Immer mit dem Wind, bis heute!

31.08.2017, Korshavn

Eine traumhaft ruhige Nacht in der Bucht von Korshavn liegt hinter uns. Der Wind hat im Laufe des Abends deutlich nachgelassen. Am heutigen Morgen liegt unsere Hanna in einem spiegelglatten Ententeich; ein wolkenloser Himmel über uns und um uns herum, nichts als Stille. Wir spühren die Kraft der aufgehende Sonne in unseren Gesichtern. Bei dem Ambiente ist ein Frühstück in der Plicht ein echter Genuß!

Aufgrund des angesagten Starkwindes bzw. Sturmes gegen Ende der Woche, wollen wir heute unseren langgehegten Wunsch Samsø anzulaufen, umsetzen. Wir rechnen damit, dass wir mogen Samsø wieder Richtung Süden verlassen müssen, um dort nicht eingeweht zu werden.

Der Wind kommt achterlich aber zu schwach für unsere schwere (überladene und bewachsene) Hanna. Wir müssen die gesamte Strecke nach Ballen auf Samsø motoren. Der Sonne scheint, es ist warm. Auf gut der halben Strecke machen wir den Motor aus und Piet darf die Angel auswerfen. Wir lassen uns nur mit der Fock treiben. Leider bleibt ein Erfolg beim Angeln aus und wir motoren schließlich nach Ballen. Der Hafen ist, es war nicht anders zu erwarten, proppevoll. Wir fahren trotzdem in den, wie eine Arena anmutenden Hafen hinein. Auf den meisten Segelbooten sitzen die Menschen wie eine Art Publikum, in Erwartung eines spannenden Hafenkinos. Wir bemühen uns, unseren Beitrag zur deren Belustigung möglichst gering zu halten. Es ist jedoch nicht leicht, mit unserem Langkieler, in der Hoffnung, einen freien Platz zu sichten, bis in die letzten Ecken des Hafens vorzustoßen. Nicole ist (wie eigentlich immer) an der Pinne und schlägt sich wirklich tapfer! Mich überkommt das Gefühl, dass sich das Publikum nicht genug unterhalten fühlt.

Ein älteres Ehepaar winkt uns zu und wir machen schließlich längsseits an ihrer HR fest. Uns wird versichert: "Ein super Platz!" Er meint damit den ungehinderten Blick auf die gesamte Arena.

Als wir fest sind und alles verteut haben, schauen wir in die Runde. Es ist wirklich auffällig: Der Anteil der neueren und immer größeren Segelschiffe nimmt offensichtlich zu. Wir gehören mit unserem klassisch anmutenden "kleinen" Delphin zu einer Minderheit.

Piet steht schon in den Startlöchern. Er hat beim Anlaufen des Hafens den wunderschönen Strand entdeckt. Dort möchte er, verständlicherweise, sofort hin! Nach einer für ihn gefühlten Ewigkeit, machen wir uns endlich auf. Ein sehr schöner Strand mit feinem Sand und seichtem sowie glasklarem Wasser - ideal. Dazu noch Sonnenschein und warne Temperatur - besser geht es nicht.

Die Umgebung des Hafens ist wiklich sehr schön; nette und uhrige Restaurants und Cafes, direkt am Hafen, dazu eine Baggerie und einen Stand mit frischem Fisch.

Spät am Abend bekommen wir noch einen Päckchenlieger an unsere Steuerborseite. Eine reine Frauen-Crew, wie sich auf Grund der kurzen Haare erst auf den zweiten Blick herausstellte. Axels aufflammende Freude wird umgehend im Keim erstickt: Nicole versichert mir trocken: "Bei denen kannst Du ganz bestimmt nicht punkten!" Ich wußte sofort, was sie meinte. Hilfsbereit, wie ich bin, bot ich trotzdem meine Hilfe an. Außerdem versuchte ich, mit meinen rudimentären Dänischkenntnissen Eindruck zu schinden. Als Reaktion kam, wenn man es wohlwollend auslegen möchte, nicht mehr, als ein mildes Lächeln.

02.08.2017, Ballen auf Samsø

Heute wollen wir früh los, da ab Mittag wiedereinmal viel Wind vohergesagt ist. Die Damen-Besatzung unseres Nachbarschiffes schläft noch und wir wollen sie auch nicht wecken. Wir machen uns daran,  die Vorleine samt Stromkabel von unserem Schiff abzumontieren und am Schwimmsteg zu befestigen, damit wir uns, die Achterleine unsere Nachbarschiffes nach vorne führend, nach hinten hinaus verholen können. Unser Motor läuft bereits. Doch in dem Moment zeigt sich ein Mitglied der Damencrew. Ich wollte nicht aufgeben, vielleicht doch noch im letzen Moment bei den Damen zu punkten. Jedenfalls versuchte ich der ob unseres Vorhabens etwas verwundert dreinschauenden Seglerin auf gebrochenem Dänisch klar zu machen, dass wir gerade dabei wären, abzulegen. Und das Beste dabei sei, dass wir sie samt ihrem angebundenen Schiff gleich mitnehmen würden. Immerhin, die Reaktion daraufhin konnte man als mildes Lächelnd auslegen!

Unser heutiges Ziel ist Kerteminde, wo wir das herannahende Tiefdruckgebiet mit Starkwind und Sturm abwettern wollen. Hier gibt es genügend Möglichkeiten, wie Sightseeing oder Museen usw..

Wiedereinmal hat es sich gelohnt, früh abzulegen. Als wir auf Höhe von Fyns Hoved sind, kommen erste ernstzunehmende Böen. Wir haben volles Tuch und müssten eigentlich reffen. Andererseits sind wir bereits in der Abdeckung. Wir brauchen aber etwas Druck im Segel, um genügend Höhe laufen zu können. Es ist der erste Törn unseres bisherigen Urlaubs, den wir hoch am Wind segeln müssen.

Als wir die Landspitze zwischen Romsøsund und Kerteminde Bugt umrunden, starten wir den Motor und holen die Segel ein. Der Hafen von Kerteminde ist um dieseTageszeit (Mittag) noch alles andere als voll.

Das Wetter ist schön und wir können in den Gammle Haven laufen und abends in der Plicht essen. Der Tag geht viel zu schnell zu Ende.

 


Wir lassen uns nicht aufhalten!

30.07.2017

Freidericia ist auch schön, aber da geht bestimmt noch mehr!

Laut Vorhersage ist für heute wieder einmal mit viel Wind im Laufe des Tages zu rechnen. Man gewöhnt sich an Alles. Wir brechen nach unserem obligatorischen Kaffee auf. Ziel ist zunächst der alte Hafen von Fredericia. Doch als wir auf Höhe der Einfahrt sind, juckt uns der Hafer! Was sind schon 7 Beaufort bei Raumschotkurs. Wir fahren also weiter in Richtung Kattegat. Als wir aus dem Lillebelt raus gefahren sind, stellt sich für uns spontan die Frage: Nach Backbord abbiegen Richtung Julesminde, oder weiter gerade aus nach Bogense. Wetteronline zeigt auf dem Wetterradar Gewitterfronten aus Süd-West heranziehend.

Wir schauen uns die Zugrichtung der Gewitterzellen genau an und stellen fest, dass wir diesen wahrscheinlich entkommen würden, wenn wir weiter Richtung Osten fahren würden. Genau so war es dann auch. Als wir in Bogense fest sind, können wir gerade noch das Stromkabel verlegen und dann fängt es unwetterartig an zu schütten. Draußen über dem Kattegatt können wir Blitze erkennen und Donner wahrnehmen. Also, Alles richtig gemacht!

Nachmittags wird das Wetter sogar noch richtig schön und wir können baden - Piet freut sich riesig!

Der Wind nimmt auch weiterhin zu, aber es ist recht mild.

Wir kaufen noch frischen Fisch (Langefisk, zu Deutsch: Lengfisch, dorschähnlich); super frisch und lecker.

31.07.2017

Auch am heutigen Morgen stellt sich die Frage, wohin? Denn auch für heute, wie ist es anders zu erwarten, sind in Böen bis 7 Beaufort (zumindest bei Wetteronline) angesagt. Wir entscheiden uns für Korshavn. Dort kann man herrlich geschützt ankern. Wir brechen sofort nach unserem Kaffee auf. Wir fahren mit vollem Tuch, ständig in der Bereitschaft zu reffen. Böen von mehr als 6 Beaufort bleiben aber aus -> Windfinder hatte heute Recht! Trotzdem ziehen einige dunkle Wolken mit Regen an uns, wohlgemerkt in sicherer Entfernung, vorbei.

Nachdem der Anker bei 2,10 m über Bord geht, steigen wir alle zusammen ins Schlauchboot und rudern an Land. An diesem entlegenen Ort treffen wir tatsächlich Vereinskameraden vom SVE. Wir kommen ins Gespräch und die Zeit läuft dahin.

Die Örtlichkeiten des Hafens sind spartanisch. Aber das passt hier absolut hin. Ein dänisches Paar bereitet in einer kleinen Outdoor-Küchen-Nische frischen Hummer zu. Wir gucken nicht schlecht und schauen uns das Ganze aus der Nähe an. Piet darf sogar die Prachtexemplare anfassen. Wir erfahren, dass die Hummer direkt vom Kutter kommen; pro Stück wurden 100 Kronen bezahlt - das ist relativ günstig. Die fangfrischen Krustentiere werden in kochendem Salzwasser mit Dill, 20 Miunten gegart - auf Grund des Geruches natürlich nicht an Bord. Danach werden sie zerlegt. Der Panzer des Unterleibes wird mit einer Schere aufgeschnitten und dann mit der Hand aufgebrochen, so dass das darin enthaltene Fleisch am Stück herausgenommen werden kann. Die Scheren werden mit einem Stein zertrümmert, um an das Fleisch zu kommen.

