Saisonstart 2017

Samstag, 08.04.2017

Es ist kaum zu glauben: Es ist Samstag, das Wetter und auch die Tide passen und wir haben keine Termine - das Schiff ist weitestgehend vorbereitet! Alleine das Bettzeug und Proviant müssen noch an Bord geschafft werden. Wir haben am Vormittag genügend Zeit dafür, da das Hochwasser im SVE um 15:21 Uhr eintritt. Gute 1,5 Stunden vorher können wir bereits ablegen. Wir erleben echte Glücksmomente, als wir die Krückau bis zur Elbe fahren. Ein toller Start in die Saison!

Auf der Elbe erwarten uns sehr moderate Bedingungen: 3 Beaufort aus westlichen Richtungen. Wir können Segel setzen und bis nach Glückstadt kreuzen. Das zweite Vorstag haben wir in der Wintersaison auf ein Einziges umgebaut. Wir haben deutlich mehr Spannung auf der Rollfockanlage und laufen (wir hoffen, dass es nicht nur Einbildung ist!) deutlich mehr Höhe.

Bei Böen um 4 Beaufort laufen wir gute 6 Knoten durchs Wasser und hoch am Wind. Dazu scheint teilweise die Sonne. Was braucht man mehr??

Wir segeln bis kurz vor die Hafeneinfahrt von Glückstadt. Die Steganlagen samt Strom

und Wasser sind längst ausgebracht. Der Hafen ist schon mit einigen Booten gefüllt. Es ist aber noch reichlich Platz, so dass wir längsseits fest machen können.

Freunde laden uns überrraschender Weise auf ihr Schiff, dass im Binnenhafen liegt, ein und bereiten ein exzellentes Essen zu. Wir freuen uns riesig! Viel zu schnell verfliegt die Zeit. Piet ist müde und muss ins Bett.

 

Sonntag, 09.04.2017

Der heutige Morgen beginnt nebelig. Erst am späteren Vormittag schafft es die Sonne, den Nebel zu verdrängen.

Ostern steht vor der Tür, so dass sich unser Sohn unter Deck an das Bemalen von Eiern macht. Was für ein Spaß, er ist emsig dabei.

Gegen Mittag legen wir dann ab und steuern die Nord-West-Spitze von Schwarztonnensand an, wo wir uns vor Anker legen. Herrliche Ruhe und traumhafte Natur. Wir können einen Seehund und grosse Vogelschwärme beobachten. Wie unglaublich schön die Elbe ist!

Gegen 15 Uhr treten wir dann den Rückweg Richtung Krückaumündung an. Wir passieren Kollmar ganz nahe. Es ist proppevoll! Wir sind froh, auf dem Wasser zu sein!

Als wir auf der Krückau motoren, machen wir eine unschöne Entdeckung: Wasser in der Bilge. Was ist das? Wir finden schließlich die Ursache an der Fußpumpe - offensichtlich ein Leck. Gleich als wir im SVE fest sind, demontieren wir sie und stellen fest, dass eine der beiden Membrane einen Riss aufweist. Das Material ist sichtlich porös.

Da der Motor noch warm ist, machen wir auch gleich noch einen Ölwechsel.

Ein traumhaftes Wochenende geht zu Ende! Wir freuen uns auf die bevorstehende Saison!

 

 

 

Hanna auf dem Weg in ihr Element

Gestern war es nun endlich so weit: Die ewig erscheinende Winterzeit liegt (fast) hinter uns und unsere Hanna ist bereit, zu Wasser zu gehen:

Es ist der 25. März 2017, 10 Uhr - das Wetter stimmt, Sonne satt und angenehme Temperaturen; einziger Wermutstropfen: Kommt genügend Wasser in den Hafen des SVE? Bei der eigentlich vorherrschenden Ostwindlage soll der Wind heute kurzzeitg auf Nord-West drehen. Ostwind heißt für den Hafen des SVE weniger Wasser. Die Wasserstandsvorhersage des BSH lautet 325 cm über Seekartennull - das könnte gerade reichen.

Drei Stunden vor Hochwasser (ca. 14 Uhr im SVE) ziehen wir die Hanna aus der Halle. Der Mast liegt bereits fertig präpariert am Mastenkran. Vielleicht besteht die Möglichkeit, alles in einem Abwasch zu  machen - das wäre traumhaft!

Das Wasser fließt schleppend die Krückau hinauf. Der Pegel an der Meßlatte im Hafen arbeitet sich furchterregend langsam an die Mindestmarke zum Slippen für die Hanna heran. Während ich mittlerweile damit rechne, heute nicht slippen zu können, bekomme ich von einem erfahrenen Vereinskamerad zu wissen: "Da kommt genügend Wasser!". Er sollte Recht behalten. Eine gute Halbe Stunde vor Hochwasser lassen wir die Hanna ins Wasser gleiten. Der Motor springt sofort an und es ist noch ausreichend Zeit, um  den Mast zu stellen. Trotz akribischer Vorbereitung, gibt es ein Problem mit den Wanten. Um es kurz zu machen: Am Ende steht der Mast; jedoch wie es zu den nicht mehr passenden Wanten kam, ist bis heute ungklärt. Aber wir werden weiter nach der Ursache forschen.

Nun liegt unsere Hanna wieder an ihrem Platz, ein sehr schönes Gefühl! Wir freuen uns sehr auf den ersten Törn!

 

Funktabelle

Im Zuge der Vorbereitungen zum Bestehen der Funkprüfung des SRC/UBI haben wir eine Tabelle mit den Funksprüchen erstellt. Sie hat sich innerhalb unserer Lerngruppe als große Hilfe beim Üben der einzelnen Prozeduren bewährt - es haben Alle bestanden. Die Tabelle gibt die einzelnen Funksprüche vollständig und detailliert wieder. Die Tabelle passt auf eine DIN A4-Seite und wird bei uns einlaminiert und griffbereit an Bord verstaut. Hier ist sie zum Herunterladen:

Funk-Meldetabelle-Allgemein-01

Treffen der Delphin-Freunde Winter 2017: Spannende Begegnungen

dsc_0289Am Sonntag, den 29.01.2017 um 14:30 Uhr waren alle wesentlichen Vorbereitungen abgeschlossen. Zusammen mit Doris und Jörn hatten wir bereits tags zuvor Tische und Stühle zurechtgerückt und eingedeckt. Es gab noch einen Technik-Check mit Jörns Diaprojektor, der trotz seines Alters sofort anstandslos funktionierte. Das ist noch Technik, auf die man sich verlassen kann! Fehlermeldungen wie "kein Signal" oder "Frequenz außerhalb des Bereichs"" werden sicher nicht auf der Leinwand zu sehen sein!

