole uns eine kleine Vorspeise in Form Avocado-Hälften, mit gefüllt mit Krabben.

12.07.2026, Ankerplatz Stranderød - Marina Minde

Die Nacht war recht ruhig. Nicole fällt auf, dass die rote Diode des Reglers unseres Kühlschranks leuchtet. Ein Zeichen dafür, dass die Spannung der Verbraucherbatterie zu gering ist; und das trotz Solarpanel, dass ich gestern tagsüber Richtung Sonne ausgerichtet hatte. Die AGM-Batterie ist jetzt 8 Jahre alt und hat schon einiges hinter sich (Thema "Tiefentladen"). Uns wird klar, dass wir bis nächsten Freitag eine neue Batterie brauchen. Ich bestelle umgehend eine SB12-100 online bei "Akkurat GSV". Sie soll innerhalb von 3 Werktagen lieferbar sein. Ich bin gespannt!

Gegen Mittag holen wir den Anker hoch und motoren Richtung Maria Minde. Unterwegs halten wir ca. auf Höhe der Untiefetonne an und steigen bei laufender Maschine kurz in die Förde.

In Marina Minde treffen wir dann noch Vorbereitungen für den Urlaub, wie Wasser tanken, Füllstand des Dieseltanks messen usw.. Außerdem räumen wir unsere Hundekoje leer, damit ich die 32 kg schwere Verbraucherbatterie ausbauen kann. Die nehmen wir dann mit nach Hause.

Es ist klar, wir freuen uns natürlich sehr auf unseren Urlaub! Wir haben noch kein festes Ziel, aber die grobe Richtung ist Norden - wir werden berichten.

 




Ankern direkt am "Gendarmstien"

Sonnenuntergang in der Bucht von Stranderød

"Huckepack"

Hanna, das Ruderboot

19.06.2026, Marina Minde - Ankerplatz bei Bockholmwik - Hafen von Bockholmwik

Es ist wirklich sehr warm heute, allerdings sind für heute Nacht Gewitter vorhergesagt. Daher motoren wir heute von Marina Minde auf die andere Seite der Flensburger Förde und legen uns direkt westlich vom Yachthafen Bockholmwik vor Anker. Falls es also bei der Vorhersage bleibt, können wir uns schnell in den Hafen verholen. Es dauert nicht lange, und ein weiteres Segelboot legt sich ein Stück weiter hier vor Anker. Es sind junge Eltern mit zwei kleineren Kindern. Als wir gerade in der Plicht zu Abend essen, kommt der Vater mit seinen beiden Kinder im Schlauchboot zu uns und fragt, wie wir es heute mit dem Gewitter handhaben würden. Unsere Antwort ist, dass wir es selber noch nicht so genau wissen, aber nichts riskieren würden und bei unveränderter Vorhersage in den Hafen fahren.

Zum frühen Abend setzen wir dann aber erst einmal mit dem Schlauchboot zum Hafen über und spazieren zu dem nahe gelegenen Campingplatz. Die Umgebung ist wirklich schön hier. Auch der Campingplatz gefällt uns. Man kann erkennen, dass die jungen Betreiber in den Betrieb investieren. Das Lokal mit dem Namen "Bock 19" oben auf der Höhe ist vollständig modernisiert, und, wie wir finden, geschmackvoll eingerichtet. Dem Lokal ist eineTerrasse mit weitem Blick auf die Flensburger Förde vorgelagert. Hier werden wir bestimmt einmal einkehren.

Als der Abend bereits fortgeschritten ist, kehren wir zurück an Bord. Es wird Zeit, einen Blick auf die Wetter-Apps zu werfen, bevor wir in die Koje gehen. Leider sind nach wie vor Gewitter vorhergesagt und wir entschließen uns, noch in den Yachthafen von Bockholmwik zu fahren. Um 21:40 holen wir den Anker hoch, jedoch bleibt der Motor aus. Ich hatte Nicole gefragt, ob es für sie ok ist, wenn ich mit dem SUP-Paddel die Hanna in den Hafen rudere, ich meine, Spaß muss sein. Richtig große Begeisterung kann ich in ihrem Gesicht nicht ablesen, aber sie ringt sich zu einem "Ja" durch, so nach dem Motto, wenn das Kind spielen möchte, gib ihm den Raum dafür.

Ich setzte die ersten kraftvollen Züge an, in der Erwartung, dass sich das Schiff  unverzüglich in Bewegung setzt. Dem ist aber leider nicht so! Ich weiß nicht, wie viele Züge ich machen musste, aber es waren viele. Und richtig Fahrt kann man das auch nicht nennen, es reicht man gerade so, dass sich das Schiff steuern lässt. Während ich mit vollen Einsatz versuche das Schiff in Bewegung zu halten, habe ich auch immer einen Blick auf die Steuerfrau, denn ich will den Bogen nicht überspannen! Es ist eine Gradwanderung und ich bin kurz davor aufzugeben, aber irgendwie schaffen wir es schließlich, trotz kaum wahrnehmbarer Geschwindigkeit, in den Hafen zu kommen. Dort hat man unsere "Aktion", ich würde sagen, "wohlwollend" zur Kenntnis genommen. Als wir dann eine freie Box ansteuern, kommt Jemand vom "Förde-Yacht-Club Bockholmwik e.V." und nimmt mit einem Grinsen unsere Vorleinen an. Wie sich herausstellt, ist es der Schriftwart und er hat erkannt, dass wir keine Motorprobleme sondern Spaß hatten (naja, ich zumindest). Wir kommen ins Gespräch und er macht, berechtigterweise, Werbung für den Verein. Die Lage des Hafens ist wirklich reizvoll und es gibt sogar noch freie Liegeplätze!

Wir können von unserem Liegeplatz aus auf die Förde schauen. Genau zu diesem Zeitpunkt, es ist bereits fast halb elf nachts, kommt das Regattafeld der "Flens-Dunkel - (round the buoys) in der Abenddämmerung auf den Hafen zu. Direkt vor dem Hafen ist eine Wendetonne. Es ist wirklich kaum Wind, aber trotzdem machen die Schiffe erstaunlich viel Fahrt, es ist absolut leise - ein tolles Schauspiel!

Bevor wir ins Bett gehen, werfen wir noch einen Blick auf das Ankerfeld, westlich des Hafens. Wir können nicht so recht nachvollziehen, warum sich die verbliebenen Ankerlieger nicht auch in einen schützenden Hafen verholen. Das Gewitter ist immer noch Ansage für heute Nacht.

Und um 3 Uhr ist es dann soweit! Ein Inferno bricht über die kleine Bucht bei Bockholmwick herein. Von jetzt auf gleich kommen Böen von mehr als 25 m/s - aus dem Nichts! Wir werden aus dem Schlaf gerissen und müssen uns erst einmal orientieren. Unser Schiff kommt ordentlich in Bewegung, da wir an Fingerstegen festgemacht haben. Eines ist sicher, wir haben noch nie so starke Böen auf unserem Schiff erlebt. Wir haben zwar unsere Hanna gut angebunden, legen aber sicherheitshalber noch zwei Leinen nach. Um das Ganze noch zu steigern, gehen auf einmal die Sirenen los. Über Funk hören wir, wie ein in Not geratener Skipper um Hilfe ruft. Er ist vor Kegnæs vertrieben und liegt jetzt mit seinem Boot am Strand. Bremen Rescue leitete den Notruf an die Dänischen Kollegen weiter. Auch gegenüber von unserem Hafen ist ein Boot bei Skelde Vig an Land getrieben. Einer der drei Ankerlieger bei uns vor dem Hafen vertreibt ebenfalls. Die jungen Segler mit ihren Kindern haben offensichtlich keine Probleme.

Nach einer guten Stunde lässt der Wind etwas nach und auch das Gewitter zieht weiter. Das war absolut heftig, und wir sind wirklich froh, dass wir in den Hafen gefahren sind.

20.06.2026, Hafen von Bockholmwik - Ankerplatz vor Holnis

Die Nacht war kurz, aber das Wetter ist zu schön, um lange im Bett zu bleiben. Wir gehen noch eine kleine Runde spazieren und folgen der kleinen Straße "Bockholmwik" hinauf und oben über den Campingplatz zurück zum Hafen. Dann legen wir auch zügig ab und gehen auf der Ostseite von Holnis vor Anker, dieses Mal allerdings deutlich südlicher als sonst üblich. Heute ist unser Aktionsradius begrenzt und wir verbringen die Zeit an Bord mit Baden, Lesen usw.

 

21.06.2026, Ankerplatz vor Holnis - Marina Minde

Über Nacht dreht der Wind auf Nord und wir liegen parallel zum Ufer. Da wir heute abermals familiäre Verpflichtungen haben, brechen wir im Laufe des Vormittags auf. Es kommen uns auffallend viele Charterschiffe entgegen. Als wir hinter der "Schwiegermutter" mit Kurs auf Marina Minde sind, springt uns unwillkürlich eines der Charterschiffe ins Auge, da es einen sehr ungewöhnlichen Kurs fährt. Es ist sicher, wenn die Chartercrew ihren Kurs nicht ändert, fahren sie sich auf dem Flach, welches die "Schweigermutter" markiert, fest. Und genauso kommt es dann auch. Leider waren wir schon zu weit weg, um den Skipper rechtzeitig zu warnen.

In Marina Minde ist ordentlich was los. Stegnachbarn, die man selten sieht. sind hier heute anzutreffen. Thema Nummer 1 ist die Gewitterfront von heute Nacht, die jeder anders erlebt hat. Schlimm war wohl auch die Situation vorn am Außensteg, wo sich bei Südwest-Wind eine ordentliche Welle aufgebaut hat. Offenbar war wohl auch ein größeres Schiff, eine X-Yacht zu Schaden gekommen.

Ich bin mir sicher, dass wir in dieser Saison noch das eine oder andere Mal mit Gewitter zu bekommen!

 




Gewitter im Nacken!

29.05.2026, Marina Minde - Gelting Mole

"Was geht?" Das ist heute die große Frage! Es ist Freitag und wir sitzen abfahrbereit in der Plicht unserer "Hanna" und wissen nicht, was wir machen sollen! Wir hätten normalerweise schon längst abgelegt, aber leider ist das Ergebnis unserer Wetterrecherche, dass heute Abend ein gewisses Gewitterrisiko besteht. Auf dem Wetterradar ist zu erkennen, dass eine massive Gewitterfront von Westen nach Osten zieht. Das spielt sich allerdings südlich von Flensburg ab.