Es ist bereits später Nachmittag und wir wollen zurück an Bord. Als wir Richtung Schlauchboot schauen, könnnen wir unseren Augen nicht trauen: Unser Schlauchboot treibt vom Ufer, mit beachtlicher Geschwindigkeit davon. Bei dem Wind, keine Chance es mit Schwimmen einzuholen.  Gut dass wir uns in einer Bucht befinden. Axel macht sich zu Fuß auf die andere Seite der Bucht und rudert zurück. Nettes Abenteuer am Rande!

Der Abend beschert uns einen traumhaften Sonnenuntergang. Mal sehen, wie es morgen weitergeht.

 

 

Auf zum Sommerurlaub 2017!

26.07.2017

Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind zwar nicht ideal, aber Hauptsache, wir sind unterwegs.

Wir müssen zwar heute noch arbeiten, aber trotzdem machen wir uns noch auf den Weg nach Marina Minde. Unser voll beladener Polo muss Alles geben.

Wir kommen gut durch und kommen hoch motiviert in Marina Minde an und springen aus dem Auto, um unsere Hanna zu beladen. Durch die Aussicht auf die bevorstehende Segelreise, entfalten sich ungeahnte Kräfte. Taschen, die wir zu zweit ins Auto gehievt haben, schafft Axel einarmig, mit der anderen Hand am Vorstag festhaltend an Bord - oberste Prämisse: Bloß keine Zeit verlieren! Es dauert keine Stunde und wir können ablegen.

Der Wind ist zu schwach, so dass wir motoren. Aber irgendetwas fühlt sich anders an. Die Pinne vibriert und wir sind zu langsam, gemessen an der Umdrehungszahl der Maschine! Bewuchs!? Wir waren lange nicht beim Schiff. Wir machen den Motor aus. In Ermangelung einer Alternative bekommt Axel einen Pfannenwender in die Hand gedrückt, mit der Frage: "Wieseo" Ich: "Warum 'wieso'??", Nicole:"Wieso hast Du noch nicht Deine Badehose an?!" Axel geht tauchen. Leider bestätigt sich unsere Befürchtung: Muschelbänke und Algen hängen an unserem Rumpf! So eine Sch..!!

Immerhin, Axel bekommt zumindest das Ruderblatt frei. Wir machen uns dann wieder auf den Weg nach Sønderborg. Leider erreichen wir die Brücke zu spät, so dass wir eine knappe Stunde warten müssen. Wir legen uns provisorisch an eine etwas älter anmutende Anlegestelle, sehr nahe am Ufer - unter uns noch 0,2 Meter Wasser. Der Stadthafen gegenüber ist nämlich proppevoll. Wir genießen unser schnelles Abendbrot mit phantastischer Sicht auf den Stadthafen. Dann legen wir ab und passieren die mittlerweile geöffnete Brücke. Wir steuern direkt auf den Ankerplatz im Alssund zu und schmeissen den Anker über Bord - herrlich diese Ruhe! Wir genießen die abendliche Stimmung.

27.07.2017

Wir haben die Nacht über sehr ruhig gelegen. Morgens kommt ganz leicht die Sonne durch, der Wind nimmt aber schon etwas zu. Nach dem Frühstück lichten wir den Anker, ohne Motor, was in diesem Fall ein heikles Unterfangen ist, da der Wind, entgegen der Vorhersage, ziemlich südlich und damit etwas auflandig weht. Hinter uns wird es sehr schnell, ganz flach. Der Anker liegt immer auf der falschen Seite, also auf der Landseite vom Schiff, so dass sich der Bug beim Einholen der Ankerkette in Richtung Land bewegt. Wir holen also die Kette soweit ein, bis der Anker gerade noch hält. Als der Wind das Heck Richtung Land dreht, holen wir schnell den Rest der Kette ein und lassen den Anker ein Stück hängen, um dann die Fock ein Stück auszurollen und back zu halten - das funktioniert! Wir nehmen schnell Fahrt auf und gehen in den Wind, um das Großsegel zu hissen. Dann segeln wir mit achterlichem Wind den Alssund und dann den Alsfjord hinauf, um dann Aarøsund Havn anzulaufen. Wir segeln Schmetterling, was einiges an Konzentration erfordert, damit wir nicht ungewollt eine Patenthalse fahren.

Im Hafen angekommen, werden wir per Schild aufgefordert, innerhalb der nächsten Stunde das Hafengeld zu entrichten. Als wir am Automaten das Ticket gezogen haben, lesen wir einen Aushang, auf dem steht, dass das Internet nicht funktioniert und der Techniker verständigt wurde. Wie lange hängt das Schild wohl hier schon, seit letzter Saison? Um ehrlich zu sein, Axel ägert sich ein wenig, denn das heißt keinen Blog schreiben! Aber ansonsten ist der Hafen sehr schön. Insbesondere auch wegen des sehr schönen Gästehauses (s. Bild)

28.07.2017

Wir legen früh ab, denn es ist Starkwind ab 10 Uhr vorhergesagt. Gegen 7:30 legen wir ab und setzen zügig unsere Segel. Der Wind ist wieder sehr achterlich, bedeutet Schmetterling-segeln, mit ausgebaumter Fock. Uns folgen bestimmt 6 weitere Schiffe, die uns, trotz unseres Bewuchses, nicht einholen - eine kleine Genugtuung stellt sich ein. Der Wind legt schon bald auf gut 6 Beaufort zu und wir sind mit guten Sechs, teilweise über sieben Knoten unterwegs.

Wir laufen die kleine Insel Faenö Kalv an und legen uns in deren Windschatten vor Anker. Piet und Axel erkunden die Insel mit dem Schlauchboot, auch , um evtl. Piraten zu treffen oder sogar einen Schatz zu heben. Leider sollen beide Wünsche unerfüllt bleiben.

Nach einigen Stunden legen wir unter Segeln ab und steuern den Hafen Middelfart (Stadthafen) an. Wir wundern uns, warum viele Segler die benachbarten Häfen anlaufen und nicht den stadtnahen Hafen. Später erfahren wir den Grund.

Der Hafen ist nicht groß, aber fußläufig zur Innenstadt gelegen. Außerdem gibt es hier eine Bücherei und ein Kino. Gegen 20 Uhr kommt der "Hafenmeister" - Kassierer trifft es wohl besser. Wie auch immer, jedenfalls erfahren wir jetzt die Lösng des Rätsels: Er will 200  Dänische Kronen haben! Das Beste, die Duschen kosten extra und es gibt kein WLAN! Die haben wohl den Schuss nicht gehört!! Wir schwören: Egal, welches Wetter, morgen fahren wir weiter (für morgen sind 7 bis 8 Beaufort angesagt!).

29.07.2017

Wir halten unser Versprechen und legen nachmittags ab, Richtung Fredericia. Wir haben nur die Fock draußen und sind mit guten 8 Knoten unterwegs (Strömung von 1,5 Knoten inklusive). Es treffen uns Böen der Stärke 7 und wir bekommen trotz reduzierter Fock ordentlich Schräglage!

Der Sportboothafen von Fredericia gibt sich in industriellem Ambiente. Wir wollen aber auch nicht weiter fahren, denn der Wind ist einfach zu stark. Mal sehen, wie es morgen weitergeht.

  

 

 

 





Endlich mal wieder los- wenn auch kurz!

16.07.2017

Wir waren jetzt drei Wochen nicht beim Schiff - familiäre Verpflichtungen waren der Grund. Aber heute, Samstag wollen wir nach Marina Minde fahren und wenigstens eine Nacht irgendwo bleiben. Das Wetter ist, zumindest für heute, mit vielen sonnigen Abschnitten vorhergesagt. Nur der schwache Wind kann unser Segelvergnügen möglicherweise noch trüben. Unsere Freunde mit ihrer Bianca 27 kommen auch nach Marina Minde und wir planen, gemeinsam einen Ankerplatz aufzusuchen.

Wir legen am frühen Nachmittag mit Kurs in Richtung Ochseninseln ab. Wir setzen zügig die Segel. Jedoch entfaltet sich die Wirkung der Segelflächen sehr unterschiedlich auf beiden Schiffe: Während die Bianca unserer Freunde bestimmt mit 3 bis vier Knoten auf die Kreuz geht, dümpeln wir mit teilweise 0 Knoten dahin - frustrierend. Wir werden wieder jäh an unsere fehlende Genua erinnert! Alles was wir an Segeln zur Verfügung haben, hängt nämlich zur Zeit lustlos am Rigg herum.  Wir träumen von einer ebenso großen wir leichten Genua, die unsere Hanna jetzt auf mindestens 4,5 Knoten beschleunigen würde - wahrscheinlich unrealistisch! Um so realistischer ist hingegen der Anblick unserer Freunde, die mit ihrer Bianca 27 schon bald außer Sichtweite gesegelt sind!

In der Nähe der Ochseninseln legen wir uns dann bei unseren Freunden, die bestimmt schon zwei Stunden hier vor Anker liegen, längsseits ins Päckchen. Später verholen wir uns noch einmal ein Stück in Richtung Ochseninseln; denn heute Nacht soll der Wind auf Süd-West drehen und zunehmen.

Es gibt ein leckeres Abendessen mit einem wunderbaren Blick auf die Flensburger Förde und wir verbringen einen sehr gemütlichen Abend zusammen.