Nach getaner Arbeit hatten Doris und Jörn Kaffee und Kuchen vorbereitet - total nett und wir haben uns riesig gefreut!

dsc_0306Am Sonntag kamen dann die ersten Gäste so gegen 14:30 Uhr. Um kurz nach 15 Uhr waren wir mehr als komplett! Wir haben uns sehr über zusätzlichen Besuch gefreut. So waren wir 30 Teilnehmer und Nicole und ich überwältigt  von dem regen Interesse! Es kamen auch einige Teilnehmer aus Bremen, Schleswig und Lübeck, die die langen Anfahrtswege nicht gescheut haben.

dsc_0308Wir haben uns auch sehr gefreut, dass einer der "Ur-Erbauer" der Delphin-Form, Peter Horn, anwesend war. Damals hat er zusammen mit Fritz Meyerhold und Hobe Hein zuerst das Kernmodell und dann die beiden Hälften der Negativform gebaut. Erwähnenswert an dieser Stelle ist, das große Engagement und der Einsatz der Frauen der drei Erbauer!

Außerdem war auch Stefan Eller von den Stahldelphin-Freunden anwesend. Der Austausch mit seinen Erfahrungen war und ist sehr bereichernd für uns!dsc_0309

Damit das Treffen eine gewisse Struktur bekommt, war ein offizieller Part mit Präsentationen und Vorträgen geplant. Daran schloss sich ein ungezwungener Austausch der Delphin-Freunde an.

dsc_0316Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Es wurden sieben, äußerts leckere Torten bzw. Kuchen sowie Kekese mitgebracht - herzlichen Dank dafür!

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Diavortrag von Jörn , der einige spannende Bilder vom damaligen Bau herausgesucht hatte. Mit seiner herrlich trockenen, nordeutschen Art verstand er es, uns eine Vorstellung davon  zu vermitteln, unterdsc_0332 welchen Umständen und mit welchen, zum Teil primitiven Mitteln, die für damaliger Verhältnisse, großen Schiffe enstanden sind. So mußte die sogenannte "Werft" auf dem Grundstück von Doris und Jörn erst noch mit eigenen Händen gebaut werden. Der Ballast für den Kiel wurde per Hand aus Blei in Formen gegossen - das erinnert einwenig an Bleigießen zu Silverster.dsc_0345

dsc_0350Anschließend ergriff Bernd Meusel spontan das Wort und erzählte von dem Bau seines Schiffes, was sich wesentlich durch den wunderschönen, hölzernen Aufbau von den meisten anderen Delphinen unterscheidet. Bernd ist mit Leib und Seele Bootsbauer und, wie wir Alle erfahren durften, ein echter Experte. Vielen Dank, Bernd!

Nicole und ich bedanken uns bei allen Delphinfreunden, auch für das sehr positive und aufbauende Feedback. Auch herzlichen Dank für die Hilfe beim Auf- und Abbauen. So macht es einfach Spaß!

Nicole und Axel

 

Wintertreffen der Delphin-Eigner 2017


Wintertreffen 2017

Mit 27 Anmeldungen für Sonntag Nachmittag, den 29.01.2017 ist dieser Termin nun für unser Wintertreffen festgesetzt.

Veranstaltungsort ist der SVE (Wisch 20, 25336 Elmshorn), Beginn ist um 15 Uhr.

Wir haben für den Ablauf unsers Treffens folgenden Vorschlag:

  1. Begrüßung durch Familie Breuer
  2. Sinn und Zweck der Interessengemeinschaft und der Webseite „www.delphin-66.de
  3. Kurze Vorstellung der Boote/Eigner (Präsentation mit Beamer/Leinwand)
  4. Status der Webseite (Präsentation mit Beamer/Leinwand)
  5. Erstellen eines Beitrages auf der Delphin-Seite (Präsentation mit Beamer/Leinwand)
  6. Sammeln von Anregungen (Webseite, zukünftige Gestaltung von Treffen usw.)
  7. Dia-Vortrag über den Bau von Delphinen von Jörn Götte und Bernd Meusel 
  8. Erfahrungsaustausch in geselliger Runde

Ich bin Jörn und Bernd sehr dankbar, dass sie von ihrer entbehrungsreichen Zeit während des Baus ihrer Schiffe berichten! Die beiden bereiten dafür eine Auswahl an Dias für uns vor.

Wir freuen uns sehr auf Euer kommen und auf eine ebenso gesellige wie informative Veranstaltung!

Nicole und Axel Breuer

Anfahrt

 

Wer kommt?

Bis jetzt haben sich 16 Crews für unser Wintertreffen angemeldet:

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Ein Tagestörn im Winter

29.11.2016

DSC_0005Am Sonntag stand bei uns ein Ausflug nach  Kollmar an der Elbe auf dem Programm. Wir konnten es kaum glauben, was wir sahen: Ein Segler aus Barnkrug hatte im Hafen von Kollmar festgemacht. Was für ein schöner Anblick - wir waren ein bisschen neidisch - aber wir haben es ihm natürlich gegönnt!

Er war mit auflaufendem Wasser gekommen und legte dann bald nach unserer Ankunft am Nachmittag wieder ab - sein letzter Törn für dieses Jahr. Nächstes Wochenende, so erzählt er uns, geht sein Schiff auch aus dem Wasser. Wir denken: Was für eine schöne lange Segel-Saison!

 

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Besuch auf der Hanseboot 2016

Unser diesjähriger Besuch auf der Hanseboot hat unsere Befürchtungen bestätigt: Der anhaltende Besucherschwund war auch dieses Mal deutlich spürbar - zumindest an diesem Tag. Außerdem fehlten große Aussteller wie X-Yachts oder Halberg Rassy. Besonders haben wir das Fehlen der Werft Henningsen & Steckmest bedauert.