Ich bin eigentlich immer derjenige, der behauptet, dass es nicht sein muss, vom Wetter überrascht zu werden. Es gibt ja schließlich genügend Quellen, um sich daraus einen Überblick über mögliche Risiken zu verschaffen. Ja, und trotzdem ist es so, dass wir gerade überlegen, abzulegen und zu glauben, dass wird schon passen - was wir, zumindest zeitweise, bereuen werden.

Es sind zur Zeit optimale Bedingungen: Westliche Winde der Stärke 5, locker bewölkt und angenehm warm. Freunde von uns liegen mit ihrem neuen Schiff in Gelting. Es ist einfach zu verlockend, mit Rauschefahrt die Förde hinaus zu segeln und heute Abend in bester Gesellschaft ein kühles Bier zu trinken! Gedacht getan! Im Nu ist das Stromkabel ausgesteckt und die Leinen losgeworfen. Kaum sind wir aus dem Hafen, stehen auch schon die Segel in voll Pracht und füllen sich mit mildem Westwind. Unsere "Hanna" beschleunigt auf über 6 Knoten und vor uns liegt, wenn auch noch in weiter Ferne, Kalkgrund. Die Gewitterfront südlich von Flensburg, ist Richtung Osten weitergezogen - wir wiegen uns in Sicherheit. Den Oberkörper ganz entspannt nach hinten gelehnt und auf Sitzkissen gebettet, den Arm locker auf der Pinne abgestützt, die Beine auf dem Reitbalken ruhend und die Sonnenbrille gegen gleißende Sonne auf der Nase - so sieht Zufriedenheit, mit einem kleinen Quantum Hochmut aus!

Wir sind knapp eine Seemeile hinter Langballig und es läuft echt gut! Hin und wieder gibt es einen achtlosen Kontrollblick nach hinten. Nichts Auffälliges, bis vielleicht auf die lächerliche, dunkle Tönung, die sich hinter uns, eben über der Halbinsel Holnis bildet.  Aber, was soll da schon sein. Die Blicke nach hinten werden zugegebenermaßen etwas häufiger und prüfender, bis ein Erkenntnisgrad erreicht ist, der keinen weiteren Interpretationsspielraum mehr zulässt. Ein Griff zum Handy und der Blick auf das Wetterradar führen abrupt zur aufrechten Sitzhaltung und die Gedanken verschärfen sich hinsichtlich einer Abschätzung, ob uns die Gewitterzelle erwischen wird oder wir vorher in Gelting einlaufen können oder ob sich eine Wende, zurück Richtung Langballig lohnt. Auch südlich von unserer Position war zwischenzeitlich eine weitere Gewitterfront aufgezogen, die aber für uns keine Gefahr darstellt.

Es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Gewitterzelle von achtern aufzieht! Ich muss dazu sagen: Ich mag Gewitter, aber nicht wenn ich mit einem Segelboot auf dem Wasser bin und realisiere, dass um uns herum, keine anderen Segler mehr auszumachen sind! Ich kann es nicht fassen, dass wir das jetzt hier durchmachen müssen! Nicole reicht mir das Regenzeug sowie Schwimmweste. Außerdem bereiten wir den Pinnenpiloten vor. Zwischenzeitlich hat das Gewitter südlich von uns an Intensität zugelegt. Es kommen Donnerschläge, die wirklich angsteinflößend sind. Wir haben keine Chance, wir behalten den Kurs Richtung Gelting bei. Nun ist es ein Wettlauf mit der Zeit, oder, wie sich herausstellt ein Frage des Kurses, relativ zur Zugbahn der Gewitterzelle. Wir haben Glück: Die Zelle kommt zwar schnell auf, zieht aber eben nördlich von uns, ca. auf Höhe von Sonderburg, hinter uns vorbei. Das war wirklich knapp, zumal einige Donnerschläge gefühlt direkt über uns entstanden. Leider haben wir vor lauter "Aufregung" vergessen, Bilder von der Zelle zu machen.

Voraus eine Gewitterfront über Gelting, die vorbeigezogen ist.

Als wir schließlich Richtung Süden in die Geltinger Bucht abbiegen, bildete sich bereits eine neue Zelle über der Außenförde, es ist wirklich kaum zu glauben. Auch Südlich von Gelting können wir dunkle Wolkenformationen sehen. Aber, wir haben Glück im Unglück und kommen wohlbehalten in Gelting Mole an. Unserer Freunde haben uns netterweise einen Platz reserviert. Nach dem Anbinden auf Platz 309 und Ausschalten des Motors  geht es auch direkt auf die OE 32 und ein bis zwei Anlegebiere werden geleert. Später finden wir dann noch einen herrlichen Platz im Außenbereich des "Fähr-Cafés Bonsberg". Ein wundervoller Abend und wir sind froh, dass wir heute losgefahren sind.

30.05.2026, Gelting Mole - Ankern vor Høruphav Havn

Das längste Schiff an dem Steg? Wie kann das sein?

Der heutige Morgen ist leider erneut von großer Unsicherheit geprägt. Wir gehen erstmal zum Hafenmeisterbüro und entrichten unser Liegegeld, da gestern Abend das Büro bereits geschlossen war. Anschließend schauen wir uns etwas um, auch auf dem Wohnmobilstellplatz, auf dem wir auch schon mit unserem T3 gestanden haben. Erstaunlicherweise sind hier noch Plätze frei. Als wir zurück zum Schiff gehen, sind wir bezüglich unserer heutigen Törn-Planung immer noch nicht weiter. Es kommen bereits die ersten Böen mit 6 Bft aus Nordwest, worauf ich heute irgendwie gar keine Lust habe. Aber schließlich raffen wir uns doch auf, denn hier in Gelting zu bleiben, ist auch nicht so unser Ding. Wir entschließen uns, Høruphav anzulaufen und dort vor Anker zu gehen. Unsere Freunde wollen auch dorthin, was für sie zugleich eine Jungfernfahrt bedeutet.

Blick in das Haff.

Unser Ankerplatz vor dem Hafen von Høruphav Havn.

Die Überfahrt läuft dann erstaunlich gut, der Wind nimmt tatsächlich etwas ab und ich muss mich sogar beschweren, dass der Wind zu schwach ist, um richtig Spaß zu haben. Einzelne Böen bringen uns dann aber immerhin auf 7,2 Knoten, aber eben nur in den Böen. Nach gut 1,5 Stunden sind wir auf Höhe von Høruphav Havn, wo wir uns vor Anker legen. Das Ankermanöver ist hier immer eine Herausforderung, da viel Seegras und starkes Gefälle von 0,7 Meter auf 10 Meter. Nach drei gescheiterten Versuchen, den Anker zum Halten zu bringen, klappt es endlich. Es ist ansonsten eine sehr schöne Stelle zum Ankern, da es viel zu sehen gibt. Wir können eine Regatta und die ein- und auslaufenden Schiffe beobachten. Neben all der Ruhe und der Entspannung ruft die Pflicht, ich muss nochmal eine Runde Joggen gehen. Die Runde entlang der drei Kiefern und dann zurück durch den Wald ist eine wirklich schöne Strecke.

Sicht auf Høruphav von unserem Ankerplatz aus.

Zum späten Nachmittag kommen dann nochmal Böen mit 7 Bft. Wir liegen zwar recht geschützt, aber die eine oder andere Böe schafft es dann doch, unsere "Hanna" in Bewegung zu setzen. Ein weiterer  Segler ist ein Stück neben uns ebenfalls vor Anker gegangen.

Zum Abend hin setzen wir dann mit dem Schlauchboot zum Hafen über und grillen zusammen mit unseren Freunden, die im Høruphav Havn festgemacht haben.

31.05.2026, Ankern vor Høruphav Havn - Marina Minde

Kurz vor halb neun holen wir den Anker hoch und segeln bei westlichen Winden aus dem Haff. Wir schaffen es bis kurz hinter die Ecke von Kragesand, dann hat der Wind soweit nachgelassen, dass wir den Motor starten.

Gegen Mittag machen wir dann in Marina Minde fest. Gegen 14:30 treten wir die Heimfahrt an, machen aber noch einen kleinen Abstecher nach Gelting Mole, wo wir unsere Freunde hinbringen. Zum krönenden Abschluss kehren wir kurzentschlossen im "Fähr-Café Bonsberg" ein und Trinken Kaffee, dazu ein absolut leckeres Stück Torte! Das können wir sehr empfehlen!

 



„Pinsefest“ in Dyvig

22.05.20226, Marina Minde - Ankerplatz Als Sund (vor Snogbæk Strand)

Was für eine beglückende Wettervorhersage: Sonne satt, dazu segelbarer Wind und, um es perfekt zu machen: Warme Luft!

Am späten Nachmittag legen wir bei mäßigem Westwind in Marina Minde ab und segeln mit achterlichem Kurs die Förde hinaus. Die Förde ist voll mit Segelbooten, alle haben den gleichen Kurs Richtung Osten. Leider schläft der Wind schnell ein und von den vorhergesagten 4-5 Bft. ist hier nichts zu spüren. Unsere Fahrt reduziert sich auf teilweise unter 1 Knoten und wir weigern uns standhaft, den Motor zu starten, im Gegensatz zu fast alle anderen Seglern. Eine nicht enden wollende Zahl von sogenannten "Aufkommern" zieht an uns vorbei, wobei wir uns nicht sicher sind, ob es mitleidige oder anerkennende Blicke sind, die wir in den Gesichtern der Crews ablesen können. Nach ca. 7 SM und 3 1/4 h knicken wir ein. Unsere Hoffnung, dass der Wind nochmal wieder kommt, geht leider nicht in Erfüllung, so dass wir hinter Kragesand den Motor starten. Ursprünglich wollten wir vor Skelde Kobbel ankern, nun haben wir uns aber umentschlossen und ändern den Kurs Richtung Sønderborg.

Als wir das Sønderborg Slot auf Steuerbord und Sicht auf den Stadthafen haben, trauen wir unseren Augen nicht: An der langen Kaymauer an der "Sønder Havngade" liegen Boote bis hin zu 8er-Päckchen, das haben wir hier wirklich noch nicht gesehen! Dazu die untergehende Sonne, die das Ganze in stimmungsvollen Farben hüllt - beeindruckend. Gut, dass wir noch etwas Zeit bis zur nächsten Brückenöffnung haben. Wir genießen einfach nur diesen wunderschönen Anblick. Auch um diese Uhrzeit, es ist 20:30 kommen immer noch Boote, die sich entweder zu Anderen ins Päckchen legen oder sich, so wie wir, in Warteposition für die Brückenöffnung bringen. Mit dabei ist auch die "Look at Me", eine stattliche, Motoryacht, die alle Booten im Stadthafen überragt.