 

17.07.2017

Der nächste Morgen ist in ein facettenreiches Grau gehüllt. Es nieselt und der Wind nimmt spürbar zu. Unsere Freunde legen derweil ab und wir trinken noch unseren obligatorischen Kaffee, bis auch wir unseren Anker lichten und unter ausgerollter Fock Richtung Marina Minde segeln. Leider müssen wir auch schon bald wieder nach Hause. Als wir in Marina Minde fest sind frühstücken wir erst einmal und packen dann unsere Sachen und fahren nach Hause – das war eine schöne, aber viel zu kurze Tour!

 



Nur um die Ecke

Das schöne an Marina Minde ist unter anderem die Lage: Auch bei viel Wind kann man von hier aus Tagestörns unternehmen. Welches Ziel man anläuft, hängt von der Windrichtung ab. Marina Minde liegt im Grunde im Scheitelpunkt der um ca. 90 Grad abknickenden Flensburger Förde. Es gibt eigentlich keine Windrichtung, bei der man nicht ohne Kreuzen hinkommt.

An diesem Wochendne haben wir nord-westliche Winde der Stärke 7, in Böen 8 Beaufort. Die Sonne scheint und es ist warm. Wir entschließen uns am Nachmittag abzulegen, um die nahegelegene Bucht "Stranderød Bugt" anzulaufen. Das Ablegen ist bei den seiltlich eintreffenden Böen nicht ganz einfach, zumal unsere Boxengasse ziemlich schmal ist. Wir sind an unserem Steg das längste Schiff und müssten eigentlich einen anderen Liegeplatz haben, aber wir haben uns im Laufe der Jahre daran gewöhnt sowie Lieben und Schätzen gelernt.

Nach dem Ausflaufen aus dem Hafen, rollen wir die Fock aus. - und dabei bleibt es, denn es sind bis zu unserem Ziel nur etwa gut drei Seemeilen. Wir sind schlichtweg zu faul, um das Großsegel auszupacken und zu hissen.

Wir machen aber trotzdem gute 6 Knoten Fahrt. Das reicht!

Die Ankerbucht ist gut besucht. Wir nähern uns dem Ankerfeld und queren es Richtung Land. Vielleicht 40 Meter vom Strand entfernt, geht der Anker über Bord, Motor aus und .... herrlich diese Ruhe und dieser Ausblick. Es ist warm und wir liegen windgeschützt. Axel setzt zusammen mit Piet im Schlauchboot über zum Strand zum Baden. Auf dem Rückweg, versucht sich Piet das erste Mal mit dem Rudern.

Wir können in der Plicht abendessen und den wunderschönen Anblick der in der Abendröte versinkenden Flensburger Förde genießen.

Die Nacht ist ruhig. Am nächsten Tag können wir baden und den herrlich warmen, sommerlichen Tag genießen. Einziger Wehrmutstropfen: heute müssen wir wieder nach Hause - aber da haben wir es ja auch schön.

 


Überführung 2017

23.05.2017

Eigentlich hatten wir vor, heute von Glückstadt nach Brunsbüttel zu kommen. Doch als wir zu Fuß vom Bahnhof kommend den Außenhafen von Glückstadt erreichen, treffen erste schwere Böen ein. Laut Vorhersage ist mit einer Gewitterfront zu rechnen. Und tatsächlich läßt sich das Bilden der Front auf dem Niederschlagsradar verfolgen. Wir nehmen Abstand von der Idee, heute gen NOK abzulegen. Stattdessen gehen wir mit Freunden in das abermals neu eröffnete "Glücklich Strandgut".

 24.05.2017

Um 5:30 klingelt das Smartphone. Ein kurzer Blick auf diverse Wetter-App's und nach dem Motto "jetzt oder nie" springen wir in unsere zurechtgelegten Klamotten und legen um 6 Uhr ab. Wir hoffen, dass zumindest die vorhergesagte Windrichtung stimmt. Bei West-Nord-West wird die Welle bei 6 Beaufort vor der Schleuse vor Brunsbüttel nicht so heftig ausfallen. Wir motoren gegen Wind und Welle. Es treffen die ersten Böen mit 7 Beauford ein. Wir kommen aber gut voran, dank des noch ablaufenden Wassers. Es ist wenig, besser gesagt, gar nichts los auf der Elbe, außer Berufsschifffahrt. So werden wir in Brunsbüttel auch als einzige geschleust.

Es folgen Stunden auf dem NOK mit teilweise gesetzter Fock. Wir laufen über 7 Knoten - das macht schon fast wieder Spaß.

Nach knapp 8 Stunden erreichen wir die Schleuse in Kiel-Holtenau. Dort legen wir uns an den neu gebauten Steg - der ist wirklich gut geworden. Der Automat ist noch außer Berieb. Wir warten 1,5 Stunden und werden dann mit zwei großen Schiffen in der einzig in Betrieb befindlichen Kammer geschleust.

Wir machen direkt im Außenhafen in Kiel-Holtenau fest.

 25.05.2017

Wir legen früh mogens ab und setzen zügig die Segel. Es weht mit 5 bis 6 Beaufort aus Nord-West - wir reffen. Auf der Ostsee steht leider eine unangenehme Welle, die ungünstig und steil zu unserem Kurs steht. Unser kleiner Matrose an Bord kämpft mit der Seekrankheit. Wir brechen ab und starten den Motor und nehmen direkten Kurs auf Schleimünde. Es ist schon fast gar kein Durchkommen in die enge Mündung der Schlei. Unzählige Sportboote kommen aus der Schlei gefahren.

Im Hafen von Schleimünde ist noch viel Platz. Wir legen ganz hinten, in Sichtweite zu dem kleinen Strand, an. Es ist wirklich sehr schön hier. Es wird ein enstpannter Tag und auch Piet kommt beim Spielen mit dem feuchten Element zu seinem Recht.

 26.05.2017

Nach dem Frühstück kümmern wir uns um unseren Antennensplitter, der offensichtlich ohne Funktion ist. Das Gerät wird abmontiert und aus den darin befindlichen Teilen bauen wir einen Adapter, der zwischen das Antennenkabel und das Funkgerät passt. Als wir später dem ersten Funkverkehr folgen können, zeigt sich der Erfolg der Maßnahme.

Schließlich legen wir am späten Vormittag ab und nehmen unter Segeln Kurs auf Høruphav Havn. Unterwegs bekommen wir einige Schweinswale zu Gesicht.

Mit nicht viel mehr als 4 bis 5 Knoten, später sogar teilweise nur 3 bis 4 Knoten bewegen wir uns fort. Eine Geduldsprobe, die wir aber bestehen: Nur wenige Meilen vor Høruphav Havn starten wir den Motor und laufen am Nachmittag in den schönen Hafen ein. Kay von Eitzen (auch bekannt als der Bianca 27-Papst), der Organisator des dort jährlich, an Himmelfahrt, stattfinden Bianca 27-Treffens winkt uns zu und wir dürfen bei ihm längsseits festmachen. Der Pflegezustand seines Schiffes übertrifft Alles, was wir jemals gesehen haben. Alles an seinem Schiff glänzt, egal ob Lack oder Metallteile. Und von Jahr zu Jahr scheint das Schiff mehr zu glänzen. Um so größer ist die Ehre, die uns mit dem Längsseitsgehen zuteil wird.

Wir verbringen einen geselligen Abend am Grill mit den Bianca 27-Freunden.

 26.05.2017

Am späten Morgen machen wir uns auf Richtung Marina Minde. Die Sonne scheint, es ist warm und es weht ein leichter Wind. Wir segeln raumschots weiter in die Förde hinein und suchen uns einen Ankerplatz in einer kleinen Bucht auf der dänischen Seite. Zum Baden ist das Wasser noch zu kalt, aber auch so ist es sehr schön an Bord. Das Schaufelrädchen unserer Logge ist seit einiger Zeit fest. Axel zieht sich seinen Neopren an, um mit einem Tauchgang das Schaufelrädchen wieder gängig zu machen.

Am Nachmittag machen wir uns dann auf zu unserer letzten Etappe nach Marina Minde. Es sind nur noch wenige Seemeilen bis dort hin. Der Wind hat inzwischen aufgefrischt, und wir müssen beim Lichten des Ankers darauf achten, dass der Bug nicht in Richtung Land zeigt, da nur wenige Meter neben uns die Wassertiefe wenige Zentimeter beträgt. Wir rollen die Fock ein Stück aus, so dass wir in dem Moment, wo der Anker lose kommt, das Vorsegel back halten können. Der Bug dreht sich langsam vom Flach weg und wir beschleunigen nach dem vollständigen Ausrollen der Fock auf ca. 5 Knoten. Dann setzen wir das Großsegel und erreichen traumhafte 7,2 Knoten bei mittlerweile 5 Beaufort und Raumschotkurs; dazu Sonne und milde Temperaturen - der Sinn sdes Lebens wird erkennbar!

Viel zu schnell erreichen wir Marina Minde. Als wir in den Hafen einlaufen, sehen wir Kay von Eitzen mit seiner schönen "Holnis" auf unserem Platz. Wir freuen uns, dass er mit seiner Frau nach Marina Minde gekommen ist und legen uns direkt neben die "Holnis". Wir werden von diversen Stegnachbarn herzlich begrüßt. Wir freuen uns sehr, nach einem langen Winter Alle wiederzusehen. Wir treffen uns dann später zum Grillen und verbringen bei angenehmen Temperaturen mit traumhaftem Blick auf die Flensburger Förde einen sehr geselligen Abend. Mit Kay und seiner Frau trinken wir später einen Absacker auf unseren Schiffen und gehen gegen Mitternacht zu Bett.




SVE – Glückstadt – Borsfleth – Beidenfleth – Glückstadt

20.05.2017

Es gleicht einem Experiment: Wir wollen herausfinden, ob wir bei totaler Ebbe noch in den Hafen von Ivenfleth (Borsfleth) kommen.