Extra an die beruflich tätigen Besucher angepasste Öffnungszeiten konnten dem anhaltenden Abwärtstrend der Besucherzahlen nicht entgegenwirken. Vielleicht muss das auch erst noch bekannter werden. Wir fanden es auf jeden Fall gut und sehen es als einen Schritt in die richtige Richtung.

Der Mangel an Segler-Nachwuchs ist sicher auch ein Grund für die sinkenden Besucherzahlen. Wir finden das sehr schade!

Die Präsenz der "Boatfit", die ehemals als eigenständige Messe in Bremen statt fand,  war aus unserer Sicht kaum warnehmbar.

Als sehr positiv haben wir das abwechslungsreiche Live-Programm empfunden. Immerhin haben wir zwei Veranstaltungen beigewohnt.

Zum einen waren wir bei dem Vortrag von Jan Heinze, der von seiner Teilnahme am Minitransat berichtete. Das war wirklich spannend gemacht. So erzählte er unter anderem von seinem Verlust von einem seiner zwei Ruder, welches ihm bei einer Kollision mit einer im Wasser schwimmenden Palette abgebrochen war.

Außerdem hörten wir einen Beitrag über Trimmmöglichkeiten für Fahrtenyachten. Uns hat hier insbesondere der nahe Bezug zur Praxis sehr gut gefallen. Wir erfuhren u.a. wie wichtig eine ausreichende Vorspannung im Vorstag ist. Das bestärkt uns in der Absicht, für die kommende Segelsaison auf ein Vorstag umzurüsten.

Der Stand der "Bente 24" fiel uns auch auf. Er war gut besucht und machte einen einladenden und innovativen Eindruck.

Wir hoffen sehr, dass die Organisatoren der ehemals renommierten Messe künftig gegen den anhaltenden Besucherschwund gegensteuern können. Wir werden jedenfalls nächstes Jahr wieder dabei sein!

 

Abriggen und Aufslippen

19.10.2016

20161019_181331Einige Schiffe aus unserem Verein stehen schon seit geraumer Zeit hoch und trocken in der Halle. Das Wetter wird zunehmend herbstlich und die ersten Bäume entledigen sich ihrer Blätter. Leider auch bei uns auf die Hanna! Laub fegen an Deck ist da noch das geringere Übel. Leider hinterlassen die welken Blätter unschöne, rötliche Flecken. Es wird Zeit, dass unser Schiff in die Halle kommt! Wäre da nicht die seit Wochen andauernde Ostwindlage und der damit einhergehende Mangel an Wasser bei uns im Hafen.

Jetzt am vergangenem Wochenende war es endlich soweit: Genügend Wasser, das Mastlegen und das ggf. sofort daran anschließende Aufslippen kann weitergehen. Der von der Hallenkommission sauber ausgearbeitete Hallenplan erfordert logischerweise eine bestimmte Reihenfolge beim Aufslippen.

IMG_0778Am vergangenen Wochenende konnten wir schon einmal den Mast legen und einlagern Wir gehören mittlerweile zu denjenigen Eignern, die das gesamte, stehende Gut abschlagen und sauber aufgerollt gesondert lagern. Damit folgen wir Empfehlungen von langjährig erfahrenen Vereinsmitgliedern – ein großer Vorteil des Vereins! Auch die große Hilfsbereitschaft und das Zusammenarbeiten beim Mastlegen oder beim Aufslippen und anschließendem Verholen an den Liegeplatz in der Halle machen wirklich viel Spaß.

Heute nun, kommt unsere Hanna auf ihren Platz. Der vorbereitete Slipwagen wird dafür auf die Schienen gesetzt und am Seil der Winde hängend auf der Slipbahn ins Wasser gelassen. Alle losen Teile sollten vorher vom Wagen entfernt worden sein! Hat der Wagen seine Position im Wasser erreicht, sind nur noch die Rungen zu sehen. Als Rungen bezeichnet man am Slipwagen rechts und links befestigte vertikale Streben. Sie sollten so montiert sein, dass das Schiff an der breitesten Stelle dazwischen passt. Die Rungen haben einerseits die Funktion, das Schiff beim Aufslippen gegen Umkippen zu sichern, andererseits dienen sie als Referenz für das Ausrichten des Schiffes auf dem Slipwagen; denn dieser ist im Wasser nicht mehr zu sehen.

Sodann begeben wir uns an Bord und fahren unter Motor soweit über den Slipwagen, dass sich die Rungen an einer genau definierten Stelle im Bereich der Schiffsmitte befinden. Dann fixieren wir die Hanna mit vier Leinen: jeweils zwei vom Bug und Heck 20161019_181308kommend, zu den Rungen. Und schon geht es aufwärts. Hat man alles richtig gemacht, also z. B. Ausrichten des Schiffes, Dichtholen der Leinen zu den Rungen usw., ist dieser Vorgang wirklich einfach und unkompliziert und vor allem auch sicher.

Jedesmal wieder, ist es spannend: Wie sieht wohl das Unterwasserschiff aus? Ergeht es uns dieses Mal so, wie einem Vereinskollegen im letzten Jahr, der es einmal ausprobiert hat, kein Antifouling zu streichen und damit den Sommer über in der Ostsee zu segeln. Das Resultat war jedenfalls eine Art Muschelfarm am gesamten Unterwasserschiff.

Zu unserer Erleichterung sind dieses Jahr nicht einmal Pokken zu sehen. Als nächste Schritte folgen dann das Säubern des Unterwasserschiffes mit dem Hochdruckreiniger und das Auffüllen desIMG_0787 Seewasserkreislaufes des Motors mit Frostschutz (auch als Korrosionsschutz). Auch die Seetoilette füllen wir mit dem Frostschutzgemisch. Diese Arbeiten erfolgen logischerweise bevor das Schiff auf seinem Wagen in die Halle gefahren wird.

Mittlerweile ist es schon dunkel. Netterweise warten unsere Vereinskameraden bis wir fertig sind, so dass wir die Hanna noch in die Halle fahren können. Alle restlichen Arbeiten wie Aufbocken, Einlagern der Gasflaschen aus der Gasbox usw. folgen morgen.

 

IMG_0793Die ToDo-Liste für den Winter ist wieder einmal lang. Wir werden jedenfalls umgehend mit den Arbeiten anfangen.

Dies ist somit auch der letzte "Törnbericht" der Hanna für die Segelsaison 2016. Möglicherweise erscheint hier später noch etwas zu den laufenden Winterarbeiten - mal sehen.