Nach der Klappbrücke in Sønderborg motoren wir noch gute 4 SM bis zu unserem Ankerplatz vor "Snogbæk Strand", kurz vor dem Übergang vom Als Sund in den Als Fjord. Mit dem letzten Büchsenlicht fahren wir den Anker, neben zahlreichen anderen Ankerliegern, ein. Wir gönnen uns noch ein kleines Getränk und genießen die Ruhe und die wunderschöne Abendstimmung.

23.05.20226, Ankerplatz Als Sund (vor Snogbæk Strand) - Ankerplatz in der Dyvig Bugt

Nach einer ruhigen Nacht und einem frisch aufgebrühten Morgenkaffe, setzen wir zu Erkundungszwecken an Land über. Der Ankerplatz ist neu für uns, auch wenn wir hier schon unzählige Male vorbeigefahren sind - geankert haben wir hier noch nicht. Wir sind überrascht, wie schön es hier ist: Ein kleiner Strand mit sandigem, seichtem Wasser, mit einer Badestelle, öffentliche Toiletten, einem kleinen Fluss mit dem Namen "Snogbæk", an dessen Mündung zum Als Sund ein kleiner idyllischer Hafen liegt - wirklich schön!

Gegen halb zehn lichten wir dann den Anker und segeln nur mit Fock und heruntergelassenem Schwert aus dem Ankerfeld, setzen dann das Groß und wir beschleunigen auf über 6 Knoten Richtung Norden, den Als Fjord hoch. Tolles Segeln und wir haben die Möglichkeit, uns mit zahlreichen anderen Segelbooten zu messen. Immer wieder stellen wir fest, unser Schiff braucht Wind, und dann kommen wir in den Genuss, schneller zu sein als Boote gleicher Größe, trotz Schlauchboot auf dem Vorschiff und SUP an der Reling.

Wir segeln durch die Enge in die Dyvig Bugt, einfach wunderschön,  und steuern mit 4 Knoten in das Ankerfeld, westlich von Dyvig Havn und machen unter Vollzeug, kurz vor dem Ufer einen Aufschiesser, um dann den Anker ins Wasser zu lassen. Leider haben wir etwas zu viel Fahrt, so dass wir erst spät zum Stehen kommen. Ich mache das gleiche Manöver noch Mal, dieses Mal nur mit Groß und weniger Fahrt - es klappt, auch wenn ich den Bug unserer Hanna schwer in den Wind bekomme.

Auch der "Dyvig Havn" ist voll mit Booten, vor allem mit großen Motoryachten. Die Larsens (Betreiber vom Dyvig Havn), haben wieder ein "Pinsefest" (Pfingstfest) organisiert. Dafür wurde ein großes Festzelt aufgebaut, mit Life Musik und Abends mit DJ. Den ganzen Tag über kommen immer mehr Boote in die Dyvig und wir fragen uns, wo die alle noch festmachen. Einige legen sich bei uns ins Ankerfeld.

Als ich mich am Nachmittag ins Schlauchboot setze, um ganz an der Spitze der Dyvig Bugt anzulanden und joggen zu gehen, komme ich aus dem Staunen nicht heraus: Die Steganlage vom Dyvig Havn ist vollgepackt mit Schiffen, zum Teil wirklich riesige Yachten. Selbst die Einfahrt in den Innenbereich der Steganlage ist zugeparkt mit Schiffen. Auf der Außenseite der Stege sind zahlreiche Päckchen mit 8 Schiffen, teilweise mehr, festgemacht. Ich bin überzeugt, das Ganze funktioniert nur bei wenig Wind!

Abends setzen Nicole und ich noch einmal gemeinsam zum Hafen über, um uns das Treiben aus der Nähe anzuschauen. Wir stellen fest, dass die Steganalgen und der Vorplatz abgeriegelt sind. Auf einem Schild steht; "... nur für geladene Gäste". Wir nehmen daher auf der Terrasse des "Dyvig Badehotels" Platz und gönnen uns zur Feier des Tages eine Flasche Rosé. Tolles Ambiente, schöne Aussicht, ein wundervoller Abend!

Recht spät fahren wir mit unserem Schlauchboot zurück zum Schiff, wo wir den Abend ausklingen lassen. Die Party im Festzelt ist in vollem Gange und zu Mitternacht gibt es noch ein Feuerwerk, sowie ein Hupkonzert der Mega Yachten, ganz nach dem Motto "wenn schon, denn schon!".

24.05.20226, Ankerplatz in der Dyvig Bugt - Ankerplatz vor Holnis

Heute geht es früh zurück Richtung Flensburger Förde. Freunde von uns haben sich gemeldet, sie benötigen Hilfe beim Einhängen ihres Ruderblattes ihrer OE 32, die sie letztes Jahr im Winterlager, in der Nähe von Langballig, übernommen haben.

Gegen 8 Uhr holen wir den Anker hoch und segeln mit Fock aus dem Ankerfeld. Bei Nordwest 4 bis 5 Bft. kommen wir gut voran, verpassen aber gerade die Brückenöffnung in Sønderborg um 10:45. Wir machen vor der Brücke fest und nehmen dann die Öffnung um 11:45. Der Wind nimmt auf 6 Bft. zu und wir müssen die Förde hochkreuzen. Um 13:44 geht schließlich der Anker vor der Halbinsel Holnis über Bord.

Unsere Freunde waren inzwischen fleißig und haben es geschafft, ohne uns das Ruderblatt einzuhängen. Trotzdem holen sie uns mit dem Auto ab und wir besichtigen die OE 32, die noch in der Halle steht. Abends werden wir dann beim Italiener eingeladen - ein wundervoller Abend, herzlichen Dank!

25.05.20226, Ankerplatz vor Holnis - Marina Minde

Auch heute wieder ein sonniger Morgen. Wir gehen im Laufe des Morgens ins Wasser, ich wirklich nur kurz, Nicole ist da abgehärteter!

Gegen viertel vor 12 holen wir das Eisen hoch und segeln nach Marina Minde. Ein traumhaftes Pfingstwochenende geht zu Ende. Auch dieses Mal haben wir wieder einen neuen Ankerplatz (vor "Snogbæk Strand" im Als Sund) kennen und schätzen gelernt.

 




Aufnahme vom Schlauchboot, Katamaran im Dyvig Havn

"Dyvig Badehotel"

"Snogbæk Strand", hier gibt es u.a. frisches Gemüse zu kaufen

Aufnahme kurz nach der Passage durch die Klappbrücke von Sønderborg.

Immer wieder gerne: Ankern vor Holnis!

13.05.2026, Marina Minde - Ankerplatz vor Holnis

Abendstimmung vor der Halbinsel Holnis.

Für Himmelfahrt ist windiges und wechselhaftes Wetter vorhergesagt, daher entscheiden wir uns gegen einen längeren Törn, wie z.B. nach Ærø, und legen uns auf der Ostseite von der Halbinsel Holnis, auf Höhe des Italieners, vor Anker. Wir fahren den Anker wieder mit backgehaltener Fock im sandigen Grund ein. Bei einer kleinen Vorspeise an Bord genießen wir die Abendstimmung.

Am Himmelfahrtswochenende findet wieder das traditionelle Treffen der Bianca 27-Eigner statt. Kay von Eitzen ist mit seiner Frau gerade unterwegs nach Sønderborg, von wo es dann morgen gemeinsam nach Høruphav Havn gehen soll. Wir können die "Holnis" mit dem Fernglas auf Höhe der roten Tonne (umgangssprachlich auch "Schwiegermutter" genannt) ausfindig machen. Auf Kanal 16 und dann auf Kanal 69 tauschen wir uns kurz aus - schöner "Radio Check", alles Bestens! Wir werden wohl am Freitag mit den Auto zum Treffen dazustoßen.

Schließlich setzen wir am fortgeschrittenen Abend mit unserem Schlauchboot an Land über. Nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben, einschließlich einem kleinen Rundgang über den Campingplatz, wo wir uns einen Überblick über die Buchungslage verschaffen (es gibt noch einige freie Plätze), kehren wir in das "Ristorante San Remo" ein, wo wir uns eine Pizza teilen, dazu einen Rosé. Es ist tatsächlich das erste Mal, dass wir in diesem Restaurant drinnen sitzt, aber auch hier haben wir einen sehr schönen Blick hinaus auf die Förde.

Der Rückweg im Schlauch zu unserer "Hanna" ist ganz schön kalt. Als wir an Bord steigen, machen wir als erstes die Gasheizung an.

14.05.2026, Ankerplatz vor Holnis

Die Nacht war ruhig aber kalt, Außentemperatur nur 4 Grad. Die Heizung hatten wir nicht an. Dank der fernbedienbaren Dieselheizung, starte ich gegen 6 Uhr morgens die Heizung per Fernbedienung aus dem warmen Bett.

Bei unserem Morgenkaffe gegen 7:30 entschließen wir uns, heute hier vor Anker zu bleiben. Gegen Mittag kommen Freunde von uns mit dem Auto nach Holnis und wir fahren zusammen nach Glücksburg, wo wir im "Café am Schloss" einkehren. Das Café ist wirklich sehr zu empfehlen! Wir sitzen draußen und es gibt leckere Torte und dazu einen Café

Im Anschluss daran raffe ich mich auf und steige in meine Joggingklamotten und laufe nach Schausende (4,93 km), wo wir uns dann alle wieder treffen. Auch Schausende ist wirklich schön. Wir spazieren vom Hafen aus Richtung Norden entlang der Flensburger Förde und zurück durch die Siedlung.

Zum Abend hin wird es wieder kalt, 11 Grad gegen 18 Uhr. Als wir wieder zurück an Bord sind, verziehen wir uns gleich unter Deck und schalten die Heizung ein.

15.05.2026, Ankerplatz vor Holnis - Marina Minde

Über Nacht sollte der Wind auf südliche Richtungen drehen. Als ich nachts aus dem Fenster schaue, bestätigt sich, dass die Vorhersage richtig war. Wir liegen parallel zum Ufer und unser Schiff fängt durch die sich aufbauende kleine Welle leicht an zu rollen.

Nach einem Blick auf die Wetter-App während unseres Morgenkaffees ist klar, wir segeln zurück nach Marina Minde, wo wir bis zum Wochenende bleiben. Der Wind nimmt über die folgenden Tage noch deutlich zu und es wird noch einmal etwas kälter. Samstag fällt das Thermometer tagsüber zeitweise bis auf 8°C.