Wir passieren am späten Nachmittag nach geringer Wartezeit das Störsperrwerk. Als wir uns der Hafeneinfahrt nähern, sehen wir, dass offensichtlich noch andere Segler ein ähnliches Experiment vorhaben. In der Hafeneinfahrt stecken mehrere Boot im Schlick fest. Wir lassen es darauf ankommen und nähern uns der Einfahrt. Am ersten und zweiten "Festlieger" kommen wir noch vorbei. Deren Tiefgang beträgt auf Nachfrage um die 1,80m. Doch dann erreichen wir eine Engstelle, wo ein Segelboot mit 1,4 m Tiefgang fest sitz. Leider kommen wir in dem schmalen Fahrwasser nicht daran vorbei. Wir warten - aber es dauert nicht lange und das Segelboot kommt bei auflaufendem Wasser frei. Wir suchen uns weit vorn eine freie Box. Die Segelboote mit 1,80 m Tiefgang bleiben noch eine ganze Zeit im Schlick stecken, bevor sie schleppend voran kommen. Da hat Nicole schon fast den Spargel fertig.

21.05.2017

Nach einer ruhigen Nacht entschließen wir uns heute, die Stör hinauf zu motoren. Wir fahren bis Beidenfleth - es ist wirklich sehr hübsch hier. Wir wollen gerne wiederkommen. Heute haben wir leider nicht viel Zeit und müssen die Rückreise nach Glückstadt antreten. Hier wollen wir unere Hanna bis zur Überführung nach Marina Minde liegen lassen.


„Damian“ geht zu Wasser

12.05.2017

Unsere hochmotivierte Truppe in unserem Verein, die auch als "Jugendgruppe 3" bezeichnet wird, hat ganze Arbeit geleistet: Sämtliche Winterarbeiten sind abgeschlossen, so dass die "Damian" endlich in ihr Element überführt werden kann. Die "Damian", Baunummer 5, ist derzeit als Vereinsschiff im Segler Verein Elmshorn im Einsatz. Es ist somit auch die Aufgabe der betreffenden Vereinsmitglieder, alle erforderlichen Arbeiten bis zum Saisonstart fertig zu haben. Dazu gehört eben auch, dass man sich in den kalten Wintermonaten in der Halle einfindet, um dort z. B. Schleif - und Lackierarbeiten an den Holzteilen vorzunehmen. Nicht nur männliche sondern besonders viele weibliche Vereinsmitglieder waren mit viel Engagement bei der Sache.  Nachdem die "Damian" schließlich auf ihrem Slipwagen zu Wasser gelassen wurde, konnte auch noch bei ausreichendem Hochwasser der Mast gestellt werden. Nun sind nur noch wenige abschließende Maßnahmen, wie das Anschlagen der Segel notwendig und die Segelsaison 2017 kann beginnen. Es ist geplant, dass die "Damian" auch für einige Wochen an der Ostsee verlegt wird, von wo aus Segeltörns z. B. in die Dänische Südsee unternommen werden können.

Ein Tagestörn auf der Elbe

14.05.2017

Hochwasser in unserem Heimathafen (SVE) ist gegen 7 Uhr. Das heißt im Klartext: Früh aufstehen! Also klingelt um 5 Uhr (es ist Sonntag!) der Wecker. Wir versuchen unseren Kleinsten wachzukriegen und machen uns auf zum Schiff. Die beiden Schwestern haben Termin und kommen heute nicht mit. Um kurz vor halb sieben legen wir ab. Es ist nebelig.

Eigentlich wollten wir heute Schwarztonnensand anlaufen, um dort zu ankern. Aber wir entscheiden uns schließlich doch für einen Ankerplatz, wo wir notfalls bei Niedrigwasser wieder wegkommen können. Man weiß ja nie, ob der zu Hause gebliebene Nachwuchs unsere Hilfe anfordert. Also entschließen wir, vor Glückstadt zu ankern. Wegen Flaute laufen wir unter Motor in die Glückstädter Nebenelebe ein und werfen schließlich den Anker über Bord. Herrlich,  diese Ruhe! Wir frühstücken erst einmal. Die Sonne hat sich inzwischen den Weg freigearbeitet. Es folgen erholsame Stunden an Bord, bei wenig Wind und Welle, dafür Sonne und milde Temperaturen - herrlich!
Erst am späten Nachmittag bergen wir den Anker unter Segeln und treten den Rückweg an. Wir sind weit vor dem Abendhochwasser in der Krückaumündung. So haben wir genügend Zeit, uns an die von unserem Verein ausgebrachten Schlengel an der Krückaumündung zu legen. Dort nehmen wir noch ein von Nicole schmackhaft zubereitetes Abendessen ein - Nicole kocht Spargel mit Bratkartoffeln - lecker!
Wir genießen den Ausblick auf die idyllische Umgebung und beobachten die Tier- und Pflanzenwelt - ein Traum! Die Krückau ist wirklich hübsch! Leider schreitet die Zeit voran und wir müssen weiter zum SVE - ein toller Tag geht zu Ende!

 



Ein Wochenende mit vielen Häfen

28.04.2017 - Stade

Es ist kalt und regnerisch. Unsere Kinder fragen zurecht: "Wollen wir bei dem Wetter wirklich segeln?" Wir hoffen, dass die vorhergesagte Wetterbesserung auch wirklich eintrifft.

Während der Fahrt durch die Krückau und auf der Elbe bekommen wir kalte Regenschauer ab. Der Mann an der Pinne steht in Vollmontur mit Südwester, Handschuhen und Gummistiefeln ausgerüstet - und trotzdem kriecht die Kälte durch. Unter Deck läuft die Gasheizung. Die Kinder haben ihren Spaß.

Wir müssen die gesamte Strecke durch die Krückau, über Elbe und durch die Schwinge bis nach Stade motoren. Anders lässt es die Tide nicht zu, denn wir können frühestens  1,5 Stunden vor Hochwasser im SVE los und müssen rechtzeitig die Schwinge bei mittlerweile ablaufendem Wasser durchfahren, um Stade zu erreichen.

Der Hafen ist für die Jahreszeit und das nass-kalte Wetter recht voll. Wir legen uns ins Päckchen. Wir sind recht spät von zu Hause losgekommen und so ist es eigentlich schon Schlafenszeit für unseren Jüngsten. Aber wir haben alle Hunger und auf Kochen hat keiner mehr Lust. So brechen wir noch in die Altstadt auf und genießen sehr leckere, thailändische Kost.

 

29.04.2017 - von Stade zum Ruthenstrom nach Glückstadt und Borsfleth

Morgens scheint die Sonne. Wir holen Brötchen (die Kinder schlafen noch) und starten den Motor, um abzulegen. Während wir die Schwinge hinunter fahren wachen die nacheinander auf. Direkt nachdem wir die Elbe erreichen, setzen wir Segel. Gute 4 Beaufort bescheren uns bei zuächst halbem Wind 6,5 Knoten durch das Wasser und 9,5 Knoten über Grund bei ablaufendem Wasser und Kurs auf den Ruthenstrom. Wir sind gespannt, ob wir dort noch reinkommen. Es ist herrliches Segeln - aber kalt!

Es ist schon viel Wasser abgelaufen, so dass wir im Ruthenstrom teilweise nur 50 cm unterm Kiel haben. Wir schaffen es aber bis zu den Stegen, wo wir schließlich festmachen und ausgiebig frühstücken - herrlich! Es wurde allerdings auch Zeit, denn die Crew wurde hungrig und langsam ungehalten!

Später nähert sich noch ein weiteres Segelboot. Die beiden Wassersportfreunde haben allerdings nicht so viel Glück wie wir und fahren sich unweit des Steges fest. Die darauf folgenden, lautstarken Wortwechsel gepaart mit für uns unverständlichen Manövern wirken irgendwie grotesk  - Hilfe von Land wurde strikt abgelehnt. Dies war die passende Situaution, um den Kindern das Wort "Hafenkino" zu erklären.

Am späten Mittag fließt wieder Wasser in den Ruthenstrom und wir können bald ablegen. Ziel: Glückstadt. Dort ist die Bahnanbindung nach Elmshorn am besten. Unsere beiden Mädchen haben noch Termine.

 

Der Hafen von Glückstadt präsentiert sich proppevoll. Wir legen am äußersten Steg an. Die Herausforderung hierbei ist der genau seitlich einfallende Wind, der die Hanna gegen den Steg drückt. Außerdem sind vorne und hinten große Pfeiler (Durchmesser geschätzt 80 cm) die in so einem Abstand stehen, dass unser Delphin nach vorn und hinten maximal noch einen Meter Platz hat. Das Anlegen klappt gut, wir fahren in einem sehr spitzen Winkel vor die Lücke, drehen den Bug noch ein wenig in den Wind und lassen uns dann gegen den Steg treiben. Die Hanna kommt fast parallel am Steg zu liegen. So weit, so gut. Das war der einfache Teil; aber wie sollen wir beim Ablegen gegen den Wind und den wenigen Platz zwischen den beiden Pfeilern vorne und hinten hier wieder raus kommen?

Wir belasten uns erst einmal nicht mit solchen Fragen, sondern schicken zunächst die beiden Mädchen zur Bahn und machen wieder klar Schiff. Denn wir wollen weiter nach Borsfleth.