Wir würden lügen, wenn wir behaupten, dem Begin der Saison 2017 ganz entspannt entgegenzusehen. Aber durch die lange Liste der zu erledigenden Arbeiten, wird der Winter hoffentlich gefühlt kürzer!

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Definitiv letztes Wochenende 2016! – COMPLETED!

01.10.2016

20161001_183541Dieses Wochenende wollen wir mit der Hanna Wedel  anlaufen. Wir nehmen Freunde mit und hoffen, dass sie Gefallen am Segeln finden - denn Segelnachwuchs ist rar. Sie bringen ihr Auto vorher nach Wedel und kommen dann mit dem Fahrrad zum SVE. Außerdem erwartet uns ein Delphin-Eigner in Wedel. Er ist ein ehemaliger Kollege von Axel und ist Festlieger im Hamburger Yachthafen. Wir können seiner Auskunft nach dirket neben ihm festmachen.
Um 17:11 ist Hochwasser in Elmshorn (Hochwasser Glückstadt 16:25 + 46 min = 17:11). Gegen 15 Uhr versuchen wir aus der Box zu kommen  - aber die Hanna steckt noch ganz schön fest. Es dauert fast noch eine halbe Stunde, bis wir mit Mühe freikommen, Um 16:30 passieren wir das Krückausperrwerk.
Als wir die Südspitze von Pagensand hinter uns haben, montiert Axel die Positionslaternen, denn wir sind später losgekommen als gedacht und außerdem wird es irgendwie schon dunkel. Die Lampen funktionieren leider nicht auf Anhieb. Wir mussen erst noch die teilweise korrodierten Kontakte leitfähig machen. Unser Bug war in dieser Saison oft unter Wasser, so dass die Stecker im Deck wahrscheinlich trotz Kappe Feuchtigkeit abbekommen haben. Wie auch immer, jedenfalls funktioniert schließlich sämtliche Beleuchtung an Deck (Positionsleuchten, Heck- und Dampferlicht).
Etwa auf Höhe der Hetlinger Schanze kippt die Tide und wir motoren gegenan. Segeln macht keinen Sinn, da der Wind genau von vorne kommt und kreuzen würde zu lange dauern. Bei immer weniger werdendem Tageslicht laufen wir in den Hamburger Yachthafen in Wedel ein und machen direkt neben dem Kollegen fest. Dieser wartet schon in der Plicht sitzend und hilft uns netterweise beim Anlegen. Wir verbringen noch einen kurzweiligen Abend und gehen schließlich früh zu Bett.

02.10.2016

20161002_114415 Heute soll es nach Stade gehen. Hochwasser ist dort um 17:40 (HW Glückstadt 17:03 + 37 min. = 17:40 HW in Stade). In Wedel ist um 12:48 Niedrigwasser (NW Wedel 13:23 - 35 min = 12:48 NW in Wedel). Wir frühstücken ersteinmal und laufen dann  Stege. Unser Sohn hat offensichtlich andere Vorstellungen, wie er seine Zeit verbringen möchte. Jedenfalls hatten wir ein laut quängelndes Kind zwischen uns. Als wir schließlich ablegen ist es sonnig und der Wind kommt südlich, so dass wir bei Kurs auf Stade den Wind von Backbord haben. Wir setzen sofort nach dem Verlassen der Hafeneinfahrt die Segel. Es ist ein Traum: Bei milden Temperaturen haben wir tollen Segelwind. Teilweise schon zu viel, so dass wir eigentlich Reffen müßten. Was für ein Ende der Segelsaison 2016!

Als wir ein ganzes Stück hinter der Schwinge sind, kehren wir um und steuern die Mündung in die Schwinge an. Dort laufen wir um 13:10 ein. Mittlerweile ist die Tide gekentert. Wir machen schließlich im SV Stade fest und genießen die Ruhe. Wobei, Ruhe ist relativ: Auf der Schwinge ist ein wahnsinniger Verkehr - in beide Richtungen. Es kommen auch größere Segelschiffe (Traditionsschiffe) vorbei. Später verholen wir uns noch ein Stück Richtung Stade. Dort bleiben wir die Nacht über. Morgen geht es nach Hause.

03.10.2016

DSC_0538Wir sind die Nacht über nicht komplett trocken gefallen, aber die Hanna steckte bei Niedrigwasser mit ihrem Kiel im Schlick. Es ziehen Nebelschwaden die Schwinge entlang. Nach dem Frühstück legen wir um 9:55 ab Richtung Pagensand Süd.

 

DSC_0535Auch auf der Elbe ist Nebel und große Schiffe sehen wie gespenstische Erscheinungen aus. Da die Sicht sehr eingeschränkt ist, kontrollieren wir per AIS, ob "die Luft rein" ist, dann queren wir das Fahrwasser nach Pagensand Südspitze. Dort gehen wir vor Anker und warten auf das Nachmittag-Hochwasser. Es gibt viel Natur zu DSC_0543beobachten. So sehen wir einen Seehund und ein Steinadler-Paar. Wirklich entzückend!

 

 

 

 

Später kommen Regenschauer. Sofort als der letzte Tropfen fällt, lichten wir den Anker und motoren zur Krückaumündung. Die Sonne kommt durch. DSC_0554Die Elbe ist spiegelglatt. Die Farben der Natur kommen voll zur Geltung - sehr, sehr hübsch!

Um 16:08 passieren wir das Sperrwerk und kurz nach 17 Uhr sind wir am Heimathafen SVE. Auch dieses Mal müssen wir uns in unseren Liegeplatz hindrücken und -ziehen. Im Hafen ist viel Betrieb, denn die Aufslipsaison hat begonnen.
Jedenfalls war dieser Törn auf der Elbe ein wirklich schöner Abschluss der Segelsaison 2016!

 

   

 

Letztes oder vorletztes Wochenende Segeln? – Vervollständigt!

