13.05.2026, Marina Minde - Ankerplatz vor Holnis
Für Himmelfahrt ist windiges und wechselhaftes Wetter vorhergesagt, daher entscheiden wir uns gegen einen längeren Törn, wie z.B. nach Ærø, und legen uns auf der Ostseite von der Halbinsel Holnis, auf Höhe des Italieners, vor Anker. Wir fahren den Anker wieder mit backgehaltener Fock im sandigen Grund ein. Bei einer kleinen Vorspeise an Bord genießen wir die Abendstimmung.
Am Himmelfahrtswochenende findet wieder das traditionelle Treffen der Bianca 27-Eigner statt. Kay von Eitzen ist mit seiner Frau gerade unterwegs nach Sønderborg, von wo es dann morgen gemeinsam nach Høruphav Havn gehen soll. Wir können die "Holnis" mit dem Fernglas auf Höhe der roten Tonne (umgangssprachlich auch "Schwiegermutter" genannt) ausfindig machen. Auf Kanal 16 und dann auf Kanal 69 tauschen wir uns kurz aus - schöner "Radio Check", alles Bestens! Wir werden wohl am Freitag mit den Auto zum Treffen dazustoßen.
Schließlich setzen wir am fortgeschrittenen Abend mit unserem Schlauchboot an Land über. Nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben, einschließlich einem kleinen Rundgang über den Campingplatz, wo wir uns einen Überblick über die Buchungslage verschaffen (es gibt noch einige freie Plätze), kehren wir in das "Ristorante San Remo" ein, wo wir uns eine Pizza teilen, dazu einen Rosé. Es ist tatsächlich das erste Mal, dass wir in diesem Restaurant drinnen sitzt, aber auch hier haben wir einen sehr schönen Blick hinaus auf die Förde.
Der Rückweg im Schlauch zu unserer "Hanna" ist ganz schön kalt. Als wir an Bord steigen, machen wir als erstes die Gasheizung an.
14.05.2026, Ankerplatz vor Holnis
Die Nacht war ruhig aber kalt, Außentemperatur nur 4 Grad. Die Heizung hatten wir nicht an. Dank der fernbedienbaren Dieselheizung, starte ich gegen 6 Uhr morgens die Heizung per Fernbedienung aus dem warmen Bett.
Bei unserem Morgenkaffe gegen 7:30 entschließen wir uns, heute hier vor Anker zu bleiben. Gegen Mittag kommen Freunde von uns mit dem Auto
nach Holnis und wir fahren zusammen nach Glücksburg, wo wir im "Café am Schloss" einkehren. Das Café ist wirklich sehr zu empfehlen! Wir sitzen draußen und es gibt leckere Torte und dazu einen Café
Im Anschluss daran raffe ich mich auf und steige in meine Joggingklamotten und laufe nach Schausende (4,93 km), wo wir uns dann alle wieder treffen. Auch Schausende ist wirklich schön. Wir spazieren vom Hafen aus Richtung Norden entlang der Flensburger Förde und zurück durch die Siedlung.
Zum Abend hin wird es wieder kalt, 11 Grad gegen 18 Uhr. Als wir wieder zurück an Bord sind, verziehen wir uns gleich unter Deck und schalten die Heizung ein.
15.05.2026, Ankerplatz vor Holnis - Marina Minde
Über Nacht sollte der Wind auf südliche Richtungen drehen. Als ich nachts aus dem Fenster schaue, bestätigt sich, dass die Vorhersage richtig war. Wir liegen parallel zum Ufer und unser Schiff fängt durch die sich aufbauende kleine Welle leicht an zu rollen.
Nach einem Blick auf die Wetter-App während unseres Morgenkaffees ist klar, wir segeln zurück nach Marina Minde, wo wir bis zum Wochenende bleiben. Der Wind nimmt über die folgenden Tage noch deutlich zu und es wird noch einmal etwas kälter. Samstag fällt das Thermometer tagsüber zeitweise bis auf 8°C.
Wir nutzen die Zeit und verfolgen die 45. Rum-Regatta; genauer gesagt, findet heute die "Flensburg-Regatta" von Sønderborg nach Flensburg statt und morgen, Samstag, die eigentliche "Rum-Regatta". Es sind um die 80 Traditionssegler gemeldet. Wir verfolgen beide Regatten von Land aus, es ist wirklich toll anzusehen und es ist beeindruckend, wie die betagten Segelboote Böen bis 7 Bft wegstecken.
Wir hatten beim Einlaufen in Marina Minde heute morgen gesehen, wie die Dänische
Polizei ein riesiges Schlauchboot zu Wasser lässt. Ein Schlauchboot dieser Größe habe ich noch nicht gesehen. Bestückt war es mit 2 x 250 PS! Wir konnten das Boot am Nachmittag via AIS verfolgen und es wundert uns nicht, dass die "Politi" mit 44 Knoten und mehr unterwegs war. Wie wir später erfahren, haben die Beamten neben der Begleitung der Regatta, auch viele Sportboote kontrolliert, mit sehr erfreulichem Ergebnis: Es gab kein Beanstandungen, weder in Bezug auf nicht mitgeführte Ausweise/Scheine noch in Bezug auf Alkohol!
Nachdem wir die "Flensburg-Regatta" eine Weile von Brunsnæs aus beobachtet haben, fahren wir auf dem Rückweg nach Marina Minde bei der alten Ziegel "Cathrinesminde", die unten an der Förde zwischen Brunsnæs und Broager liegt, vorbei. Die Ziegelei ist schon lange nicht mehr in Betrieb und ist jetzt ein Museum - wirklich sehenswert! Ein Großteil der Anlage ist einfach so begehbar, auch die Unterkünfte für die Arbeiter. Das Ganze ist wirklich eine schöne Anlage und einen Besuch wert.
Am heutigen Freitag Abend gesellen wir uns dann in Høruphav Havn zu dem angekündigten Bianca 27-Treffen. Da es draußen einfach zu kalt ist, versammeln wir uns im Vereinsraum. Es wird ein wirklich geselliger Abend mit tollen Gesprächen. Ein großes Danke an Doris und Kay von Eitzen!
Nächstes Wochenende ist schon Pfingsten und wir hoffen auf etwas wärmere Temperaturen!





































































