01.10.2016
Dieses Wochenende wollen wir mit der Hanna Wedel anlaufen. Wir nehmen Freunde mit und hoffen, dass sie Gefallen am Segeln finden - denn Segelnachwuchs ist rar. Sie bringen ihr Auto vorher nach Wedel und kommen dann mit dem Fahrrad zum SVE. Außerdem erwartet uns ein Delphin-Eigner in Wedel. Er ist ein ehemaliger Kollege von Axel und ist Festlieger im Hamburger Yachthafen. Wir können seiner Auskunft nach dirket neben ihm festmachen.
Um 17:11 ist Hochwasser in Elmshorn (Hochwasser Glückstadt 16:25 + 46 min = 17:11). Gegen 15 Uhr versuchen wir aus der Box zu kommen - aber die Hanna steckt noch ganz schön fest. Es dauert fast noch eine halbe Stunde, bis wir mit Mühe freikommen, Um 16:30 passieren wir das Krückausperrwerk.
Als wir die Südspitze von Pagensand hinter uns haben, montiert Axel die Positionslaternen, denn wir sind später losgekommen als gedacht und außerdem wird es irgendwie schon dunkel. Die Lampen funktionieren leider nicht auf Anhieb. Wir mussen erst noch die teilweise korrodierten Kontakte leitfähig machen. Unser Bug war in dieser Saison oft unter Wasser, so dass die Stecker im Deck wahrscheinlich trotz Kappe Feuchtigkeit abbekommen haben. Wie auch immer, jedenfalls funktioniert schließlich sämtliche Beleuchtung an Deck (Positionsleuchten, Heck- und Dampferlicht).
Etwa auf Höhe der Hetlinger Schanze kippt die Tide und wir motoren gegenan. Segeln macht keinen Sinn, da der Wind genau von vorne kommt und kreuzen würde zu lange dauern. Bei immer weniger werdendem Tageslicht laufen wir in den Hamburger Yachthafen in Wedel ein und machen direkt neben dem Kollegen fest. Dieser wartet schon in der Plicht sitzend und hilft uns netterweise beim Anlegen. Wir verbringen noch einen kurzweiligen Abend und gehen schließlich früh zu Bett.
02.10.2016
Heute soll es nach Stade gehen. Hochwasser ist dort um 17:40 (HW Glückstadt 17:03 + 37 min. = 17:40 HW in Stade). In Wedel ist um 12:48 Niedrigwasser (NW Wedel 13:23 - 35 min = 12:48 NW in Wedel). Wir frühstücken ersteinmal und laufen dann Stege. Unser Sohn hat offensichtlich andere Vorstellungen, wie er seine Zeit verbringen möchte. Jedenfalls hatten wir ein laut quängelndes Kind zwischen uns. Als wir schließlich ablegen ist es sonnig und der Wind kommt südlich, so dass wir bei Kurs auf Stade den Wind von Backbord haben. Wir setzen sofort nach dem Verlassen der Hafeneinfahrt die Segel. Es ist ein Traum: Bei milden Temperaturen haben wir tollen Segelwind. Teilweise schon zu viel, so dass wir eigentlich Reffen müßten. Was für ein Ende der Segelsaison 2016!
Als wir ein ganzes Stück hinter der Schwinge sind, kehren wir um und steuern die Mündung in die Schwinge an. Dort laufen wir um 13:10 ein. Mittlerweile ist die Tide gekentert. Wir machen schließlich im SV Stade fest und genießen die Ruhe. Wobei, Ruhe ist relativ: Auf der Schwinge ist ein wahnsinniger Verkehr - in beide Richtungen. Es kommen auch größere Segelschiffe (Traditionsschiffe) vorbei. Später verholen wir uns noch ein Stück Richtung Stade. Dort bleiben wir die Nacht über. Morgen geht es nach Hause.
03.10.2016
Wir sind die Nacht über nicht komplett trocken gefallen, aber die Hanna steckte bei Niedrigwasser mit ihrem Kiel im Schlick. Es ziehen Nebelschwaden die Schwinge entlang. Nach dem Frühstück legen wir um 9:55 ab Richtung Pagensand Süd.
Auch auf der Elbe ist Nebel und große Schiffe sehen wie gespenstische Erscheinungen aus. Da die Sicht sehr eingeschränkt ist, kontrollieren wir per AIS, ob "die Luft rein" ist, dann queren wir das Fahrwasser nach Pagensand Südspitze. Dort gehen wir vor Anker und warten auf das Nachmittag-Hochwasser. Es gibt viel Natur zu
beobachten. So sehen wir einen Seehund und ein Steinadler-Paar. Wirklich entzückend!
Später kommen Regenschauer. Sofort als der letzte Tropfen fällt, lichten wir den Anker und motoren zur Krückaumündung. Die Sonne kommt durch.
Die Elbe ist spiegelglatt. Die Farben der Natur kommen voll zur Geltung - sehr, sehr hübsch!
Um 16:08 passieren wir das Sperrwerk und kurz nach 17 Uhr sind wir am Heimathafen SVE. Auch dieses Mal müssen wir uns in unseren Liegeplatz hindrücken und -ziehen. Im Hafen ist viel Betrieb, denn die Aufslipsaison hat begonnen.
Jedenfalls war dieser Törn auf der Elbe ein wirklich schöner Abschluss der Segelsaison 2016!





