25.09.2016

20160925_081513 Die Nacht war erstaunlich ruhig. Der Tidenwechsel war zwar mit Geräuschen am Anker verbunden, aber schon gestern machte der Anker den Eindruck, dass er gut im Grund hält. Es dauerte fast ein Stunde, bis sich die Hanna nach dem Kentern der Tide gedreht hat.
Wir stehen gegen 7 Uhr auf, frühstücken und legen dann 20160925_104619gegen 8 Uhr ab. Wir motoren, da der Wind genau von vorne kommt. Die Herausforderung heute: Sehr wenig Wasser. Schaffen wir es bei absoluter Nipptide und östlichen Winden bis in den SVE?
Wir erreichen um 9:01 das Sperrwerk. Wir motoren mit ca. 4,5 Knoten über Grund die Krückau hinauf. Kurz vor dem Ruderclub kommt dann die erste spannende Stelle mit wenig Wassertiefe. Wir haben teilweise nicht viel mehr - oder besser gesagt - kar kein Wasser unterm Kiel. Wir schaffen es aber tatsächlich bis in den Hafen des SVE. Leider kommen wir aber nicht auf unseren Platz. Die Fließgeschwindigkeit der Krückau ist mittlerweile unglaublich langsam - aber die Au fließt! Wir versuchen die Hanna in die Box zu drücken - aber vergebens. Wirten noch eine Weile bis wir den Eindruck haben, dass die Au zum Stillstand gekommen ist. Wir 20160925_114648legen den Rückwärtsgang ein, um dann mit ordentlich Schub in die Box zu kommen. Das klappt! Bei so wenig Wasser (s. Bild oben, aufgenommen dirket nachdem wir in die Box gekommen sind) sind wir bisher noch nicht die Krückau hochgefahren. Ein kurzes aber sehr, sehr schönes Segelwochenende geht zu Ende - war es das letzte Mal für diese Saison? Wir werden sehen. Ansonsten wird der nächste Beitrag das Hochslippen sein.

 

24.09.2016

20160924_094947 Es ist Samstag und die Wetteraussichten für das Wochenende sind sehr erbaulich. Wird es das letzte Wochende für diese Saison sein? Einziger Haken für heut und morgen: Es ist Nipptide (also wenig Wasser). Kommen wir aus dem Hafen?  Wir sind kurz nach 7 Uhr am Hafen des SVE. Nicole kauft noch Brötchen während Axel alles zum Ablegen vorbereitet. Das Wasser läuft sehr verhalten die Krückau hinauf und füllt entsprechend langsam den Hafen.  Wir frühstücken ersteinmal. Vierzig20160924_101518 Minuten vor Hochwasser in Elmshorn gelingt es uns schließlich die Hanna aus dem Schlick zu drücken. Kurz vorher legen unsere Liegeplatznachbarn ab. Mit wenig Wasser unterm Kiel motoren wir Richtung Krückausperrwerk. An der Krückaumündung verrichtet eine Art Saugbagger seine Arbeit und verengt gleichzeitig die Durchfahrt.  Gleich als wir auf die Elbe fahren, ziehen wir die Segel hoch. Unsere Segelplatznachbarn sind vor uns - nach einiger Zeit hinter uns. Wo wir hinfahren? Wissen wir noch nicht. 20160924_101930Erstmal die einfache Variante: Elbabwärts mit Wind und Wasser. Auf Höhe der Rhinplate drehen wir um und versuchen zunächst  gegen Wind und Wasser anzukreuzen, aber der Wind ist zu schwach, so dass wir 20160924_121803den Motor an, machen und zum Ankern auf die Ostseite der Rhinplate fahren. Unterwegs sehen wir Seehunde auf einer Sandbank liegen - echtes Nordseeflair. Hinter der Rhinplate liegen wir nicht alleine. Acht andere Segler liegen hier ebenfalls vor Anker. Es ist Ende September und die Sonne scheint, bei angenehmen 19 Grad können wir die Sonne an Deck genießen - unfassbar, ein Traum! Wir beabsichtigen hier bis morgen zu bleiben

 

 

„Grüner Mann“ Regatta

16.09.2016

20160916_161054Es ist Freitag. Unser Schiff liegt, nicht wie sonst weit weg an der Flensburger Förde, sondern direkt um die Ecke im schönen Hafen des SVE!  Wir sacken Piet ein und fahren zur Hanna. In nur 10 Minuten am Schiff - ein Traum!. Wir wollen nach Glückstadt, damit wir morgen schöne Bilder von der "Grüner Mann" Regatta Grüner Mannmachen können. Das ist eine Familienregatta, die durch die Vereine SVE, W.Y.K. und W.S.V.K ausgetragen werden. "Grüner Mann"?? Was ist das? Es ist ein Seezeichen in Form von drei grünen Beinen, und markiert die Einfahrt in die Krückau. Die Farbe grün bedeutet, dass das Seezeichen beim Einfahren in die Krückaumündung unbedingt auf Steuerbord liegen bleiben muß. Ganz im Gegensatz zur Markierung der Pinnau, die sozusagen einen "Roten Mann" hat. Dort wird das Seezeichen auf Backbord gelassen. Es ist ganz wichtig, sich daran zu halten, da sonst der Schiffsrumpf in Kontakt mit unheilbringen Steinen kommt!

Gerne würden wir bei der Regatta mitsegeln, aber wir bekommen es organisatorisch nicht wegen unserer anderen beiden Kinder hin. Gerade als wir bei laufender Maschine die Leinen losmachen, fängt es an zu donnern - das ist Nichts für Axel! Blitze sind aus seiner Sicht unberechenbar und können großen, materiellen aber auch personellen Schaden anrichten. Wir machen den Motor aus und die Hanna wieder fest. Einige Kameraden des SVE legen derweil ab. Als längere Zeit kein Donnern zu hören ist, wollen auch wir starten. Doch als wir den Schlüssel im Zündschloss drehen hört mann nur ein Klacken - das wars! So eine Sch...!! Axel bekommt Grummeln im Bauch! Wir probieren es mehrere Male, leider vergebens. Dann kommt ein Vereinskamerad, auch ein Delphin-Eigner, vorbei gelaufen und erwähnt das Wort "Dekompressionhebel". Bei uns fällt der Groschen: Vielleicht ist in den Zylindern noch ein Restdruck, so dass der Anlasser soviel Strom zieht, dass die sowieso schon betagten und möglicherweise etwas korrodierten Kontakte des Zündschlosses nicht genug Strom liefern. Wir betätigen alle drei Dekompressionshebel und: Tatsächlich, der Motor startet - Große Freude! Wir motoren schließlich hochmotiviert die Krückau runter und bis nach Glückstadt. Dort treffen wir Freunde, die mit ihrer Bianca 27 gerade im Binnenhafen liegen. Später gehen wir noch zum Lampionfest im Glückstäder Binnenhafen. Wirklich toll gemacht! Es lohnt sich auf jeden Fall, dort dabei zu sein! Wir verbringen einen sehr schönen und unterhalsamen Abend zusammen.