Es kommen immer mehr Sportboote in den sowieso schon vollen Hafen. Wir sehen zu, dass wir loskommen, bevor wir noch zugeparkt werden. Wie war das noch mit dem "Ausdampfen"? Wir überlegen uns: Wir brauchen ein Moment, das den Bug gegen den Wind und vom Steg weg bewegt. Also binden wir eine Leine am Heck der Hanna an der dem Steg abgewandten Seite (hier Backbord)  zum Steg. Durch Einlegen des Vorwärtsganges ergibt sich ein Moment mit der Kraft der Schiffsschraube und dem Hebelarm der halben Schiffsbreite am Heck - das ist nicht viel, aber es reicht gerade, um den Bug der Hanna so weit vom Steg wegzubekommen, dass der Vordermann am vorderen Pfeiler nachdrücken kann. Auf wunderbare Weise bekommen wir so ein tadelloses Ablegemanöver hin.

Wir motoren mit der verbleibenden Crew nach Borsfleth. Der Hafen ist noch ziemlich leer. Nicole bereitet ein phantastisches Abendessen mit grünem Spargel und Gemüse zu. Mit Piet gehen wir dann anschließend zum Spielplatz. Die Abendsonne scheint zwischen den aufgelockerten Wolken hindurch, so dass der von der Umgebung idyllisch eingebettete Hafen von Borsfleth in rötlich leuchtende Farben des Abends gehüllt wird (siehe Titelbild). Ein Traum!

30.04.2017 - Ankern und dann in die W.Y.K.

Es scheint die Sonne, aber es ist saukalt!. Der Steg in Borsfleth ist überfroren. Nach dem Frühstück legen wir ab und laufen aus dem Störsperrwerk in die Elbe. Wir hoffen noch rechtzeitig bei ablaufendem Wasser Schwarztonnensand zu erreichen. Doch leider sind wir offensichtlich zu spät aufgestanden; wir können nicht mehr die bei dem zunehmenden östlichen Wind geschützt liegende tiefe Stelle bei Schwarztonnensand anfahren. Wir drehen ab und steuern die Krückaumündung an, wo wir uns wenig entfernt vor Anker legen. Der Wind erreicht mittlerweile in Böen 15 m/s. Vereinsfreunde melden sich und kündigen an, auch den Hafen der W.Y.K. anzulaufen. Wir freuen uns.

Am späten Nachmittag laufen wir den Hafen der W.Y.K. an. Unserer Vereinsfreunde nähern sich dem Sperrwerk unter Vollzeug und bei dem Wind mit atemberaumbender Krängung - Respekt! Wir legen uns vor der Einfahrt zur W.Y.K. erst einmal an den Warteschlengel und warten bis das Tor aufgeht. Nach einer knappen Stunde können wir einlaufen und fest machen. Kein einfaches Unterfangen, bei dem Wind, der seitlich zu den Boxen weht. Wir kommen ohne nennenswerte Prübleme in die Box und binden fest.

01.05.2017 - Elmshorn (SVE)

Wir gehen den Morgen ruhig an. Nach dem Frühstück schreiben wir Logbuch und reinigen das Schiff. Später legen wir ab und hoffen, dass wir bei dem niedrigen Wasserstand in der heute zum 1. Mai aufgestauten Krückau bis auf unseren Platz im SVE kommen. Wir schaffen es aber nur bis in die Einfahrt zu unserem Heimathafen und stecken im Schlick fest. Mit voller Kraft voraus und mit Hilfe einer langen Leine ziehen uns Vereinskameraden auf unseren Platz.

Ein wirklich schönes aber kaltes Wochenende geht zu Ende.

Ostern bei Sturm

  

Freitag, 14.04.2017

Zwei Stunden und 20 Minuten vor Hochwasser legen wir in unserem Heimathafen, im SVE ab. Es ist 16:40 und wir motoren die Krückau hoch. Auf Grund der Wettervorhersage entscheiden wir uns, den Hafen W.Y.K (Krückaumündung) anzulaufen. Freunde, die Ihr Schiff zur Zeit in Glückstadt liegen haben, machen sich ebenfalls auf den Weg.

Die Bilder auf der linken Seite sollen abermals belegen, wie wunderschön die Krückau ist!

Heute ist es kalt und windig. So soll es laut Vorhersage auch die nächten Tage bleiben. Aber wir sind fest entschlossen, das Osterwochende auf dem Schiff zu verbringen.

Im Hafen der W.Y.K liegen schon einige Schiffe auf ihren Plätzen, teilweise noch ohne Mast; ansonsten herrscht wenig Betrieb im Hafen.

Wir machen direkt neben unseren Freunden fest und verbringen einen kurzweiligen Abend bei leckerem Essen und einem schönen Glas Wein.

Samstag, 15.04.2017

Der heutige Tag steht unter dem Motto "Wind" aus Nord-West. Am Morgen treffen die ersten ernstzunehmenden Böen ein, die im Tagesverlauf ihre voll Kraft auf 18 m/s entfalten. Sicherheitshalber bringen wir noch eine zusätzliche Luv-Leine aus. Denn dadurch, dass luvseitig keine Schiffe liegen, bietet der Rumpf der Hanna eine ordentliche Angriffsfläche für die seitlich einfallenden Böen. Die Hanna hat ordentlich Schräglage - es fühlt sich an, als ob wir hart am Wind segeln. Dank aufgebauter Kuchenbude ist genügend Platz, um einen entspannten Tag an Bord zu verbringen. Piet kann sich austoben. Wir sind froh, losgefahren zu sein.

Sonntag, 16.04.2017

Heute hat der Wind deutlich nachgelassen. Es ist aber ziemlöich frisch. Unsere Freunde haben Glück: Das Sperwerk ist geöffnet und sie können um 8:30 den Weg zurück nach Glückstadt antreten.

Wir bleiben und fahren erst mit dem Abendhochwasser zurück zum SVE.

Für die nächsten Wochen hoffen wir auf noch etwas besseres Wetter.

Saisonstart 2017

Samstag, 08.04.2017

Es ist kaum zu glauben: Es ist Samstag, das Wetter und auch die Tide passen und wir haben keine Termine - das Schiff ist weitestgehend vorbereitet! Alleine das Bettzeug und Proviant müssen noch an Bord geschafft werden. Wir haben am Vormittag genügend Zeit dafür, da das Hochwasser im SVE um 15:21 Uhr eintritt. Gute 1,5 Stunden vorher können wir bereits ablegen. Wir erleben echte Glücksmomente, als wir die Krückau bis zur Elbe fahren. Ein toller Start in die Saison!

Auf der Elbe erwarten uns sehr moderate Bedingungen: 3 Beaufort aus westlichen Richtungen. Wir können Segel setzen und bis nach Glückstadt kreuzen. Das zweite Vorstag haben wir in der Wintersaison auf ein Einziges umgebaut. Wir haben deutlich mehr Spannung auf der Rollfockanlage und laufen (wir hoffen, dass es nicht nur Einbildung ist!) deutlich mehr Höhe.

Bei Böen um 4 Beaufort laufen wir gute 6 Knoten durchs Wasser und hoch am Wind. Dazu scheint teilweise die Sonne. Was braucht man mehr??

Wir segeln bis kurz vor die Hafeneinfahrt von Glückstadt. Die Steganlagen samt Strom

und Wasser sind längst ausgebracht. Der Hafen ist schon mit einigen Booten gefüllt. Es ist aber noch reichlich Platz, so dass wir längsseits fest machen können.

Freunde laden uns überrraschender Weise auf ihr Schiff, dass im Binnenhafen liegt, ein und bereiten ein exzellentes Essen zu. Wir freuen uns riesig! Viel zu schnell verfliegt die Zeit. Piet ist müde und muss ins Bett.

 

Sonntag, 09.04.2017

Der heutige Morgen beginnt nebelig. Erst am späteren Vormittag schafft es die Sonne, den Nebel zu verdrängen.

Ostern steht vor der Tür, so dass sich unser Sohn unter Deck an das Bemalen von Eiern macht. Was für ein Spaß, er ist emsig dabei.

Gegen Mittag legen wir dann ab und steuern die Nord-West-Spitze von Schwarztonnensand an, wo wir uns vor Anker legen. Herrliche Ruhe und traumhafte Natur. Wir können einen Seehund und grosse Vogelschwärme beobachten. Wie unglaublich schön die Elbe ist!

Gegen 15 Uhr treten wir dann den Rückweg Richtung Krückaumündung an. Wir passieren Kollmar ganz nahe. Es ist proppevoll! Wir sind froh, auf dem Wasser zu sein!

Als wir auf der Krückau motoren, machen wir eine unschöne Entdeckung: Wasser in der Bilge. Was ist das? Wir finden schließlich die Ursache an der Fußpumpe - offensichtlich ein Leck. Gleich als wir im SVE fest sind, demontieren wir sie und stellen fest, dass eine der beiden Membrane einen Riss aufweist. Das Material ist sichtlich porös.

Da der Motor noch warm ist, machen wir auch gleich noch einen Ölwechsel.

Ein traumhaftes Wochenende geht zu Ende! Wir freuen uns auf die bevorstehende Saison!

 

 

 

Hanna auf dem Weg in ihr Element

Gestern war es nun endlich so weit: Die ewig erscheinende Winterzeit liegt (fast) hinter uns und unsere Hanna ist bereit, zu Wasser zu gehen:

Es ist der 25. März 2017, 10 Uhr - das Wetter stimmt, Sonne satt und angenehme Temperaturen; einziger Wermutstropfen: Kommt genügend Wasser in den Hafen des SVE? Bei der eigentlich vorherrschenden Ostwindlage soll der Wind heute kurzzeitg auf Nord-West drehen. Ostwind heißt für den Hafen des SVE weniger Wasser. Die Wasserstandsvorhersage des BSH lautet 325 cm über Seekartennull - das könnte gerade reichen.

Drei Stunden vor Hochwasser (ca. 14 Uhr im SVE) ziehen wir die Hanna aus der Halle. Der Mast liegt bereits fertig präpariert am Mastenkran. Vielleicht besteht die Möglichkeit, alles in einem Abwasch zu  machen - das wäre traumhaft!