Wir nutzen die Zeit und verfolgen die 45. Rum-Regatta; genauer gesagt, findet heute die "Flensburg-Regatta" von Sønderborg nach Flensburg statt und morgen, Samstag, die eigentliche "Rum-Regatta". Es sind um die 80 Traditionssegler gemeldet. Wir verfolgen beide Regatten von Land aus, es ist wirklich toll anzusehen und es ist beeindruckend, wie die betagten Segelboote Böen bis 7 Bft wegstecken.

Wir hatten beim Einlaufen in Marina Minde heute morgen gesehen, wie die Dänische Polizei ein riesiges Schlauchboot zu Wasser lässt. Ein Schlauchboot dieser Größe habe ich noch nicht gesehen. Bestückt war es mit 2 x 250 PS! Wir konnten das Boot am Nachmittag via AIS verfolgen und es wundert uns nicht, dass die "Politi" mit 44 Knoten und mehr unterwegs war. Wie wir später erfahren, haben die Beamten neben der Begleitung der Regatta, auch viele Sportboote kontrolliert, mit sehr erfreulichem Ergebnis: Es gab kein Beanstandungen, weder in Bezug auf nicht mitgeführte Ausweise/Scheine noch in Bezug auf Alkohol!

Eine historische Wohnung für die Arbeiter der Ziegelei "Cathrinesminde"

Nachdem wir die "Flensburg-Regatta" eine Weile von Brunsnæs aus beobachtet haben, fahren wir auf dem Rückweg nach Marina Minde bei der alten Ziegel "Cathrinesminde", die unten an der Förde zwischen Brunsnæs und Broager liegt, vorbei. Die Ziegelei ist schon lange nicht mehr in Betrieb und ist jetzt ein Museum - wirklich sehenswert! Ein Großteil der Anlage ist einfach so begehbar, auch die Unterkünfte für die Arbeiter. Das Ganze ist wirklich eine schöne Anlage und einen Besuch wert.

Am heutigen Freitag Abend gesellen wir uns dann in Høruphav Havn zu dem angekündigten Bianca 27-Treffen. Da es draußen einfach zu kalt ist, versammeln wir uns im Vereinsraum. Es wird ein wirklich geselliger Abend mit tollen Gesprächen. Ein großes Danke an Doris und Kay von Eitzen!

Nächstes Wochenende ist schon Pfingsten und wir hoffen auf etwas wärmere Temperaturen!

 


Dieses Boot liegt direkt vor der Ziegelei "Cathrinesminde" - es steht zum Verkauf.

Ziegeleimuseum Cathrinesminde

Ziegeleimuseum Cathrinesminde

Flensburg-Regatta

Traumhaftes Ankern vor der Schwennaumündung

09.05.20226, Marina Minde – Ankerplatz vor der Schwennau

Heute ist Samstag, der 9. Mai und wir legen bei sonnigem Wetter, aber noch etwas kühlem Ostwind in Marina Minde ab. Auf dem Weg vom Parkplatz zu unserem Liegeplatz trafen wir einige Bekannte, und wir haben uns einwenig festgesabbelt, sonst wären wir schon deutlich früher losgekommen. Einige haben wir seit Herbst letzten Jahres nicht gesehen und eigentlich sind wir immer froh, wenn Alle wieder gesund und munter zurück in Marina Minde sind.

Da wir nur eine Nacht bis morgen unterwegs sein werden, haben wir uns für einen neuen Ankerplatz entschieden, der nur gut 4 Seemeilen von Marina Minde entfernt ist. Wir lassen es uns heute gut gehen und wollen heute Abend im „Glückselig“ etwas Essen.

Nach gut einer Stunde geht der Anker vor der Schwennau über Bord und wir fahren ihn mit Backhalten der Fock ein. Beim Zurücksetzen kommt der ersehnte Ruck, ein Zeichen dafür, dass der Anker im Grund der Förde fest sitzt. Bei östlichen Winden ist das hier ein wirklich wunderschöner Ankerplatz. Man überblickt die Flensburger Förde in beide Richtungen, von Südwest bis Nordost. Auch der Hafen von Glücksburg liegt auf Sichtweite.

Nach dem Motto „ohne Fleiß kein Preis“ ringe ich mich dazu durch, an Land zu paddeln und eine Runde joggen zu gehen. Nicole kommt gleich mit und setzt sich mit einem Buch und einem Getränk in einen der Strandkörbe.

Nach "getaner Arbeit“ entschließen wir uns, direkt einen Spaziergang zum Glücksburger Sportboothafen zu unternehmen. Der Weg, direkt entlang an der Flensburger Förde, ist wirklich ein Traum! Vor dem „Strandhotel“ ist ordentlich was los. Offensichtlich findet auf dem Gelände des Hotels ein Oldtimertreffen mit 911ern aus dem Kreis Steinburg statt – schön anzusehen! Auch auf dem Vereinsgelände des FSC tobt das Leben. An diesem Wochenende wird der sogenannte „Culix Cup“ ausgetragen, ein Wettrennen von OK-Jollen aus Deutschland und Dänemark.

Schließlich gehen wir zurück zu unserem Schlauchboot und setzen zu unserer „Hanna“ über. Nachdem ich das Solarpanel ausgerichtet habe, starten wir unser Abendprogramm. Es gibt eine kleine Vorspeise in Form von Scampis, Schinken und Gewürzgurken, die Nicole auf einem Tablett zu servieren pflegt. Die Abendsonne scheint ins Cockpit und wir genießen bei einem Schluck Wein bzw. Bier die phänomenale Aussicht auf die Förde und auf die von Sandbänken flankierte Mündung der Schwennau.

Schließlich setzen wir mit unserem Schlauchboot erneut an Land über und finden einen schönen Platz auf der Terrasse des Restaurants „Glückselig“. Auch von hier eine traumhafter Blick! Wir haben es uns ziemlich genau überlegt, ob wir hier einkehren, denn die Preise sind, gelinde ausgedrückt, als „stattlich“ zu bezeichnen. Bis auf die Tatsache, dass wir etwas länger auf unser Essen warten müssen, sind wir sehr zufrieden, das Essen schmeckt und man wird auch satt.

Den Abend lassen wir dann an Bord ausklingen, später unter Deck mit laufender Gasheizung. Erst nach Mitternacht geht es in die Koje.

10.05.20226, Ankerplatz vor der Schwennau - Marina Minde

Der Wind hat, wie angekündigt, auf westlich gedreht, so dass wir auflandig liegen. Der heutige Morgen präsentiert sich in einem Mix aus hochnebelartigen Wolken und kleinen sonnigen Lücken, der einen stimmungsvollen Kontrast von sonnenbeschienenem Ufer vor dunklem Hintergrund führt – dazu nahezu Windstille, wunderschön!

Nach dem Frühstück holen wir gegen halb zehn den Anker hoch. Wir wagen das Experiment, nur mit der Fock und ohne Motor genügende Fahrt aufzunehmen, um aus der Legerwallsituation zu kommen. Wir haben das Schwert ausgefahren und sehr langsam geht die Bewegung des Schiffes von Vertreiben in Vorwärtsfahrt über. Wir haben wenig Spielraum und teilweise nur 70 cm unter dem Kiel (mit Schwert, noch weniger), aber es funktioniert! Den Rest der Strecke motoren wir dann aber, denn wir müssen heute zeitig zu Hause sein. Unser Jüngster hat heute ein erstes Treffen seiner Konfirmandengruppe. Im Anschluss daran sind die Eltern zu einem gemeinsamen Gottesdienst eingeladen, wo wir selbstverständlich nicht fehlen wollen.

 


1. Mai – Sonne satt!

30.04.2026, Marina Minde

Leider kommen wir heute erst sehr spät von zu Hause los, so dass wir nach der Ankunft in Marina Minde auch nicht mehr Ablegen.

Wir verbringen einen sehr kurzweiligen Abend an Bord der „Mari Sol“, die schräg gegenüber von uns ihren Liegeplatz hat.

01.05.2026, Marina Minde - Ankerplatz gegenüber von Høruphav Havn

Gegen 8 Uhr legen wir in Marina Minde ab. Die Sonne scheint, alleine der Wind ist heute Mangelware. Wir motoren die gesamte Strecke bis zu unserem Ankerplatz im Hørup Hav. Gegenüber vom Hafen legen wir uns an der Ostseite der Halbinsel Kegnæs vor Anker.

Es ist ein wirklich schöner Tag, mit angenehmen Temperaturen und wolkenlosem Himmel. Blaues Waser, umsäumt von frühlingshaftem Grün und dazu die weißen Segel - mehr geht nicht! Von unserem Ankerplatz aus können wir die zahlreichen Segelboote mit Kurs auf den Hafen und das Haff beobachten – es ist Saisonstart, kein Zweifel! Üblicherweise haben wir bei östlichen Winden deutlich mehr Ankernachbarn, heute sind es nur zwei. Die meisten Segler fahren weiter in das Haff hinein, und legen sich, wohlwissend, dass der Wind morgen früh auf Südwest dreht, vor der nördlichen Seite der Halbinsel Kegnæs vor Anker. Wir aber wollen die Nähe zum Hafen nutzen, da wir heute noch mit Schlauchboot dorthin übersetzen wollen.

Der Tag vergeht ohne große Mühen und unser Jüngster ist entweder mit unserem Schlauchboot oder SUP unterwegs. Es gibt viel zu sehen, so fliegt ein Hubschrauber zum Greifen nahe über uns hinweg. Am Nachmittag unternehmen wir dann von unserem Ankerplatz aus einen Spaziergang. Wir gehen Richtung Norden zu der sandigen Landzunge von Kegnæs, von dort Richtung Osten und dann auf einem kleinen Pfad zur Straße „Kegnæs Færge“, die zurück zu unserem Ankerplatz führt. Eine wirklich schöne Runde mit toller Aussicht auf das Haff.

Nach dem Abendessen fahren Nicole und ich mit unserem Schlauchboot zum gegenüberliegenden Hafen. Das Haff hat an dieser Stelle eine Breite von ca. 0,5 SM. Das Wasser hat nur 8°C und ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass ein Ausfall des Außenborders oder ein Leck in einem der Luftkammern unseres kleinen Dingis keine gute Sache wäre – ich merke, ich werde älter, solche Gedanken habe ich mir früher nicht gemacht!

