Eine neue Wellendichtung – Vetus 3-fach Lippendichtung

19.01.2020, morgens in der feuchten und kalten Halle im SVE

Wir haben nun, als eine Art Zwischenlösung, eine einfache Wellendichtung von Vetus eingebaut. Für das Realisieren einer selbst konstruierten Dichtung bleibt uns in dieser Saison keine Zeit mehr.

Bei der Dichtung von Vetus handelt
es sich um die ZWBH25. Sie besteht aus einem Gummigehäuse, in das drei Lippendichtungen integriert sind. Außerdem gibt es einen Anschluss für Fett-Schmierung und einen für Wasserkühlung. Natürlich haben wir die Anregungen von unserem letzten Delphin 66-Treffen beherzigt. Gleich am nächsten Tag, habe ich unsere alte Stopfbuchse ausgebaut (siehe Bild rechts) und die Vetus-Dichtung eingesetzt. Meine Befürchtungen, dass ich die Vetusdichtung, die für einen maximalen Durchmesser des Stevenrohres von ø42 mm vorgesehen ist, nicht auf unseren vorhandenen Stevenrohrdurchmesser von ø45,6 mm bekomme, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Ich hatte mir schon ein Adapterstück skizziert (siehe Zeichnung). Aber der Schaft der Vetus-Dichtung ließ sich ohne Probleme über das Stevenrohr schieben.

Dieses Mal wollen wir aber unbedingt die Dichtung an den Kühlwasserkreislauf des Motors anschließen. Das hätten wir bereits bei der Gleitringdichtung, die wir letztes Jahr nur wenige Betriebsstunden im Einsatz hatten, umsetzen müssen. Denn es kommen einfach zu viele Sedimente durch das Trockenfallen in den Dichtungsbereich, die wie Schleifmittel wirken. Wir hatten allerdings Bedenken, hinsichtlich der Verteilung des Kühlwassers. Steht nach dem Abzweig zur Dichtung noch genügend Wasser für die Kühlung des Motors bzw. für den nassen Auspuff zur Verfügung?

Nachdem ich die alte Stopfbuchse aus- und die neue Vetus-Dichtung eingebaut habe, rufe ich kurzer Hand Stefan Eller (Stahl Delphin - http://www.stahl-delphin.de/) an. Tatsächlich erreiche ich ihn. Er bringt unmissverständlich zum Ausdruck, dass eine Schmierung/Kühlung der Dichtung zwingend erforderlich ist. Ich sehe das mittlerweile genauso. Stefan hat außerdem die Idee, einen Kugelhahn zur Dichtung hin einzubauen, so dass ich die Zufuhr zur Dichtung regeln kann. Bleibt nur noch die Frage, wo ich vom Kühlwasserkreislauf
(Sekundärkreislauf, Seewasser) des Motors abzweige. Auch hier gibt es von Stefan eine klare Antwort: Im Zulauf zum Vakuumventil (dieses verhindert das Rücklaufen des Seewasser durch den Auspuff). Stefan erinnert sich daran, dass der Yanmar-Motor einen kleinen Hahn am Wärmetauscher hat. Und tatsächlich, ich kann ihn finden (siehe Bild rechts)! Jetzt brauche ich noch nicht einmal ein T-Stück mit Reduzierung und Kugelhahn einbauen. Es ist Alles schon vorhanden. Ich brauche nur noch einen Schlauch mit ø10 mm an die Dichtung anschließen. Den geringen Unterschied zum Durchmesser des kleinen Hahns am Wärmetauscher überbrücke ich mit einem Dieselschlauch, den ich noch in der Grabbelkiste liegen habe. Kann das Alles wirklich so einfach sein?? Wir werden sehen und zum gegebenen Zeitpunkt berichten!

Stefan: An dieser Stelle herzlichen Dank für Deine schnelle Hilfe an diesem Sonntag Vormittag!

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