Das Wasser fließt schleppend die Krückau hinauf. Der Pegel an der Meßlatte im Hafen arbeitet sich furchterregend langsam an die Mindestmarke zum Slippen für die Hanna heran. Während ich mittlerweile damit rechne, heute nicht slippen zu können, bekomme ich von einem erfahrenen Vereinskamerad zu wissen: "Da kommt genügend Wasser!". Er sollte Recht behalten. Eine gute Halbe Stunde vor Hochwasser lassen wir die Hanna ins Wasser gleiten. Der Motor springt sofort an und es ist noch ausreichend Zeit, um  den Mast zu stellen. Trotz akribischer Vorbereitung, gibt es ein Problem mit den Wanten. Um es kurz zu machen: Am Ende steht der Mast; jedoch wie es zu den nicht mehr passenden Wanten kam, ist bis heute ungklärt. Aber wir werden weiter nach der Ursache forschen.

Nun liegt unsere Hanna wieder an ihrem Platz, ein sehr schönes Gefühl! Wir freuen uns sehr auf den ersten Törn!

 

Eingeweht … oder wie man das sonst so nennt

Seit über 15 Jahren kennen wir ein Berliner Ehepaar (Petra und Peter SY " PEPE"), die vor 12 Jahren auf Weltumseglung gestartet sind, und sich zur Zeit auf dem Rückweg in der inneren Biskaya aufhalten. Zum zweiten Mal haben sie mir ihr Auto gegeben, damit sie es bei der Ankunft im Hamburger Yachthafen gleich zur Verfügung haben. Aber jedes Jahr erfinden sie eine neue Ausrede, warum sie es wieder nicht nach Hause geschafft haben. Darum wollen wir ihnen entgegenfahren und dann in die Heimat begleiten. Dieses Jahr haben Dorle und ich ausreichend Zeit und können endlich mal richtig viel segeln, wenn das Wetter es mitmacht, ja wenn nur....

13.06. Von Otterndorf bis Bake Z können wir gut segeln, dann schläft der Wind ein. Motorfahrt bis Helgoland, wo heute die Nordsee-Woche-Regatta startet. Hat man die Ostmole von außen mit roten Dreiecken geschmückt? Wir bekommen einen Platz im Verein, jetzt wird erst die Regatta gestartet. Start-Bedingung ist: Try-Segel und Sturmfock zu zeigen... die hatten wir aus der Entfernung als Molenverzierung erkannt. Das Wetter hält uns eine ganze Woche fest...und immer nur West bis Südwestwind mit Gewitter und Böen bis zu 10 Bft!

20.06. Nach vollen 7 Tagen auf Helgoland und kurz vorm endgültigen Hafenkoller läßt endlich der Wind nach. Bei nur 4-5 Kn Wind von vorn, motoren wir im Regen nach Spiekeroog, endlich mal ein anderer Hafen.

21.06. Mit dem ersten Wasser unterm Kiel losgefahren. Unterwegs zieht es Schwarz auf, die Sicht wird schlecht und wir beschließen, Langeoog anzulaufen. Der starke Seitenwind erschwert das Anlegen.

Bis 24.06. Jeden Nachmittag Gewitter-Gefahr, darum schon wieder 3 Hafentage.

24.06. Endlich keine Warnung, also weiter. Viel zu früh, am ersten Wattenhoch müssen wir ca. 30 Min warten. Der Wind nimmt zu, natürlich von vorn und es schauert mit mieser Sicht. Bei 7 Bft. aus West exakt von vorn. In Norddeich bekommen wir einen guten Platz.

25.06. Hafentag, das Wetter soll wieder ruhiger werden.

26.06. Ruhige Motorfahrt nach Lauwersoog (NL), keine weiteren Vorkommnisse. Ein freundlicher, warmer und sonniger Tag, das hatten wir schon lange nicht mehr.

27.06. Endlich mal richtig schönes Segeln. Auf Vlieland vom Hafenmeister den allerletzten freien Platz zugewiesen bekommen, sonst hätten wir vor Anker gehen müssen. Es ist sonnig und richtig heiß!

28.06. Im Hafen Flaute, aber draußen sind bis zu 18 kn Wind von Land her ohne Welle zeitweise 7-8 kn Fahrt über Grund. Leider zieht der Himmel immer mehr zu - wir gehen in Den Helder rein. Der Wind dreht auf SW, dann im Hafen schwach auf Süd-Ost. Beim Anbinden leichter Landregen, der immer stärker wird, aber bald aufhört, jetzt ist es sonnig und sehr heiß, der Abend bringt uns kräftige Gewitter. Schön, im geschützten Hafen zu liegen.

29.06. Hafentag.

30.06. Schnelles Segeln mit halbem Wind. 2 Stunden vor Scheveningen setzt der Gegenstrom ein. Der Hafen ist sehr voll - an 3. Stelle im Päckchen angebunden, dann an einen Engländer verholt, den wir bereits in Den Helder gesehen hatten. Den Abend drüben im Cockpit verbracht. In der Nacht Gewitter, morgen um 06.00 Uhr wollen wir weiter. Kurz vorher wieder Gewitter mit dickem Hagel, im Cockpit liegt Eis. Wegen des morgendlichen Unwetters schon wieder ein Hafentag. Die Engländer zeigen Verständnis, aber sie wollen doch nach Hause und fahren los. Das Wetter bessert sich und wird freundlich.

02.07. Mit Groß und Motor ins tiefe Wasser, dann mit halbem Wind öfters über 9 Kn Fahrt über Grund. die letzten 9 Meilen schläft der Wind ein, mit Motor nach Oostende (Belgien). Der Außenhafen ist schon übervoll. Durch die Schleuse/Brücke in die Mercator-Marina.

03.07 Hafentag bei Sonnenschein.

04.07. Um 07:30 Uhr Anfrage Brücke/Schleuse um 08:00 Uhr ging dann alles reibungslos, aber 15 Min. im Hafenbecken auf grünes Licht gewartet. Mit viel zu wenig Wind von achtern Motorfahrt nach Dünkirchen (Frankreich). Das IPTS ( International Port Traffic Signal) zeigt 3 rote Lichter, wir müssen vor der Hafeneinfahrt warten, geht aber bald weiter.

05.07. Gewitter-Warnung, aber ganz ruhiges Wetter und kein Wind. Vor Calais übers Flach abgekürzt,dann 3 1/2 Std. vor der Durchfahrt in den Yachthafen an einer Mooring-Boje auf Öffnung gewartet. Das Wetter ist schwül-heiß. Auf dem deutschen Segelschiff "INVIRI" den Kocher repariert, wir dürfen seinen Laptop fürs Internet benutzen.

 

06.07. bis 09.07. Regen und Wind (Böen W 7-8Bft), es ist wieder kälter.

10.07. Endlich mal kein Starkwind, keine Schauerböen. Der Hafenmeister in Boulogne nimmt unsere Leinen an. Spaziergang durch die Stadt und zur Notre Dame.

11.07. Unter Groß und Motor nach Dieppe (bei Springtiede soll hier der Tiedenhub 9 Meter betragen). Der Hafenmeister wartet schon und lotst uns auf einen freien Platz, den wir aber gleich wieder verlassen müssen, er ist doch schon anderweitig verplant.

12.07. Wind N 7, darum Hafentag.

13.07 Der Schwell im Hafenbecken beträgt 60...80cm, aber der Wind soll nachlassen. 3 Std. zu spät aus dem Hafen, schnelles Segeln, der Wind läßt nicht nach. Bei Gegenstrom ztws. > 6Kn Fahrt durchs Wasser aber < 2Kn Fahrt über Grund. Um 2100 Uhr nimmt der Wind sogar noch zu und dreht von Nord auf Nord-West. Voraus im Dunkel am Horizont riesige rote und weiße Lichter, die dann wieder verlöschen...? Um 0110 Uhr in Le Havre fest. Es ist gespenstisch im Dunkel im fremden Hafen einzulaufen, wir haben aber einen passenden Platz gefunden.

14.07. Bastille (Nationalfeiertag) abends riesiges Feuerwerk direkt neben dem Hafen, da hatte gestern Abend wohl schon mal jemand das Feuerwerk angetestet und uns den Weg gezeigt, das waren also die roten und weißen Lichterscheinungen. Im Tourist-Büro dürfen wir das Internet benutzen um Kontakt mit den Weltumseglern zu bekommen, denen wir begegnen wollen. Die französische Schreibmaschinentastatur ist total anders als die deutsche, wir haben große Probleme beim Schreiben.

15.07. Flaute, dann 4 Tage Starkwind aus West bis Süd-West. Die Pepe´s sind von Brest (F) nach Torquay (GB) gesegelt, und jetzt wollen wir demnächst über den Kanal nach England.

19.07. Um 0500 Uhr aus dem Hafen, Dorle bittet über Funk auf grünes Licht, und das IPTS wird umgeschaltet. Zuerst gegen 2 Kn Wind aus West gegenanmotort, dann ein paar Stunden mit halbem Wind (14-20Kn) schön gesegelt. Viel Traffic im Verkehrstrennungsgsgebiet (Zufahrt/Ausfahrt). Ein sonniger Tag. Über England wird es jedoch grau, bleibt aber noch trocken. 1900 Uhr (MESZ) in Brighton (GB) fest.

20.08./21.08. viel Regen wenig Wind.