Der Høruphav Havn ist gut belegt und die Grillplätze gut besucht. Abermals finden wir uns auf der „Mari Sol“ ein, die vorhin mit atemberaubender Geschwindigkeit an unserem Ankerplatz vorbeigesegelt ist. Unser Besuch ist kurz, denn die Dämmerung setzt bereits ein. Bei aufsteigendem Mond, der gerade in goldenem Rot über der Halbinsel Kegnæs steht, gehen wir bei unserer „Hanna“ längsseits und steigen an Bord. Der Abend klingt dann bei laufender Gasheizung und einem Gesellschaftsspiel mit unserem Jüngsten unter Deck aus.

02.05.2026, Ankerplatz gegenüber von Høruphav Havn – Sønderborg Lystbådehavn

Ein traumhafter Morgen, heute ist es noch einmal etwas wärmer als gestern. Der Wind dreht, wie angekündigt, auf Südwest, so dass wir parallel zum Ufer liegen. Erst gegen Mittag lichten wir den Anker und kreuzen aus dem Haff heraus. Ideale Bedingungen zum Segeln: Wolkenloser Himmel, 3-4 Windstärken und dazu 21°C Außentemperatur. Nicole steuert unsere „Hanna“ mit einem hochzufriedenen Gesichtsausdruck. Wenn meine Frau glücklich ist, bin ich es auch!

Gegen viertel vor vier machen wir am ganz östlichen Steg des Sportboothafens fest. Die restliche Zeit bis zum Abendessen vergeht wie im Fluge. Das Abendessen nehmen wir abermals in unserer Plicht ein, wir genießen die Abendsonne und das Hafenambiente. Es ist diese Art des Zeitvertreibes, die ohne große Mühen vonstatten geht, wenn da nicht dieser eine Eigner auf der anderen Seite der Boxengasse wäre, der ganz offensichtlich mit seinen Winterarbeiten in Verzug geraten war. Er hat eine große Spraydose herausgeholt und beginnt, seine Sprayhood sowie Segelkleid damit zu imprägnieren. Leider weht der Wind, von uns aus gesehen, direkt aus dieser Richtung, so dass wir uns einem Sprühnebel ausgesetzt sehen, der zu einem bitteren Geschmack auf der Zunge führt. Ich bleibe zunächst ruhig und suche unsere Örtlichkeit unter Deck auf, nach dem Motto, der ist bestimmt gleich fertig. Aber als ich unter Deck ebenfalls diesen penetranten Geruch wahrnehme, steigt es in mir hoch und ich poltere wutentbrannt den Niedergang hoch, stelle mich hinten an den Heckkorb unsere Schiffes und fordere den Zeitgenossen, in zugegebenermaßen etwas unfreundlichen Ton auf, seine Arbeiten umgehend einzustellen. Zu meiner Überraschung zeigte er sich sofort einsichtig und reumütig, was im Nu jegliche Grundlage für meinen Wutausbruch entbert! Gleichzeit werde ich aufmerksam auf die ansehnliche Zahl an Zuschauern auf den Nachbarbooten. Tja, es gibt Tage, da habe ich besser dagestanden!

03.05.2026, Sønderborg Lystbådehavn - Marina Minde

Der heutige Morgen präsentiert sich in einem einheitlichen Grau, teilweise mit kräftigen Schauern. Gegen viertel vor zehn legen wir ab und motoren nach Marina Minde. Wir sind nicht die Einzigen, die den Kurs in die Förde nehmen. Das erste schöne und verlängerte Wochenende geht zu Ende.

Unser Fazit: Abermals kommen wir zu der Erkenntnis, dass sich die Arbeiten im kalten und zeitweise feuchten Winterlager lohnen und, dass wir gut beraten sind, so weiter zu machen!

 



Erste Ankernacht – Eis an Deck

07.04.2026, Marina Minde - Ankern in der Skelde Vig

Nach zwei Tagen mit stürmischen Winden ( max. 53 Knoten gemessen), soll es heute und morgen wenig Wind geben. Bevor wir in See stechen können, müssen wir allerdings noch einiges erledigen. Dazu gehört das Anschlagen der Segel und das Befüllen des Frischwassertanks. Kurz vor Mittag haben wir das Notwenigste abgearbeitet und legen dann in Marina Minde ab. Direkt hinter der Hafenausfahrt machen wir den Motor gleich wieder aus und hissen die Segel. Leider nimmt der Wind weiter ab und wir machen später weniger als 1 Knoten Fahrt. Daher starten wir noch einmal den Motor und nehmen Kurs auf Skelde Vig, wo wir uns ganz im Osten der kleinen Bucht vor Anker legen. Auf der Fahrt haben wir unzählige Schweinswale gesichtet, was möglicherweise mit Heringsschwärmen, die zu dieser Jahreszeit zum Laichen in die Förde ziehen, zusammenhängen könnte.

Der Anker hält sofort in dem sandigen Untergrund. Die Luft ist ziemlich kalt, aber in der Sonne und im Windschatten der Sprayhood kann man es sehr gut aushalten. Wir heute bleiben einfach an Bord und genießen die Ruhe und zum Abend einen herrlichen Sonnenuntergang. Es wird nochmal richtig kalt und wir sind froh, dass unsere Gasheizung wieder funktioniert. Als "Backup" hätten wir dann noch unsere neue Dieselheizung, die ich im Mai letzten Jahres eingebaut habe.

08.04.2026, Ankern in der Skelde Vig - Lanballigau - Marina Minde

Da wir während der Nacht aus Sicherheitsgründen immer die Heizung ausmachen, egal ob Heizlüfter, Gas- oder Dieselheizung, ist es am Morgen wirklich kalt unter Deck.  Gegen 6 Uhr arbeite ich mich aus meiner Koje und verbinde den Gang zur Örtlichkeit mit dem Einschalter der Gasheizung. Wir haben um die 5 Grad Celsius unter Deck. Als wir kurz nach 7 Uhr aufstehen, haben wir immerhin schon wohlige 17 Grad. Draußen an Deck hat sich während der Nacht Raureif gebildet, es war definitiv unter 0 Grad.

Den Vormittag verbringen wir mit kleinen Reparaturarbeiten, wie das Abdichten des Wasserhahns am Spülbecken sowie mit einem kleinen Landausflug. Dieser Ankerplatz bietet in Bezug auf Ausflüge nicht sehr viele Möglichkeiten. Wir spazieren die westlich der Bucht gelegene kleine Straße "Skrækkehøj" hoch bis zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, drehen dann aber nach einer Linkskurve wieder um. Der einzig mögliche Rundweg wäre für heute zu lang. Auf dem Rückweg haben wir einen schönen Blick auf die "Skelde Vig" und unser Schiff.

Um 14 lichten wir dann den Anker und nehmen Kurs auf Langballigau. Wir haben aus Bequemlichkeit nur die Fock ausgerollt. Der Wind mit um die 2 Beaufort aus Ost beschleunigt unsere Hanna auf gerade einmal 2,5 Knoten. Gegen 16:30 fahren wir in den noch fast leeren Hafen von Langballigau. Unter Beobachtung zahlreicher Touristen, legen wir gleich vorne links von der Hafeneinfahrt an. Nach einem kleinen frisch aufgebrühten Kaffee, schauen wir uns ein wenig um in Langballigau. Es gibt ein neues Restaurant mit dem Namen "Green Gold Café", das in dem Gebäude des ehemaligen Kioskes direkt am Hafen, 2024 geöffnet hat. Die Bewertungen sind sehr gut, wir werden es sicher einmal ausprobieren. Heute aber haben wir uns entschieden, noch nach Marina Minde zurückzufahren, da morgen wieder viel Wind vorhergesagt ist. Außerdem ist es noch ganz schön kalt, insbesondere durch den seit heute Morgen vorherrschenden Ostwind.

Gegen 16:30 legen wir dann wieder ab und segeln mit Vollzeug Richtung Marina Minde. Bei guten 3 Beaufort laufen wir maximal 5,9 Knoten. Wir haben den Eindruck, dass wir ziemlich schnell unterwegs sind. Liegt es am neuen Weichantifouling? Warum nicht, einfach mal daran glauben!

Gegen 17:45 sind wir dann in unserer Box in Marina Minde fest. In Marina Minde sind im Vergleich zu Langballigau deutlich mehr Schiff aus dem Winterlager zurück an ihren Liegeplätzen. Der Hafen wirkt hier schon deutlich belebter.

Nun hoffen wir in den kommenden Wochen auf etwas steigende Temperaturen. Für eine Nacht war es ok bei Minusgraden, aber für eine entspannte Zeit an Bord erhoffen wir uns demnächst zweistellige Temperaturen.

 



Krantermin – 30. März 2026

29.03.2026, Marina Toft

Ein langer und kalter Winter liegt hinter uns. Wir hatten "in weiser Voraussicht"  bereits einen großen Teil der notwendigen Arbeiten im Herbsturlaub erledigt. Die letzte Lackschicht hat Nicole im Februar aufgetragen sowie das Überwasserschiff poliert. Das Ergebnis ist ein nunmehr 55 Jahres altes Schiff, dass mit glänzendem Holz und Schiffsrumpf in der Halle auf dem Bock steht und wartet ins Wasser zu kommen. Es passierte häufiger, dass ich bei meinen Arbeiten in der Halle auf das äußere Erscheinungsbild unserer alten Lady angesprochen werde. Da bleibt mir dann nichts weniger, als das Lob an Nicole weiterzugeben. Es gibt auch immer wieder Freizeitkapitäne, die mir auf meine aufklärenden Wort mit "Hast Du das gut!" entgegnen, oder mit: "Kannst Du gerne mal bei mir vorbeischicken!"

Im Oktober hatte ich das Unterwasserschiff geschliffen und stellen dieses Jahr um von Hartantifouling auf selbstpolierendes Antifouling. Wir sind sehr gespannt, wie sich das bei uns bewährt. Die Opferanoden am Ruderblatt hatte ich abmontiert und aufgearbeitet, die Opferanode an der Welle ist neu.

Unser Krantermin am 30. März um 09:30 Uhr steht nun seit Ende Januar fest. Seit einigen Tagen blicken wir allerdings etwas sorgenvoll auf das Wetter: Für unseren Krantermin ist Starkwind mit bis 10 Bft vorhergesagt, dazu Regen und Tageshöchsttemperaturen von 9 °C.