18.09.2016

DSC_0166Als wir aufstehen, regnet es - uncool! Doch als wir ablegen, hört es auf. Wir motoren die Elbe hinauf. Ungefähr vor Bielenberg treffen wir das erste Regattabegleitboot. Piet erkennt sofort Patric (sein künftiger Segellehrer!). Dann kommen auch schon die ersten Segelboote, genauer gesagt "Katamarane". Die nord-östlichen Winde bescheren ideale Segelbedingungen. Wir manövrieren die Hanna  so im Regattafeld , dass wir möglichst nahe an den Schiffen sind, ohne aber die Teilnehmer zu behindern. Es gelingen schöne Aufnahmen, die dann abends bei der Siegerehrung gezeigt werden. Das Wetter DSC_0424wird zunehmend und unverhofft besser. Später scheint sogar die Sonne, so dass wir uns im Anschluss an die Regatta vor dem "Grünen Mann" vor Anker legen. Nachmittags laufen wir dann in den schönen Hafen der W.Y.K. und genießen das schöne Wetter in geselliger Atmosphäre mit Seglern aus dem SVE und den anderen beteiligten Vereinen. Abends wird gegrillt. Es ist Alles wunderbar vorbereitet - wirklich ein tolles Engagement! Nach der Siegerehrung müssen wir nach Hause. Unser Segelmacher des Vertrauens nimmt uns netterweise mit! Was für ein schöner Tag!

Rückführung 2016 – Teil 2

09.09.2016

20160909_175728Am späten Nachmittag gehen wir Alle zusammen (drei Kinder, zwei Erwachsene) zum Elmshorner Bahnhof. Wir kommen, das ist ungewöhnlich, nur ein paar Minuten verspätet in Rendsburg an. Wir gehen zu Fuß zur Hanna. Das sind nicht viel mehr als 600 Meter. Die Sonne scheint in die Plicht und es ist schön, wieder an Bord zu sein. Nicole kocht leckere Spaghetti. Später bekommen wir noch Besuch und wir verbringen einen kurzweiligen Abend and Bord der Hanna.

10.09.2016

DSC_0022Wir stehen früh auf und legen zügig ab. Die Kinder schlafen noch. Es ist eine tolle Stimmung, als wir den Hafen von Rendsburg verlassen. Es ist schönes Wetter und warm. Wir motoren ca. 6,2 Knoten bei 2.300 U/min. Wir machen den Pinnenpiloten an und frühstücken während der Fahrt. Es vergehen entspannte Stunden, besonders, weil wir dann die Hängematte, die Axel zu Hause noch schnell eingesteckt hatte (Nicole: "Du denkst wohl auch nur an die wirklich wichtigen Sachen, oder?"), vorne auf dem Vorschiff aufhängen. Natürlich ist das dann der neue und absolute Lieblingsplatz der gesamten Crew. Es ist auch wirklich ein Traum: Bei warmen Temperaturen hört man fast nur das Plätschern der Hanna, deren Bug durch das Wasser pflügt und man genießt die Aussicht nach vorne und schaukelt dabei leicht hin und her. So geht 20160910_142152Entspannung! Um 13:45 fahren wir in die bereits geöffnete Schleuse. Es dauert ein wenig, dann kommen zwei große Segelschiffe in die Schleuse (evtl. werftneu) gefahren und erst dann schließt das Schleusentor. Um 14:20 verlassen wir die Schleuse und motoren die Elbe hinauf. Wir entschließen uns schließlich nach Stade zu fahren, dort findet heute Absegeln unseres Seglervereins SVE statt. Wir sind dann zwar über 10 Stunden an Bord, aber die Stimmung bei den Kindern ist noch gut. Wir laufen um 18:30  (Hochwasser Stader Sand 22: 14) im vorderen Teil des Hafens des MYC Stade ein. Wir kömmem nicht direkt in eine der Boxen einfahren sondern bleiben noch ein Stück vorher stecken und warten auf mehr Wasser. Wir verbringen einen sehr geselligen Abend mit unseren Vereinskameraden - es wird gegrillt. Gegen Mitternacht gehen wir ins Bett - die Kinder schlafen schon! Das gab es noch nie!

11.09.2016

DSC_0144Wir stehen um 7 Uhr auf und um 7:40 legen wir ab (die Kinder schlafen noch). Nach und nach folgen auch die anderen Schiffe des SVE. In einem großen Geschwader geht es unter Motor raus aus der Schwinge und auf die Elbe. Die Sonne hinter diesig verdecktem Himmel  hüllt die Landschaft in antrazitfarbenenes Licht. Auf der Elbe haben wir dann bei auflaufendem Wasser ordentlich Strömung gegenan. Es ist um die Uhrzeit schon recht viel los auf der Elbe. Auch bekannte Ankerstellen sind gut belegt. Wir geben ordentlich Gas und arbeiten uns an die Spitze des Feldes vor, um Fotos von unseren Vereinskameraden und ihrenDSC_0115 Schiffen schöne Fotos zu machen. Wir erreichen als Erste den SVE und Nicole macht dann noch schöne Bilder von den einlaufenden Schiffen. Dann schicken wir unsere Kinder zum Brötchen holen. Nachdem wir das Notdürftigste an Bord klariert haben, frühstücken wir. Ein tolles Wochenende geht zu Ende. Und: Unsere Hanna ist wieder daheim!

Rückführung 2016 – Teil 1 – Tag 3

04.09.2016

Es regnet die ganze IMG_0578Nacht. Um 7.10 klopft leider schon der Hafenmeister, wir springen aus den Kojen und legen, nach einem kurzen Kaffee, um 7.50 ab. Mit uns warten 3 weitere Schiffe auf die Schleusung. Um 8.40 ist es so weit: Wir fahren in die 20160904_084749große Schleuse und sind erst um 9.05 durch ... so lange hat es noch nie gedauert. Insgesamt haben wir aber wirklich Glück. Es ist für den ganzen Tag Regen angesagt, aber wir erleben nur wenige, kurze Schauer. Zum ersten Mal müssen wir an einer Weiche warten, um einen Schleppverband mit Schiffsteilen passieren zu lassen. Auf dem20160904_093600 Weg finden wir auch endlich den Grund für das Verrücktspielen des Pinnenpiloten heraus: Nicoles Handy scheint beim Ein- oder Ausschalten die Steuerung des Pinnenpiloten zu beeinflussen - wir probieren es ein weiters Mal. Und tatsächlich, es ist reproduzierbar! 