22.07. Um 0400 Uhr (MESZ) = 0200 UTC = 0300 Uhr Britische Sommerzeit beim Hafenmeister ausgecheckt und eine Stunde später im Dunkeln aus dem Hafen. Herrliches Segeln bis in den Solent, dann schläft der Wind so nach und nach ein und dann auch noch Gegenstrom. 1330 Uhr im River Medina an Cowes vorbei und bald an einer Mooring-Boje fest. Erst einmal ein wenig Schlaf nachholen.

23.07. Beim ersten Hell werden los. Leider ist es sehr diesig, aber wir wollen "Pepe" am Wochenende in Poole treffen, also nix wie hin. Eine ganze Stunde lang suchen wir Poole-Harbour ab, ob die Pepe´s irgendwo zu finden sind, dann legen wir uns in Einfahrt-Nähe bei der Untiefentonne "Aunt Betty" vor Anker. Hier im gesamten Hafengebiet gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten. Etwa 100 Motorboote fahren stündlich BB und SB an uns mit ca. 10 Knoten Fahrt vorbei, es ist sehr unruhig! Als irgendwann der Anker dem vielen Schwell nicht mehr standhält, hole ich das total verkrautete Eisen hoch und wir fahren mal eben zum Tanken. Dann zusätzlich mit Anker-Reitgewicht wieder auf die unruhige Reede. Nachmittags Jollen-Regatta, wir liegen mitten im Weg, aber sie weichen alle aus. Die Nacht wird dann aber sehr ruhig.

24.07. Gleich nach dem Frühstück verholen wir an den Poole-Town-Quay, während des Anker-Manövers werden wir gebeten, wegen einer Regatta den Platz zu verlassen, was wir bereits tun! Am Town Quay fragen wir nach Internet-Zugang, den sollen wir in der Bücherei heute am Sonntag bekommen. Eine gute halbe Stunde Sucherei, um die Bücherei im Einkaufs-Center zu finden, aber dann hatte sie doch geschlossen. Um 1700 verholen wir in den Parkstone Yachtclub. Hier dürfen wird das Internet beim Hafenmeister benutzen. Pepe ist in Weymouth. sie wollen nach Poole oder Lymington. Um 1800 wollen wir uns UKW Kanal 72 treffen. Pepe ist um 1800 nicht auf Kanal 72 zu hören.

25.07. Aussage vom Hafenmeister: Nach Lymington ist die UKW-Verbindung schlecht, da sind Hügel dazwischen. Somit checken wir aus und wollen in Richtung Lymington. Wir dürfen noch mal ins Internet und erfahren, daß die Pepe jetzt unterwegs nach Poole sind. Wir stornieren sofort das Auschecken. Um 1730 kommt "Pepe" an, wir haben schon einen Platz beim Hafenmeister für sie reserviert. Wir verbringen fast jeden Abend im Cockpit bei angenehmen Temperaturen. Welche Chemie benutzen die Franzosen/Engländer gegen die Mücken? Jedenfalls haben wir seit Wochen keine einzige Mücke gesehen!

30.07 Pepe´s Platz wird vom Eigner beansprucht, endlich geht es mal weiter, jetzt Richtung Heimat. Mal mit, mal ohne Motor segeln wir an den Needles vorbei bis Sparkes Yacht Harbour im Chichester Harbour, wo wir mit dem letzten Büchsenlicht anbinden. Der Hafenmeister hat schon Feierabend. Auf Pepe gibt es Probleme mit der Motor-Temperatur-Anzeige, Pepe ist in Cowes geblieben.

31.07. Mit dem allerersten Licht verlassen wir den Hafen. Leider sehr wenig Wind, am Nachmittag erreichen wir Brighton... altbekannter Hafen (waren vor 2 Wochen hier). Im Internet-Cafe E-Mail an Pepe.

03.08. Der Wind soll auf West 3 drehen und es soll Regenschauer geben. Es ist den ganzen Tag sonnig, fast totale Flaute und obendrein auch ziemlich diesig. Der Motor geht die ganze Fahrt nicht aus. Dover Port Control läßt uns gleich durchfahren und Harbour Control weist uns einen Platz im Granville Dock zu. Beim Hafenmeister steht ein öffentlicher PC mit Internet. Wir erfahren, daß die Pepe´s nach Gosport verholt haben, weil sie für die Reparatur Strom benötigen, den sie in Cowes nicht bekommen.

04.08. Immer stärker werdender Dauerregen, Hafentag. Der PC beim Hafenmeister ist defekt, Kein Internet.

05.08. Das Wetter hat sich deutlich verbessert, die Sonne Scheint zwischen den Wolken und der Wind kommt aus Westsüdwest. Kurz nach Öffnung (HW+/- 3 Std.) des Hafenbeckens setzt sich eine Kette von Sportbooten in Bewegung. Einer nach dem anderen meldet sich bei Dover Harbour Control und erhält Erlaubnis, durch die westliche Hafenausfahrt den Hafen zu verlassen. Schönes angenehmes Segeln, das Ziel heute heißt Dünkirchen. Die Ausweichmanöver im Verkehrstrennungsgebiet bringen uns schön nach Osten, das läßt sich gut ausnutzen. Sonst hätten wir das Fahrwasser rechtwinklig queren müssen, aber wir müssen ja ausweichen. Der Yachtclub Mer du Nord im Hafen Dünkirchen ist schon sehr voll, wir sollen außen im Päckchen anbinden was wir aber eigentlich nicht wollen. Darum versuchen wir es im Port du Grand Large. Ein weiter Weg in die Stadt, aber ein guter ruhiger Platz, wo wir die Nacht verbringen. Der Hafenmeister spricht gar kein deutsch und nur wenig englisch, ist aber sehr freundlich. Die Verständigung geht mit Händen und Füßen.

06.08. Wir wandern in die Stadt zum Tourist-Büro, wo wir gegen Vorlage des Personalausweises eine Viertelstunde lang ins Internet dürfen und auf französischer Tastatur eine E-Mail an Pepe schreiben. Am Nachmittag sehen wir vom Boot aus im Yachtclub Mer du Nord einen roten Mast mit roter Rollfock. Wir gehen an Land und dann am Ufer entlang und entdecken Pepe im anderen Hafen. Da wir für kommende Nacht noch nicht bezahlt haben, legen wir gleich ab und gehen bei Pepe längsseits. Der Hafenmeister weist uns beim Anmelden einen Einzelplatz zu.

10.08. Es sollen noch ein paar Fronten mit Südwestwind Stärke 6-7 durchziehen, bis jetzt war das Wetter aber immer freundlich und wir hätten schon mehrere Male segeln können und auf diesem Kurs wird es sicher nicht wehtun. Pepe bleibt noch in Dünkirchen. Zuerst Groß und Genua, die letzten Meilen mit exakt achterlichem Wind allein mit Genua nach Oostende, wieder in die Mercator-Marina auf unseren alten Platz von vor ein paar Wochen. Der Hafenmeister meint, daß unsere kleine Bootsgröße nicht mehr so oft vorkommt und dadurch dieser kleine Platz eben meist frei bliebe.

11.08. Morgens zum Einkaufen, dadurch etwas spät losgekommen. Der Wind soll von Südwest 6-7 auf West drehen und auf 5 Bft. abnehmen, tut er aber nicht. Zuerst nur mit Groß, dann mit einem Reff im Groß, dann nach Bruch der Großschot (der Takling war aufgegangen) erst einmal mit Motor gegen den Wind, das Großsegel eingepackt und jetzt mit halb ausgerollter Genua weiter. Viele Schauer und damit schlechte Sicht, der scheinbare Wind ist in den Böen bis 33 Kn., was 40Kn wahrer Wind bedeutet ( Ende 8 Bft.). Maas Control auf Funk gerufen und wir dürfen gleich weiter. Die letzten 2 Stunden setzt mal wieder Gegenstrom ein (die Strafe für den späten Start). Unterwegs die Großschot neu in die Blöcke eingezogen und am Ende mit Palstek befestigt. Somit ist ggfs. das Groß einsatzklar. Vorm Hafen wieder die Funke an: Scheveningen Port Control antwortet: "you may proceed". Im Dunkeln um 2220 fest. Morgen müssen wir uns erst mal erholen!

12.08. Zollkontrolle in Holland, der Beamte meint, der rote Diesel aus England ist kein Problem wenn er sich schon über 2 Wochen im Tank befindet.

13.08. Es feuchtelt immer stärker und die Segel nützen bald gar nichts mehr. Die Sicht ist unter 1.000 Meter. Das AIS-Programm zeigt die Entfernungen der anderen Fahrzeuge an und die sind nur noch eine halbe Meile im Grau zu erkennen. Im Regen in Ijmuiden festgemacht, "INVIRI" liegt schräg gegenüber, der Adenauer hängt draußen, aber niemand ist an Bord.

14.08. Richtiges Sonntagssegeln, der Autohelm steuert und wir sitzen in der Cockpit. Hinter uns fährt die Küstenwache. Bald kommt ein Schlauchboot zu uns heran, begrüßt uns höflich auf englisch und bittet, an Bord kommen zu dürfen. Schon sitzen 2 Beamte im Cockpit. Hierfür brauchen wir kein einziges Manöver zu fahren. Die Papiere werden verlangt es wird nach unserem Funkrufzeichen gefragt, was wie aus der Pistole geschossen beantwortet wird (das war der Eigentumsnachweis). Auf die Frage nach dem letzten Tanken wird der Beleg gefordert und geantwortet: "der Kraftstoff ist schon versteuert, obwohl er rot gefärbt ist, und wir haben damit nichts zu befürchten, auch nicht in Deutschland und die Aussage des Beamten in Scheveningen war nicht korrekt, es gibt keine 2 Wochen-Frist, aber Sportboote können in Großbritannien eben nur mit rotem Diesel betankt werden. Und ein voller Tank gehört zur Schiffssicherheit". Es gibt also doch noch nette Beamte! Das Schlauchboot kommt auf Zeichen wieder heran und die Zöllner verlassen uns. Wir beobachten noch, wie jetzt die nächsten Boote mit Kontrollen dran sind. Um 1710 Uhr in Den Helder fest.