Am Freitagnachmittag, den 27. März  fahren wir nach Gråsten und schauen uns auf dem Gelände der Marina Toft um. Unser Mast liegt bereits auf Lagerböcken, draußen am Mastenkran. Heute werden wir hier nicht mehr aktiv, sondern werden den morgigen Samstag sowie Sonntag für restlichen Arbeiten am Schiff erledigen. Außerdem werde ich den Mast vorbereiten. Statt der ursprünglich angesagten 10 Bft sind jetzt nur noch 6 Bft vorhergesagt, ein Glück! In der Nacht zu Montag soll es allerdings nochmal starke Schauer geben. Auch wenn ich mir viel Mühe mit Maßnahmen gegen eindringendes Wasser in Stecker und Lampenfassungen gebe (z.B. Umwickeln der Steckerverbindungen am Mast mit selbstverschweißendem Dichtband), habe ich ein ungutes Gefühl, wenn der Mast waagerecht aufgebockt im Regen liegt. Aber was hilft es,  ist jetzt halt so!

Am Montag sind wir gegen 9 Uhr vor Ort. Unsere "Hanna" hängt bereits in den riesigen Gurten am Mastenkran. Mit einem Rest unseres Antifoulings (Seajet 033, Self Polishing, Black) werden die Flächen, die im Winterlager durch die Pratzen verdeckt waren, angestrichen. Dann geht es auch schon Richtung Wasser und verholen unser Schiff mit der Vor-und Achterleine zum Mastenkran und 20 Minuten später kann ich schon die Rollfockanlage am Bug anschlagen, wenig später sind alle Wanten und Stage fest. An dieser Stelle muss ich abermals eine Lanze für die dänische Arbeitsmentalität brechen: Claus und sein Team erledigen ihre Arbeiten ebenso umsichtig, wie gelassen,  gepaart mit einem gehörigen Maß an Humor - einfach beeindruckend! So ein Arbeitsklima täte uns Deutschen auch wirklich gut! Statt Verbissenheit, Gelassenheit, statt Griesgrämigkeit, Humor. Leider beweise ich unausweichlich, dass ich ein Deutscher bin! Als ich mich vorhin an unserem Mast zu schaffen machte und letzte Handgriffe, wie das Entfernen der Plastiktüten erledige, fängt es sofort an zu regnen, was dazu führte, dass ich sehr unangenehme Schimpfwörter mit gedrückter Stimme herauspresste, ohne zu merken, dass hinter mir ein Kollege von Claus zugegen war. An seinem verstörten Blick konnte ich sehen, dass er offenbar Deutsch versteht! Auch mein egalisierendes Achselzucken konnte mit der peinlichen Situation nicht vollständig aufräumen.

Um 09:51 starte ich das erste Mal in diesem Jahr den Motor. Wir haben vom Kranführer erfahren, dass entgegen der Planung, die Egernsund Brücke schon heute wieder frei ist. Sie war wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten eine Woche für den Schiffsverkehr gesperrt. Während Nicole mit dem Auto nach Marina Minde fährt, halte ich mich im Wartebereich der Brücke mit gehisster Signalflagge "N" (blau-weiß kariert) auf, um die Öffnung um 10:15 zu nehmen. Pünktlich ist das Läuten von der Brücke zu hören. Als Wiedergutmachung für den Schauer von vorhin, kommt nun für das Passieren der geöffneten Brücke die Sonne heraus. Mit schlagenden Fallen und hin- und her schwenkendem Großbaum fahre ich bei 4-5 Bft aus westlicher Richtung auf die Förde. Als ich aus dem engen Fahrwasser herauskomme, schalte ich in Leerlauf, um Abhilfe zu schaffen. Klappernde Falle kann ich einfach nicht ertragen! Außerdem schlage ich noch die Großschot an und tüddel die Fender an die Reling und bereite die Vor- und Achterleinen vor.

Es ist ein großartiges Gefühl mit unserer "Hanna" in Marine Minde einzulaufen, mit dem Wissen, dass die Segelsaison beginnen kann. Der Hafen ist nachvollziehbarerweise noch recht leer. Nicole steht bereits am Steg und kann die Vorleinen entgegennehmen.

Um 10:41 mache ich den Motor aus - es ist geschafft, jetzt müssen wir eigentlich nur noch unsere Wasseranlage in Betrieb nehmen, die Segel anschlagen und das Rigg einstellen, dann sind wir startklar. Die Saison 2026 kann beginnen!

 

 

Unser Treffen der Delphin-66-Liebhaber – Februar 2026

15.02.2026, Vereinsraum des SVE

Es ist nun 10 Jahre her, dass wir im Vereinsraum des SVE zusammengekommen sind. Dennoch war es erst unser 8. Treffen, da die Veranstaltung in den Jahren 2021/22 wegen der Corona-Maßnahmen ausfallen musste. Wie auch immer, es haben uns viele Delphin-Enthusiasten nunmehr 10 Jahre die Treue gehalten – herzlichen Dank dafür!

So waren wir am vergangenen Sonntag 24 Teilnehmer, einschließlich unseres Pfleghundes Sissie. Nach unserer Begrüßung meldete sich Peter Lehr zu Wort und verkündete, dass der langjährige Eigner der Baunummer 19 „Kathy“, Hans Cather, Ende letzten Jahres verstorben ist. Das war eine sehr traurige Nachricht für uns Alle – in Gedenken an Hans, hielten wir gemeinsam eine Schweigeminute ab.

Zum Start der Vortragsreihe ging ich zunächst auf den Punkt Neuzugänge bzw. Verkäufe ein. In diesem Zuge machte ich deutlich, dass sich der Trend mit dem stetig abnehmenden Interesse von neuen Eignern an derartigen Veranstaltungen weiter fortsetzt. Oft bleibt eine Kontaktaufnahme nach dem Verkauf durch die neuen Eigner aus.

Im Anschluss daran stellte ich in Kürze zwei sehr nützliche Apps zum Navigieren in der Nord- oder Ostsee vor. Es handelt sich hier um die Apps

  • "SEJLSIKKERT" (jetzt "OnBoard")
  • "app.fcoo.dk" -> das ist eigentlich keine App sondern eine webbasierte Anwendung

 

Die App "SEJLSIKKERT" wurde unlängst in die App „Onboard“ überführt. Hier ist eine Registrierung per E-Mail erforderlich.

Für den darauffolgenden Vortrag hatten wir ein paar „technische Handgriffe“ zu erledigen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Denn der Vortragende sollte per Teams aus Lippstadt zugeschaltet werden. Für unsere Zuhörer war das der geeignete Zeitpunkt für die Eröffnung des Kuchenbuffets! An dieser Stelle ein herzlichen Dank für diese vielfältigen Köstlichkeiten!

Schließlich stand die Verbindung via Teams und Markus Schmidt konnte in seinem Beitrag auf die Herangehensweise zum Finden eines bootsspezifischen, optimalen Kurses eingehen, mit dem ein gesetztes Ziel unter Berücksichtigung der Windrichtung möglichst schnell erreicht werden kann. Mithilfe eines Polardiagrammes aber auch mit Wetter Routing und vernetzten Systemen lässt sich eine optimale Turnplanung vornehmen. Für Interessierte würde Markus seine Präsentation nach Absprache zur Verfügung stellen.

Anselm Werthschulte ist in der vergangenen Saison weit gereist. In seinem darauffolgenden Beitrag berichtete er anhand von umfangreichem Bildmaterial von seiner Monate dauernden und ereignisreichen Seereise nach Stockholm. Es war wieder einmal der eine oder andere Geheimtipp dabei.

Zuletzt hatte Achim Lappe das Wort. Er ist ein ungemein erfahrener Segler und kennt die Deutsche Bucht wie seine Westentasche. Anhand der an die Wand projizierten Seekarte von OpenSeaMap konnte Achim auf die Besonderheiten in diesem herausfordernden und durch Tidenströmungen geprägten Revier eingehen. Es wird klar, dass das Revier ein „Must have“ in der Turnplanung sein muss!

Unsere vierbeinige Zuhörerin "Sissie" hat sich tapfer geschlagen!

Nicole und ich danken allen Vortragenden für ihr Engagement!

Wir wünschen Allen Segelnden eine schöne Saison 2026!

Nicole und Axel – „Hanna“, Baunummer 9

Delphin-Liebhaber: Wir treffen uns wieder am 15. Februar 2026!

Schon wieder ist ein Jahr rum und unser 8. Wintertreffen der Delphin-Liebhaber steht vor der Tür! Mithilfe der Online-Abfrage haben wir den folgenden Termin gefunden:

Wir treffen uns am

15. Februar 2026, um 15 Uhr,

im Vereinsheim des Seglervereins Elmshorn 

Wisch 20, 25336 Elmshorn

Gäste sind herzlich willkommen, um kurze Rückmeldung wird gebeten, bei

Axel Breuer

0176 325 38 98 7

axelbreuer@gmx.de

Unser Programm gestaltet sich nach heutigem Stand wie folgt:

  1. Begrüßung - Nicole und Axel
  2. Aktuelles ("neu dabei", Verkäufe) - Axel Breuer
  3. Nützliche (erforderliche) Apps für sorgenfreies Navigieren in Dänischen Gewässern  - Axel Breuer
  4. Kaffepause mit Kuchenbuffet
  5. Polardiagramme, Wetter Routing und
    vernetzte Systeme für eine optimale
    Geschwindigkeit beim Segeln - per Onlineschalte Markus Schmidt
  6. Reisebericht: Schwedische Ostscheren mit Stockholm - Anselm Werthschulte
  7. Navigieren in der westlichen Nordsee - Achim Lappe
  8. Diskurs und geselliges Beisammensein

Wir freuen uns auf Euch,

Nicole und Axel ("Hanna", Baunummer 9)

„Winnetou“ – Baunummer 40 steht zum Verkauf!

„Winnetou“ zu kaufen!

Wir verkaufen unsere Delphin 66

Länge: 9,75 m

Breite: 3,00 m

Tiefgang: 1,6 m (fest)

Segelfläche: 37,85 m²

Wichtig: Der Kiel wurde umgebaut – es gibt kein absenkbares Schwert mehr (siehe Bild am Kran).

Zurzeit steht sie auf dem Bock und es gibt noch ein paar Arbeiten zu erledigen vor dem nächsten Turn. Da uns dafür die Zeit fehlt, sind offen für eine Preisverhandlung.

Wir geben unser Boot schweren Herzens ab, da wir inzwischen Eltern geworden sind und im Moment keine Zeit mehr für unser Hobby haben. Es wäre schön, wenn die Delphin 66 in gute Hände kommt und weiter Freude bereitet.