Gegen 13.00 erreichen wir den Obereider Yachthafen und legen bei einem starken Schauer an. Als wir fest sind, entdecken wir gegenüber unseres Liegeplatzes einen blauen Delphin 66.

Kurze Zeit später kommen liebe Freunde aus Marina Minde, die uns unser Auto von dort mitgebracht haben. Direkt danach noch ein kurzer Besuch von Axels Cousin. Als wir dabei sind die Hanna für eine Woche in Rendsburg klar zu machen, nehmen wir noch Kontakt zu den Delphin-Eignern auf. Es sind, wie soll es auch anders sein, sehr sympathische Menschen! Dann packen wir unsere Sachen und müssen leider nach Hause fahren; denn Morgen ist Schulanfang und und unsere beiden Mädels müssen dafür noch Einiges präparieren (gelinde ausgedrück).

Nächste Wochenende geht es dann weiter und wir bringen dann die Hanna nach Elmshorn .... mal schauen, ob die Gezeiten und unser Biorythmus dies zulassen.

Rückführung 2016 – Teil 1 -Tag 2

03.09.2016

20160903_092036 DSC_0058 DSC_0063Der Morgen beginnt grau. Nicole holt Brötchen und wir frühstücken. Ab 8 Uhr ist der Hafenmeister im Büro. Wir müssen tanken. Der Hafenmeister ist wirklich sehr nett, er kommt zu uns und reicht uns den Tankschlauch. Wir nehmen 75 Liter und bezahlen 101 €. Günstiger als in Dänemark. Gegen 9:30 legen wir ab. Wir setzen zügig die Segel. Kalkgrund lassen wir Backbord (!) liegen und queren das Flach. Dann folgt ein unglaublich schöner Segeltörn nach Kiel Holtenau. Wir segeln immer um die 7 Knoten, fast Raumschotkurs - ein Traum!! So schön war es lange nicht mehr! Es ist viel los und wir begegnen einem Regattafeld der GFK-Klassiker. Ein tolles Bild - eigentlich hätten wir dabei sein müssen. Als wir in die Kieler Förde einschwenken, begegnen uns ebenfalls viele Segeler. Außerdem müssen wir auf Regattafelder achten. Wir segeln bis vor die Tore der Schleuse von Kiel Holtenau und machen im Hafen an der Schleuse fest. Was für ein toller Segeltörn - 6,5 Stunden immer auf dem gleichen Bug und fast durchweg 7 Knoten - dazu Sonne und milde Temperaturen! Wir sind dankbar. Für morgen ist nasses Wetter angesagt. Mal sehen wie es wird - und wann wir durch die Schleusen kommen.

Rückführung 2016 – Teil 1 – Tag 1

02.09.2016

Wir kommen mit unserem Polo gut 20160902_161636durch nach Marina Minde. Dort dauert es ca. 40 Minuten und wir sind startklar. Axel demontiert noch schnell die Festmacher (nicht so wie letztes Jahr, wo wir sie vergessen hatten, und Freunde sie uns mitbrachten) und dann geht es auch schon los. Der Wind kommt aus westlichen Richtungen mit bis zu 6 Beaufort - perfekter Segelwind - das wird ein Riesenspaß (es soll anders kommen!). Beim Auslaufen blicken wir wehmütig zurück in den Hafen und nehmen Abschied -  schluchtz! Aber, wie soll es anders sein, die nächste Herausforderung wartet 20160902_202223schon auf uns, so dass keine Zeit für Sentimentalitäten bleibt. Wir ziehen hoch motiviert, direkt nach dem Auslaufen, das Groß hoch. Der nächste Griff geht zur Vorschot. Die Rollfock macht ein paar Umdrehungen und ... fest! Nichts dreht sich mehr. Was ist dass jetzt wieder? Ein Blick nach oben verheißt nichts Gutes! Der Schnapp-Schäkel, an dem das Vorfall fest gemacht ist, ist offen und hat sich im zweiten Vorstag verhakt.Axel kann vor Wut kaum sprechen, sondern nur wild gestikulieren. Wie kann sich der verdammte Schäkel da oben öffnen?  Die Situation ist ziemlich verwickelt (auch im wörtlichen Sinne): Die Fock läßt sich so nicht bergen bzw. wieder einrollen. Also schlägt Axel die Schoten ab und wickelt die Fock per Hand ein. Das macht bei teileweise 6 Beaufort viel Spaß! Unter Motor  segeln wir mit gesetztem Groß nach Gelting. Wir essen unterwegs Abendbrot. Als wir in Gelting ankommen machen wir direkt an der Tankstation fest. Sofort wird das zweite Vorstag demontiert und vom Schnapp-Schäkel getrennt. Als20160902_202246 nächstes wird der Bootshaken an dem Spifall befestigt und eine Art Steuerleine. Das Ganze wird hochgezogen um zu versuchen, den Haken in den Schlitten der Rollfock zu bekommen. Kein einfaches Unterfangen den Bootshaken wie eine Art Marionette oben in den Schlitten einzuhaken. Aber nach einigen Versuchen und bei einsetzender Dämmerung gelingt es uns aber und wir können den Schlitten herunterziehen. Wir sichern den Bolzen des Schnapp-Schäkels mit einer dünnen Leine - das soll nicht noch einmal passieren. Der Tag wird doch noch ein guter! Wir geht es wohl morgen weiter?