Der Morgen beginnt grau. Nicole holt Brötchen und wir frühstücken. Ab 8 Uhr ist der Hafenmeister im Büro. Wir müssen tanken. Der Hafenmeister ist wirklich sehr nett, er kommt zu uns und reicht uns den Tankschlauch. Wir nehmen 75 Liter und bezahlen 101 €. Günstiger als in Dänemark. Gegen 9:30 legen wir ab. Wir setzen zügig die Segel. Kalkgrund lassen wir Backbord (!) liegen und queren das Flach. Dann folgt ein unglaublich schöner Segeltörn nach Kiel Holtenau. Wir segeln immer um die 7 Knoten, fast Raumschotkurs - ein Traum!! So schön war es lange nicht mehr! Es ist viel los und wir begegnen einem Regattafeld der GFK-Klassiker. Ein tolles Bild - eigentlich hätten wir dabei sein müssen. Als wir in die Kieler Förde einschwenken, begegnen uns ebenfalls viele Segeler. Außerdem müssen wir auf Regattafelder achten. Wir segeln bis vor die Tore der Schleuse von Kiel Holtenau und machen im Hafen an der Schleuse fest. Was für ein toller Segeltörn - 6,5 Stunden immer auf dem gleichen Bug und fast durchweg 7 Knoten - dazu Sonne und milde Temperaturen! Wir sind dankbar. Für morgen ist nasses Wetter angesagt. Mal sehen wie es wird - und wann wir durch die Schleusen kommen.






Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zu unserem Liegeplatz. Wir freuen uns sehr, dass Isabel und Sophia kommen. Sie haben viel zu erzählen. Abends essen wir Abendbrot. Dann sitzen wir noch lange mit Bekannten und unseren Liegeplatznachbarn zusammen. Die Kinder sind mit den Nachbarskindern unterwegs.

die lauten Außenbordern stößt nicht bei allen Seglern auf Gegenliebe. Aber egal, Spaß muss sein! Das Wetter ist endlich besser geworden und solche Veranstaltungen machen richtig Spaß. So können wir abends draußen mit Bekannten Grillen. Die Kinder sind voll in Action - ein Traum!







Die Nacht war wider Erwarten ruhig. Wir frühstücken in der Plicht. Die Sonne schafft es teilweise durch die dicke Wolkendecke zu dringen. Heute soll eigentlich viel Wind kommen - heute surfen? Wir müssen erstmal Vorräte beschaffen und lichten bei stehender Fock ohne Motor den Anker und segeln nach Svendborg - starke Strömung mit uns. Wir müssen jedoch später den
Motor anmachen, weil auch ein Regattafeld auf uns zukommt. Ein Motorboot fährt voraus und warnt entgegenkommende Segler. Wir machen in Svendborg fest und Nicole kauft ein, während Piet mit dem Kescher angeln geht. Anschließend gehen wir noch zusammen zu dem Fischladen, direk am Hafen. So einen Anblick hat man selten (siehe Titelbild). Unglaubliche Auswahl an Fisch. Kaufen abermals frischen Fisch für heute Abend. Wir wollen in der Bucht von Troense ankern.









