Preis: VB

Kontakt: winnetou@tobias-k.de

Hier geht es zum Steckbrief der „Winnetou“: Baunummer 40 – Winnetou

 

„Voll in die Gänge“ mit Winterarbeiten

20.10. - 24.10.2025, Marina Toft

Von unseren "Altvorderen" aus unserem Verein, von denen leider schon einige nicht mehr unter uns weilen, haben wir gelernt, dass die beste Zeit für die Arbeiten im Winterlager (wie Schleifen, Lackieren usw.) der Herbst ist - aus einem nachvollziehbaren Grund: An den Oberflächen des Schiffsrumpfes schlägt sich noch nicht so sehr Feuchtigkeit nieder. Das Problem zum Frühjahr hin ist, dass das Schiff durch die tiefen Temperaturen im Winter stark auskühlt, und die Feuchtigkeit, die in der wärmeren Luft gespeichert ist, an den kalten Oberflächen des Schiffes auskondensiert. Daher ist unser Unterwasserschiff zum Frühjahr hin oft richtig nass.

Wir haben nun in den Herbstferien eine Woche Urlaub und nutzen die Zeit für erste Arbeiten. Ich mache mich an das Unterwasserschiff und Nicole beginnt mit den ersten Holzteilen. Wir sind tatsächlich die Einzigen in der Halle.

Das Schleifen des Unterwasserschiffes ist gemäß Hallenordnung nur mit einer Schutz-Folie, die bis auf den Boden reicht und einer Schleifmaschine mit Absaugung von mindestens 1.000 Watt erlaubt. Nach dem Anbringen der Folie, ziehe ich mir einen Einweg-Overall über, montiere die Filter an der Schutzmaske. Nachdem ich die Schutzmaske und den Gehörschutz angelegt habe, kann es auch schon losgehen. Die Arbeiten unter diesen Bedingungen sind schon etwas beschwerlich: Es ist nicht viel Platz unter der Folie, die Sicht ist nicht die beste, die Rotex-Schleifmaschine mit angeschlossenem Absaugschlauch ist auf Dauer schwer zu halten. Diese Arbeiten dauern dann 2 Tage, jeweils 3 Stunden. Ich bin nach drei Stunden Schleifen dann auch echt erledigt!

Nicole kommt mit ihren Schleifarbeiten auch gut voran. Ziel ist es, einen Großteil der anzuschleifenden Flächen zum Ende des Urlaubs fertig zu haben. Bevor die Temperaturen unter 10 Grad fallen, möchte Nicole schon eine von insgesamt drei Schichten aufbringen.

Zum Ende des Urlaubs sind wir mit unseren Arbeiten weites gehend zu frieden. Auf dem Titelbild ist unsere Hanna mit folgenden erledigten Arbeiten zu sehen: Fertig angeschliffene Holzteile, wie Schanz, Handläufe, Mastfuß, "Garage" der Schiebeluke usw., fertig geschliffenes Unterwasserschiff und Schiffsschraube, gereinigte Ab- und Zuflüsse (Pocken) und abmontierte Opferanoden (2 Stück am Ruderblatt und eine an der Antriebswelle). Außerdem musste ich den Stecker des Kabels vom Dampferlicht reparieren, das sich das Kabel offensichtlich beim Abziehen, vor dem Legen des Mastes, gelöst hatte. Der darauf folgende Funktionstest des Dampferlichtes verlief positiv. Nächstes Wochenende geht es dann weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kranen in Marina Toft 2025

17.10.2025, Marina Toft

Gerade sind wir auf den Parkplatz von Marina Toft gefahren, da kommt ein freundlicher Mitarbeiter der Marina Toft auf uns zu und teilt uns mit, dass wir im Prinzip direkt mit dem Kranen loslegen könnten - also fast eine Stunde vor unserem eigentlichen Termin. Das ist Ansporn genug für uns zu zeigen, dass wir flexibel und schnell sind! Während ich eilig ("hastig" passt wahrscheinlich besser) in meine Arbeitsklamotten springe, geht Nicole schon an Bord und startet den Motor. Alle anderen Arbeiten, wie Segel abschlagen, Splinte der Wanten abmontieren, Wassertank leeren, Großschot und Baumniederholer abschlagen sowie SUP und Schlauchboot von Bord nehmen, hatten wir bereits letztes und vorletztes Wochenende erledigt. Auch die Kuchenbude hatte wir schon mit nach Hause genommen und so dauert es keine 10 Minuten von der Ankunft mit dem Auto in Toft und dem Starten des Motors unserer Hanna. Nicole legt alleine ab, während ich mit Gießkanne, Frostschutzmittel und Material zum Einwintern des Mastes zum Mastenkran gehe, wo ich Nicole in Empfang nehme. Nach dem Festmachen lassen wir den Motor weiter laufen, mischen das Frostschutzmittel im Verhältnis 1:3 mit Frischwasser an. Dann gehe ich unter Deck, klappe die Abdeckung vom Niedergang hoch, nehme den Wasserfilter für den Seewasserkreis aus der Halterung und binde ihn über dem Niedergang fest. Nun kann ich den Deckel des Wasserfilters abschrauben und das Gemisch mit der kleinen Gießkanne bei laufender Maschine in den Zulauf des Filters zum Kühler füllen. Nicole steht bereits am Heck mit Blick auf den Auspuff und schaut, ob "blaues Wasser" kommt. Als dieses der Fall ist, macht sie schnell den Motor aus. Anschließend fülle ich noch eine weitere Gießkanne mit angemischtem Frostschutz in die Toilette. Zwischenzeitlich hatte der Mitarbeiter von Toft schon unseren Mast am Mastenkran angeschlagen und war dabei, die Wanten von den Watenspannern abzumontieren. Leider hatte ich noch nicht den Mastbolzen herausgezogen, sondern die Mutter nur losgedreht. Dass führte zwangsläufig zum Verkanten des Bolzens. Daraus lerne ich für nächstes Mal: Der Mastbolzen muss vor dem Anschlagen am Mastenkran raus!

Aber dann geht alles sehr schnell: Es dauert keine 10 Minuten und der Mast liegt auf den bereitgestellten Lagerböcken und wir können unsere Hanna vor den Schiffskran ziehen. Der Mitarbeiter von Toft hat bereits die Fernbedienung für den Schiffskran in der Hand und beginnt, die riesigen Schlaufen unter dem Schiffsrumpf zu positionieren. Es ist schon faszinierend, dass man dieses Ungetüm mit einer kleinen, handlichen Fernbedienung so präzise steuern kann - Technik, die mich begeistert! Nicole hat schon ein Foto vom Kranen aus letztem Jahr parat. Damit kann der Kranführer abschätzen, wo er die Schlaufen zu positionieren hat.

Die Spannung steigt, als das Schiff langsam aus dem Wasser gehievt wird: Wie ist es dieses Jahr um den Bewuchs bestellt?? Letztes Jahr hatten wir die mit zweifelhaften Ehren einhergehende Trophäe für das am stärksten bewachsene Unterwasserschiff verliehen bekommen! Und dieses Jahr? Mit jedem Zentimeter, mit dem das Schiff aus dem Wasser gehievt wird und den Blick auf das Unterwasserschiff frei gibt, desto stärker entwickelt sich die in mir aufkeimende Freude zu einem intensiven Glücksgefühl! "Wie durch ein Wunder", sind weder Pocken noch Muscheln am Unterwasserschiff ausfindig zu machen. Nur an der Schiffswelle und an den Opferanoden haben sich ein paar Pocken angesiedelt. Ich bin hellauf begeistert und werde darin bestärkt, dass es offensichtlich eine gute Idee ist, das Unterwasserschiff jährlich anzuschleifen und Antifouling aufzutragen. Zu Nicole sage ich aber: "Das sieht ja richtig gut, aus! Das kann ich ja direkt so für nächstes Jahr lassen!" - Nicole wendet sich zu mir: Wenn Blicke töten könnten ...!

Bevor unsere Hanna auf einem bereitgestellten Lagerbock abgesetzt wird, wird das Unterwasserschiff noch mit dem Hochdruckreiniger gesäubert. Indes kümmern wir uns um unseren Mast. Auch hier gibt es wieder etwas zu lernen: In der Eile hatte ich vergessen, vor dem Kranen Werkzeug von Bord zu nehmen. Somit muss ich mich mit dem Werkzeug des Hafenpersonals behelfen (peinlich). Für nächstes Jahr gilt: Gleich das erforderliche Werkzeug vor dem Kranen bereitlegen!

Schließlich wird unsere Hanna auf dem Lagerbock abgesetzt und mit einem Sublift in die Halle gefahren. Das Ganze hat nun keine 1,5 Stunden gedauert! Echt der Hammer! Was auch erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass die ganzen Arbeiten in sehr entspannter Atmosphäre abgelaufen sind, und immer noch Zeit für "Scherze am Rande" übrig war!

Wer werden gleich in der kommenden Woche mit unseren Winterarbeiten beginnen. Auch hierzu werden wir einen Beitrag verfassen.

„Überführung“ von Marina Minde nach Marina Toft

03.01.02025, Marina Minde - Marina Toft

Tatsächlich sind wir seit dem letzten Beitrag nicht mehr mit unserer Hanna losgefahren. Trotzdem waren wir fast jedes Wochenende an Bord. Heute, Freitag, entschließen wir uns, unsere Hanna schon nach Toft zu verholen, da in nächster Zeit viel Starkwind vorhergesagt ist. Wir starten morgens um halb neun den Motor und legen bei südöstlichen Winden um 5 Bft mit einem etwas wehmütigen Gefühl ab. Die Sonne ist noch einmal heraus gekommen. Wir machen noch ein Foto zum Abschluss.

Gut 10 Minuten später sind wir bereits vor der Klappbrücke in Egernsund, wo wir auf der Ostseite an einem Pfahl festmachen. Wir lassen den Motor laufen. Um 09:15 öffnet die Brücke und wir binden los, um zu passieren. Wir haben Glück und finden eine freie Box, so dass der Bug Richtung Westen zeigt. Heute Nacht ist Wind mit Böen bis 9 Bft vorhergesagt. Außerdem soll der Wasserstand der Ostsee deutlich fallen. Wir binden die Heckleinen daher deutlich tiefer als gewöhnlich an den Heckpfählen fest. Außerdem bringen wir zusätzlich Ruckdämpferleinen und eine Achterspring an.

Am 17.10.2025 haben wir unseren Krantermin, daher schlagen wir heute auch schon unsere Segel ab. Es nützt nichts, die Saison ist einfach vorbei!