lassen dann das Thema "militärische Sperrgebiete" im wahrsten Worte hinter uns. Sejrø ist mittlerweile an unserer Steuerbordseite. An Bord findet schon seit Stunden, auf Grund der irrwitzigen Schaukelei, nichts statt. Unsere "Kinder", Isabel ist ja schon 23 Jahre alt, sind absolut tapfer, kein Klagen, kein Murren! Ich bin nach meiner Erinnerung der Einzige an Bord, der seinem Unmut mit Hilfe verbaler Entgleisungen Platz macht. Schließlich liegt Ballen gute 6 Meilen vor uns, die Abendsonne ist herausgekommen, der Wind hat deutlich abgenommen. Wir stoppen auf, machen den Motor aus und nehmen ein kleines Bad mit 24 Metern unter dem Kiel. Als wir unsere Fahrt fortsetzen, macht Nicole noch schnell leckere Pasta mit Gemüse und Hähnchen, total lecker. Wir laufen dann gegen 20 Uhr gut gesättigt in den Hafen von Ballen auf Samsø ein. Natürlich ist der Hafen voll, außerdem sind einige Stege mit rot-weißem Flatterband gekennzeichnet, soll heißen "reserviert". Wir finden dann im nördlichen Teil des Hafens, hinter 4 Pfählen einen Platz. Dort schieben und ziehen wir uns hinein, unter Beobachtung zahlreicher Hafenkino-Liebhaber. Immerhin, gab es nach dem Manöver positive Reaktionen, sowohl von deutschen als auch dänischen Seeleuten. 






Wir erleben eine wirklich unfassbar schöne Zeit in Kopenhagen. Unsere älteste Tochter kommt dann sogar noch extra aus Hamburg mit einem Netflixbus angereist, um uns ein paar Tage an Bord zu begleiten. Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt, mit Kanälen, moderner Architektur und bemerkenswerter Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger. In der Innenstadt dominiert eindeutig der Fahrradverkehr.










Relingsdrähten, auf dem Großbaum, Bug- und Heckkorb, unfassbar! Entsprechende Hinterlassenschaften inklusive! Die Beseitigung dieser ist dann einer unserer ersten Aufgaben für den heutigen Tag!




