Alles hat ein Ende

16.08.2016

IMG_0420Nach Drejø laufen wir dann Ærøskøbing an - ein Muß, wenn man in der Dänischen Südsee unterwegs ist! Als wir in den Hafen einlaufen, winken uns Bekannte zu, die mit ihrem Motorboot unterwegs sind. Wir machen direkt neben ihnen fest. Ein toller Platz mit Blick auf die bunten Strandhäuser von Ærøskøbing. Den Tag über "Chillen" (Kinder) wir , gehen in die Altstadt, Grillen usw. Wir verbringen einen kurzweiligen Abend auf dem Motorboot unserer Bekannten. Wirklich ein tolles Schiff, dass nicht länger als unserers ist, aber ein Vielfaches an Platz und Komfort bietet. Und: Man ist viel schneller unterwegs!  Wo waren da noch gleich die Vorteile unseres über 40-Jahre alten Segelbootklassikers?

 

17.08.2016

Heute soll es nach Søby gehen. Zunächst unternehmen wir, wie jeden Tag, den Versuch, unsere Kinder mit einem schmackhaften Frühstück satt zu bekommen. Dann legen wir ab und motoren Richtung Søby - der fast nicht vorhandene Wind kommt von vorne. Kurz vor Søby Havn gehen wir vor Anker und überwinden uns zu einem kurzen Bad in der eiskalten Ostsee. Dann laufen wir in Søby ein. Wir fangen frühzeitig mit den Vorbereitungen für ein leckeres Abendessen an. Die Kinder müssen mithelfen und schneiden das Gemüse. Abends sitzen wir noch bei Seglern aus Elmshorn an Bord.

 

18.08.2016

DSC_0649Wir stehen etwas früher auf. Wir wollen, die für uns ausnahmsweise günstigen Winde nutzen, um Sønderborg mit gesetzten Segeln und ohne Motor zu erreichen. Nach Umrunden der Nordspitze von Ærø haben wir achterlichen Wind und das Vorsegel schlägt durch die Welle hin und her - wir halten aber durch. Nach Erreichen der Südspitze von Als wird es durch den Raumschotkurs viel angenehmer. Wir laufen über 7 Knoten - das macht Spaß! Bevor wir Sønderborg anlaufen, gehen wir  noch kurz vor Kegnaes vor Anker. Unter unserem Kiel sind nicht mehr als 70 cm Wasser. Der Grund besteht aus feinem Sand und das Wasser hat einen grünlichen Schimmer - ein Traum! DSC_0663Leider zu kalt zum Baden. Nicole hat aber vorgesorgt: Sie hat einen absolut leckeren Schokoladenkuchen vom Bäcker in Søby mitgebracht. Wir decken in der Plicht eine ansehnliche Kaffeetafel  ein. Gerade als wir das erste Stück zu uns nehmen wollen kommt ein Regenschauer. Unsere Kinder lassen sich nicht beeindrucken und holen Decken, die wir als Dach über uns halten. Schließlich laufen wir den Stadthafen von Sønderborg an, wo wir netterweise schon von den DSC_0633Seglern aus Elmshorn erwartet werden. Wir machen im Päckchen an ihnen fest. Ein schöner Platz, nur leider direkt an der Autobrücke. Aber uns wird dafür Viel geboten. Von der Plicht aus hat man einen schönen Blick auf den Hafen. Es ist reger Schiffsverkehr. Unter anderem kommt auch ein Nachbau eines Winkingerschiffs vorbei. Abends gibt es Pfannkuchen bis zum Abwinken!

 

19.08.2016

Heute wollen wir einen letzten Hafentag einlegen. Wir verholen uns in den nahegelegenen Yachthafen und liegen dort dirket neben dem Spielplatz, den Piet ausgiebig nutzt. Die beiden großen Schwestern  gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach und verbringen viel Zeit in dem neuen Shopping-Zentrum von Sønderborg. Der Tag vergeht wie im Fluge und wir nutzen das schöne Wetter zum Grillen - das letzte Mal in diesem Urlaub.

20.08.2016

Der zunächst vorherrschende Ostwind ist günstig für uns. Da er im Laufe des Vormittags auf West drehen soll, stehen wir früh auf, lassen die Kinder schlafen und legen ohne Frühstück ab. Wir kommen gut voran und laufen schließlich mit halben Wind die letzten Meilen vor der Hafeneinfahrt von Marina Minde an. Direkt nach dem Festmachen gibt es ersteinmal Frühstück. Dann beginnt die irrsinnige Packerei. Am frühen Nachmittag fahren wir wehmütig nach Hause - Alles hat mal ein Ende!

Besseres Wetter – Motivierte Crew

15.08.2016

DSC_0459Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zu unserem Liegeplatz. Wir freuen uns sehr, dass Isabel und Sophia kommen. Sie haben viel zu erzählen. Abends essen wir Abendbrot. Dann sitzen wir noch lange mit Bekannten und unseren Liegeplatznachbarn  zusammen. Die Kinder sind mit den Nachbarskindern unterwegs.

 

 

16.08.2016

DSC_0499Heute geht es nach Drejø. Unsere Liegeplatznachbarn voraus, wir hinterher. Die mit einem Schlag, wir müssen kreuzen. Die haben eine X-Yacht, wir einen GFK-Klassiker - große Unterschiede. Als wir in Drejø ankommen, werden die Schlauchboote für unsere Kinder und die unserer Nachbarn mit Außenbordern klariert. Es dauert nicht lange und es nähern sich zwei Mädchen mit 20160815_112121ihrem Schlauchboot - das Unschöne, sie tragen verdeckt  Waffen. Unsere sind ahnungslos und werden regelrecht überfallen. Leider haben wir keine Waffen dabei. Wir müssen improvisieren - und das möglichst schnell. Axel eilt unter Deck und holt zwei leere Plastikwasserflaschen aus dem Schapp - natürlich die 2L-Version! Oben in den Deckel kommt ein Loch, geladen wird mit Seewasser. Der Vorderlader entfaltet bei genügend Händedruck seine vernichtende Wirkung. Die Wasserschlacht beginnt. Es sind vier Schlauchboot im Spiel. Die Erwachsenen können das nasse Gefecht von der Plicht aus beobachten. Der kleine Hafen von Drejø wirkt wie eine Arena - ein phantastisches Schauspiel mit unglaublichen Spaßpotential! Nur DSC_0493die lauten Außenbordern stößt nicht bei allen Seglern auf Gegenliebe. Aber egal, Spaß muss sein! Das Wetter ist endlich besser geworden und solche Veranstaltungen machen richtig Spaß. So können wir abends draußen mit Bekannten Grillen. Die Kinder sind voll in Action - ein Traum!