Samstag, 08.04.2017
Es ist kaum zu glauben: Es ist Samstag, das Wetter und auch die Tide passen und wir haben keine Termine - das Schiff ist weitestgehend vorbereitet! Alleine das Bettzeug und Proviant müssen noch an Bord geschafft werden. Wir haben am Vormittag genügend Zeit dafür, da das Hochwasser im SVE um 15:21 Uhr eintritt. Gute 1,5 Stunden vorher können wir bereits ablegen. Wir erleben echte Glücksmomente, als wir die Krückau bis zur Elbe fahren. Ein toller Start in die Saison!
Auf der Elbe erwarten uns sehr moderate Bedingungen: 3 Beaufort aus westlichen Richtungen. Wir können Segel setzen und bis nach Glückstadt kreuzen. Das zweite Vorstag haben wir in der Wintersaison auf ein Einziges umgebaut. Wir haben deutlich mehr Spannung auf der Rollfockanlage und laufen (wir hoffen, dass es nicht nur Einbildung ist!) deutlich mehr Höhe.
Bei Böen um 4 Beaufort laufen wir gute 6 Knoten durchs Wasser und hoch am Wind. Dazu scheint teilweise die Sonne. Was braucht man mehr??
Wir segeln bis kurz vor die Hafeneinfahrt von Glückstadt. Die Steganlagen samt Strom
und Wasser sind längst ausgebracht. Der Hafen ist schon mit einigen Booten gefüllt. Es ist aber noch reichlich Platz, so dass wir längsseits fest machen können.
Freunde laden uns überrraschender Weise auf ihr Schiff, dass im Binnenhafen liegt, ein und bereiten ein exzellentes Essen zu. Wir freuen uns riesig! Viel zu schnell verfliegt die Zeit. Piet ist müde und muss ins Bett.
Sonntag, 09.04.2017
Der heutige Morgen beginnt nebelig. Erst am späteren Vormittag schafft es die Sonne, den Nebel zu verdrängen.
Ostern steht vor der Tür, so dass sich unser Sohn unter Deck an das Bemalen von Eiern macht. Was für ein Spaß, er ist emsig dabei.
Gegen Mittag legen wir dann ab und steuern die Nord-West-Spitze von Schwarztonnensand an, wo wir uns vor Anker legen. Herrliche Ruhe und traumhafte Natur. Wir können einen Seehund und grosse Vogelschwärme beobachten. Wie unglaublich schön die Elbe ist!
Gegen 15 Uhr treten wir dann den Rückweg Richtung Krückaumündung an. Wir
passieren Kollmar ganz nahe. Es ist proppevoll! Wir sind froh, auf dem Wasser zu sein!
Als wir auf der Krückau motoren, machen wir eine unschöne Entdeckung: Wasser in der Bilge. Was ist das? Wir finden schließlich die Ursache an der Fußpumpe - offensichtlich ein Leck. Gleich als wir im SVE fest sind, demontieren wir sie und stellen fest, dass eine der beiden Membrane einen Riss aufweist. Das Material ist sichtlich porös.
Da der Motor noch warm ist, machen wir auch gleich noch einen Ölwechsel.
Ein traumhaftes Wochenende geht zu Ende! Wir freuen uns auf die bevorstehende Saison!




















































Der Morgen beginnt grau. Nicole holt Brötchen und wir frühstücken. Ab 8 Uhr ist der Hafenmeister im Büro. Wir müssen tanken. Der Hafenmeister ist wirklich sehr nett, er kommt zu uns und reicht uns den Tankschlauch. Wir nehmen 75 Liter und bezahlen 101 €. Günstiger als in Dänemark. Gegen 9:30 legen wir ab. Wir setzen zügig die Segel. Kalkgrund lassen wir Backbord (!) liegen und queren das Flach. Dann folgt ein unglaublich schöner Segeltörn nach Kiel Holtenau. Wir segeln immer um die 7 Knoten, fast Raumschotkurs - ein Traum!! So schön war es lange nicht mehr! Es ist viel los und wir begegnen einem Regattafeld der GFK-Klassiker. Ein tolles Bild - eigentlich hätten wir dabei sein müssen. Als wir in die Kieler Förde einschwenken, begegnen uns ebenfalls viele Segeler. Außerdem müssen wir auf Regattafelder achten. Wir segeln bis vor die Tore der Schleuse von Kiel Holtenau und machen im Hafen an der Schleuse fest. Was für ein toller Segeltörn - 6,5 Stunden immer auf dem gleichen Bug und fast durchweg 7 Knoten - dazu Sonne und milde Temperaturen! Wir sind dankbar. Für morgen ist nasses Wetter angesagt. Mal sehen wie es wird - und wann wir durch die Schleusen kommen.






Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zu unserem Liegeplatz. Wir freuen uns sehr, dass Isabel und Sophia kommen. Sie haben viel zu erzählen. Abends essen wir Abendbrot. Dann sitzen wir noch lange mit Bekannten und unseren Liegeplatznachbarn zusammen. Die Kinder sind mit den Nachbarskindern unterwegs.

die lauten Außenbordern stößt nicht bei allen Seglern auf Gegenliebe. Aber egal, Spaß muss sein! Das Wetter ist endlich besser geworden und solche Veranstaltungen machen richtig Spaß. So können wir abends draußen mit Bekannten Grillen. Die Kinder sind voll in Action - ein Traum!