Wir bleiben heute noch an Bord und übernachten hier auch. Der vorhergesagt stürmische Wind kommt über Nacht auch tatsächlich. Es wird etwas schaukelig.

Nun freuen wir uns, wenn das Schiff aus dem Waser kommt. Wir werden berichten!

 

Ein Ankerwochenende mit Pflegehund Sissie

05.09.2025, Marina Minde - Ankern vor Holnis

Für dieses Wochenende hatten Nicole und ich in Erwägung gezogen, noch einmal in den Als Sund zu fahren, um dort zu ankern und Samstag nach Dyvig zu fahren. Aber irgendwie haben wir keine Lust auf lange Strecken, uns ist mehr nach Ruhe. So kommt es, dass wir Freitag Abend hinter der "Schwiegermutter" nicht links abbiegen und die Förde weiter hinaus zu fahren, sondern einfach spontan rechts rum fahren und uns vor Holnis vor Anker legen. Wir sind hier zunächst die einzigen vor Anker, aber im Laufe des Abends kommen noch weitere hinzu.

Wir haben außerdem einen vierbeinigen Gast an Bord: Es ist "Sissie", den wir hin und wieder zur Pflege aufnehmen. Somit ist es auch vorgegeben, dass wir heute nach einem entspannten Abendessen mit dem Schlauchboot an Land übersetzen, um eine Gassirunde zu drehen. Wir laufen Richtung Süden zu den Strand- bzw. Imbissbuden. Wir sind erstaunt, dass gegen 20 Uhr schon fast alles zu hat, schließlich sind in Schleswig-Holstein noch Ferien.

Als wir zum Schiff zurückkommen, steht der Mond tief im Hintergrund unserer Hanna.

06.09.2025, Ankern vor Holnis - Ankern vor Iller Strand

Wir lassen es ruhig angehen, ist auch mal ganz schön! Während ich mit Sissie im Schlauchboot an Land übersetze, bereitet Nicole das Frühstück vor. Im Laufe des Vormittags erledigen wir noch ein paar Büroarbeiten, dann machen wir uns auf, um einen ausgedehnten Spaziergang um die Halbinsel Holnis zu unternehmen - eine absolute Empfehlung! Wir gehen zunächst Richtung Norden, bis zur Nordspitze. Leider ist es nicht mehr möglich, die Spitze zu umrunden, da der schmale Weg, der oben entlang der Steilküste führte, aufgrund von Abbruchgefahr, in Folge der Sturmflut im Jahr 2023, gesperrt wurde. Das ist zwar auch so ausgeschildert, aber ich wollte unbedingt schauen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt durchzukommen - zu Nicoles Genugtuung, gab es das natürlich nicht! Nicole: "Wenn Kinder spielen wollen, lass sie einfach spielen!

Mit meinem leicht gedämpften Ego spazieren wir die als Sackgasse gekennzeichnete Strecke zurück und biegen dann Richtung Westen, quasi zur anderen Seite der Halbinsel Holnis, ab. Wir "erklimmen" das Holnis-Riff, von wo aus man eine sagenhafte Aussicht auf die Flensburger Förde und auch Teile der Halbinsel Holnis hat. Schließlich geht es runter zum kleinen Noor und weiter Richtung Süden zu dem beschaulichen Hafen "Schausende". Hier gönne wir uns eine Kaffeepause, auch Sissie ist durstig und bekommt Wasser. Einziges Manko: Es gibt keinen Kuchen!

Schließlich geht es weiter und zurück auf die östliche Seite von Holnis und parallel zum Strand Richtung Norden zu unserem Schlauchboot. Das war wirklich eine wunderschöne Runde, die immer wieder traumhafte Aussichten auf die Förde geboten hat - und das Wetter passte ebenfalls. Es waren insgesamt knappt 10 km, die wir ohne große Mühe bewältigt haben! Aus unserer Sicht eine wirklich empfehlenswerte Unternehmung, auch für Nicht-Segler!

Zum Abend hin soll der Wind von derzeit West auf Ost drehen. Fast genau zur vorhergesagten Uhrzeit kommt tatsächlich der Ostwind, wirklich faszinierend! Gegen halb sechs abends holen wir den Anker hoch und fahren sozusagen einmal rüber ans andere Ufer der Förde und legen uns bei Iller Strand vor Anker. Zur einsetzenden Dämmerung rudern wir mit Sissie noch einmal an Land und gehen mit ihr eine kleine Runde. Der Vollmond leuchtet am Himmel, es ist fast windstill - unglaublich schöne Abendstimmung!

07.09.2025, Ankern vor Iller Strand - Marina Minde

Erst gegen kurz vor 12 Uhr holen wir den Anker hoch und segeln nur mit Fock bei fast achterlichem Wind zurück nach Marina Minde. Am frühen Nachmittag holen Nicole und ich dann noch beim Super Brugsen in Gråsten einen Jordbærkage (Erdbeertorte), das muss mal sein. Dieser Jordbærkage wird in Dänemark üblicherweise mit Marzipanboden und Vanillecreme zubereitet. Den verspeisen wir dann bei einem frisch aufgebrühten Kaffee an Bord unserer Hanna. Und ganz ehrlich: Das schmeckt so lecker, dass es schon fast weh tut!

Damit ist unser Wochenende auf dem Schiff beendet und wir machen uns auf den Heimweg um einer Zusage zu einer Verabredung nachzukommen.

 

„Per pedes“ zum Ankerplatz

29.08.2025, Marina Minde - Ankern vor Iller Strand

Auch, wenn Nicole und ich morgen wieder zurück in Elmshorn sein müssen, fahren wir heute zum Schiff, um uns für eine Nacht vor Iller Strand vor Anker zu legen. Dieses Mal läuft allerdings alles etwas anders ab, denn Nicole legt alleine ab, während ich auf dem Steg verharre. Auf der Autofahrt kam mir nämlich die Idee, dass ich zu unserem Ankerplatz vor Iller Strand jogge, während Nicole mit unserer Hanna, ohne das sonst gut angelernte Personal, dort alleine hinfährt - ist halt mal was Anderes! Für mich sind es zwar herausfordernde 6,5 Kilometer, aber ich werde es schon schaffen - so meine naive Herangehensweise. Diese Zuversicht war irrtümlicher Weise in der Unkenntnis über die eigentliche Herausforderung dieser Strecke begründet, die nicht in der Länge der Strecke sondern in dem Bezwingen vieler Steigungen und Gefälle besteht!

Während Nicole den Motor startet und anschließend die Vorleinen losmacht, stehe ich teilnahmslos vorne vor unserem Bugkorb auf dem Steg, auf mein Handy fixiert, um meine Lauf-App zu starten. Die zickt aber leider rum und will nicht starten! Neben uns auf der Backbordseite hatte gerade eine Bianca 27 mit einer 5-köpfigen Crew festgemacht. Sie schauen etwas erstaunt zu uns rüber. Nicole legt derweil gelassen den Rückwärts ein, während ich immer noch teilnahmslos auf dem Steg stehe und mit meiner App kämpfe. Die Blicke unserer Nachbarn erhalten einen immer mehr fragenden Charakter. Ich kann es förmlich hören: "Haben die gerade Schluss gemacht?". Geschürt wird diese Vermutung durch meinen zunehmend genervten Blick auf mein Handy, weil diese verdammte App einfach nicht starten will! Gerade, als Nicole den Bug unserer Hanna auf Höhe der Heckpfähle positioniert hat, und nach vorne kommt, um den Bug in Richtung Ausfahrt zu drücken, startet, völlig unverhofft, der Countdown meiner Jogging-App. Anhalten will ich den jetzt nicht mehr, wenn er schon mal läuft! Also, keine Zeit für lange Verabschiedungszeremonien, ich muss los. Die Nachbar-Crew wiegt sich spätestens jetzt in Sicherheit: Sie wurden Zeugen einer handfesten Krise einer Partnerschaft!

Die Lauf-Strecke entlang der Flensburger Förde ist wunderschön. Sie verläuft entlang des Ufers, dann einen Hügel hoch, dann wieder runter, dann wieder ...  usw. Ich fasse es nicht, es nimmt einfach kein Ende! Immer wieder habe ich zwar tolle Aussicht auf die Förde, aber mein Atem reicht nicht, um diesen zu genießen. Ich beschließe die eindrücklichen Bilder in meinem Kopf abzuspeichern und im Nachgang abzurufen, um sie dann zu genießen - auch den wiederholten Ausblick auf unsere Hanna, die unweit der "Schwiegermutter" (Seezeichen) in gleißendem Abendlicht, durch das spiegelglatte Wasser, der Abendsonne entgegen fährt - geführt mit sicherer Hand meiner geliebten Ehefrau, die mich mit einem nicht zu erwehrenden Gefühl des Glückes  erfüllen lässt.

Als ich schließlich nach knapp 50 Minuten am Ufer unseres Ankerplatzes stehe (sitzen ging leider nicht, hätte ich aber lieber!), hatte Nicole bereits eine geeignete Ankerstelle ohne Seegras ausfindig gemacht, den Anker genau an dieser Stelle herunter gelassen und mit 1,600 U/min eingefahren. Schließlich hat sie das Schlauchboot vom Vorschiff gehievt und zu Wasser gelassen. Als sie sich mit dem Schlauchboot auf den Weg zu mir macht, drängt sich mir die Frage auf: "Verdammt, bin ich mit solchen Aktionen eigentlich dabei, mich vollständig entbehrlich an Bord zu machen? Was ist, wenn ich diesen, nicht unwichtigen Grund, eine Partnerschaft mit mir zu pflegen, verlustig werde?? Schnell sind solch düstere Gedankenausschweifungen verflogen, als meine Holde mich an Bord unseres Schlauchbootes bittet und wir einen wunderschönen Abend bei Speis und Trank an Bord verbringen!

30.08.2025, Ankern vor Iller Strand - Marina Minde

Früh geht es zurück nach Minde. Wir haben heute noch Einiges vorzubereiten, da unser Jüngster morgen Geburtstag hat.

Beim Anlegen in unserer Box in Marina Minde schauen wir abermals in verwunderte Gesichter unserer backbordseitigen Stegnachbarn, die gerade aus ihren Kojen gestiegen waren. Wir sehen von aufklärenden oder gar rechtfertigenden Erklärungen angesichts unseres gemeinsamen Anlagemanövers in harmonischer Atmosphäre, ab.

Wir werden alles daran setzen, um nächstes Wochenende wieder am Start zu sein!