15.08. Morgens um 0430 Uhr hören wir laute Stimmen auf dem Schlengel. Uniformierte mit Taschenlampen leuchten in die Boote. Als einer der Uniformträger unseren Ausleger betritt stehe ich sofort im Cockpit und er meint " We are looking for a person" und geht wieder. Um 0700 Uhr fährt ein großes Schlauchboot der KNRM (in Deutschland DGZRS) zwischen die Schlengel und gibt Vollgas, das Wasser wird fürchterlich aufgewühlt, durch die Lenzer spritzt es ein wenig auf den Cockpitboden. Dann kam endlich eine Aufklärung: gegenüber an unserem Schlengel liegt der deutsche Katamaran " DUO ". (Sie haben zu Hause alles aufgegeben und müssen von nun an nur noch auf dem Katamaran leben.) Und dessen Frau ist seit 0300 Uhr verschwunden, jetzt kam auch schon die nächste Meldung: Ein Segler hat sie im Watt stark unterkühlt aber lebend gefunden, die Frau ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Um 0930 Uhr gehen wir Einkaufen, in der Stadt hören wir Lautsprechermusik aber alles ist verwaist. Wir fragen einen Mann, der uns begegnet, ob heute Feiertag wäre? Der sagt "nein, heute ist Montag und da wird kaum vor 1100 Uhr gearbeitet, aber der Supermarkt um die Ecke hat schon geöffnet". Um 1100 Uhr legen wir ab, schönes Segeln mit Westwind (3-4). Es heißt: "Sommerwind schläft abends ein und kommt morgens aus gleicher Richtung mit gleicher Stärke wieder "Am Abend um 2000 Uhr schläft der Sommerwind denn wirklich ein, aber um 0400 Uhr kommt er jetzt aus Süden mit gleicher Stärke wieder und wir passieren die Ostfriesischen Inseln mit ablandigem Wind. Ab der Verkehrstrennungsgebiet-Tonne TG19 ist Nordkurs angesagt, platt vorm Laken mit Restdünung aus West, schreckliches Gegeige. 1410 Uhr im Helgoländer Vereinshafen fest.

20.08. Der Wind kommt aus Südwest mit Stärke 4-5. Bis Otterndorf können wir segeln, dann muß mal wieder der Motor ran. Um 2030 in Wedel angekommen.

Per E-Mail erfahren wir von Pepe:
1. Pepe ist in Holland in Den Helder. Wir fragen sie nach der Frau von "DUO", die Frau ist jetzt in
Deutschland und es geht ihr gut.
2. Wegen des Wetters ist Pepe auf die Kanäle ( Standing Mast-Route)...
3. Pepe ist in Zoutkamp, sie wollen dort entscheiden, ob sie weiter über die Kanäle zur Ems oder über die
Nordsee weiterfahren.
4. Pepe überwintert in Zoutkamp, sie haben schon alles klargemacht mit Lagerplatz usw.

ENDE des Törnberichts.

Abriggen und Aufslippen

19.10.2016

20161019_181331Einige Schiffe aus unserem Verein stehen schon seit geraumer Zeit hoch und trocken in der Halle. Das Wetter wird zunehmend herbstlich und die ersten Bäume entledigen sich ihrer Blätter. Leider auch bei uns auf die Hanna! Laub fegen an Deck ist da noch das geringere Übel. Leider hinterlassen die welken Blätter unschöne, rötliche Flecken. Es wird Zeit, dass unser Schiff in die Halle kommt! Wäre da nicht die seit Wochen andauernde Ostwindlage und der damit einhergehende Mangel an Wasser bei uns im Hafen.

Jetzt am vergangenem Wochenende war es endlich soweit: Genügend Wasser, das Mastlegen und das ggf. sofort daran anschließende Aufslippen kann weitergehen. Der von der Hallenkommission sauber ausgearbeitete Hallenplan erfordert logischerweise eine bestimmte Reihenfolge beim Aufslippen.

IMG_0778Am vergangenen Wochenende konnten wir schon einmal den Mast legen und einlagern Wir gehören mittlerweile zu denjenigen Eignern, die das gesamte, stehende Gut abschlagen und sauber aufgerollt gesondert lagern. Damit folgen wir Empfehlungen von langjährig erfahrenen Vereinsmitgliedern – ein großer Vorteil des Vereins! Auch die große Hilfsbereitschaft und das Zusammenarbeiten beim Mastlegen oder beim Aufslippen und anschließendem Verholen an den Liegeplatz in der Halle machen wirklich viel Spaß.

Heute nun, kommt unsere Hanna auf ihren Platz. Der vorbereitete Slipwagen wird dafür auf die Schienen gesetzt und am Seil der Winde hängend auf der Slipbahn ins Wasser gelassen. Alle losen Teile sollten vorher vom Wagen entfernt worden sein! Hat der Wagen seine Position im Wasser erreicht, sind nur noch die Rungen zu sehen. Als Rungen bezeichnet man am Slipwagen rechts und links befestigte vertikale Streben. Sie sollten so montiert sein, dass das Schiff an der breitesten Stelle dazwischen passt. Die Rungen haben einerseits die Funktion, das Schiff beim Aufslippen gegen Umkippen zu sichern, andererseits dienen sie als Referenz für das Ausrichten des Schiffes auf dem Slipwagen; denn dieser ist im Wasser nicht mehr zu sehen.

Sodann begeben wir uns an Bord und fahren unter Motor soweit über den Slipwagen, dass sich die Rungen an einer genau definierten Stelle im Bereich der Schiffsmitte befinden. Dann fixieren wir die Hanna mit vier Leinen: jeweils zwei vom Bug und Heck 20161019_181308kommend, zu den Rungen. Und schon geht es aufwärts. Hat man alles richtig gemacht, also z. B. Ausrichten des Schiffes, Dichtholen der Leinen zu den Rungen usw., ist dieser Vorgang wirklich einfach und unkompliziert und vor allem auch sicher.

Jedesmal wieder, ist es spannend: Wie sieht wohl das Unterwasserschiff aus? Ergeht es uns dieses Mal so, wie einem Vereinskollegen im letzten Jahr, der es einmal ausprobiert hat, kein Antifouling zu streichen und damit den Sommer über in der Ostsee zu segeln. Das Resultat war jedenfalls eine Art Muschelfarm am gesamten Unterwasserschiff.

Zu unserer Erleichterung sind dieses Jahr nicht einmal Pokken zu sehen. Als nächste Schritte folgen dann das Säubern des Unterwasserschiffes mit dem Hochdruckreiniger und das Auffüllen desIMG_0787 Seewasserkreislaufes des Motors mit Frostschutz (auch als Korrosionsschutz). Auch die Seetoilette füllen wir mit dem Frostschutzgemisch. Diese Arbeiten erfolgen logischerweise bevor das Schiff auf seinem Wagen in die Halle gefahren wird.

Mittlerweile ist es schon dunkel. Netterweise warten unsere Vereinskameraden bis wir fertig sind, so dass wir die Hanna noch in die Halle fahren können. Alle restlichen Arbeiten wie Aufbocken, Einlagern der Gasflaschen aus der Gasbox usw. folgen morgen.

 

IMG_0793Die ToDo-Liste für den Winter ist wieder einmal lang. Wir werden jedenfalls umgehend mit den Arbeiten anfangen.

Dies ist somit auch der letzte "Törnbericht" der Hanna für die Segelsaison 2016. Möglicherweise erscheint hier später noch etwas zu den laufenden Winterarbeiten - mal sehen.

Wir würden lügen, wenn wir behaupten, dem Begin der Saison 2017 ganz entspannt entgegenzusehen. Aber durch die lange Liste der zu erledigenden Arbeiten, wird der Winter hoffentlich gefühlt kürzer!

     IMG_0797

Definitiv letztes Wochenende 2016! – COMPLETED!

01.10.2016

20161001_183541Dieses Wochenende wollen wir mit der Hanna Wedel  anlaufen. Wir nehmen Freunde mit und hoffen, dass sie Gefallen am Segeln finden - denn Segelnachwuchs ist rar. Sie bringen ihr Auto vorher nach Wedel und kommen dann mit dem Fahrrad zum SVE. Außerdem erwartet uns ein Delphin-Eigner in Wedel. Er ist ein ehemaliger Kollege von Axel und ist Festlieger im Hamburger Yachthafen. Wir können seiner Auskunft nach dirket neben ihm festmachen.
Um 17:11 ist Hochwasser in Elmshorn (Hochwasser Glückstadt 16:25 + 46 min = 17:11). Gegen 15 Uhr versuchen wir aus der Box zu kommen  - aber die Hanna steckt noch ganz schön fest. Es dauert fast noch eine halbe Stunde, bis wir mit Mühe freikommen, Um 16:30 passieren wir das Krückausperrwerk.
Als wir die Südspitze von Pagensand hinter uns haben, montiert Axel die Positionslaternen, denn wir sind später losgekommen als gedacht und außerdem wird es irgendwie schon dunkel. Die Lampen funktionieren leider nicht auf Anhieb. Wir mussen erst noch die teilweise korrodierten Kontakte leitfähig machen. Unser Bug war in dieser Saison oft unter Wasser, so dass die Stecker im Deck wahrscheinlich trotz Kappe Feuchtigkeit abbekommen haben. Wie auch immer, jedenfalls funktioniert schließlich sämtliche Beleuchtung an Deck (Positionsleuchten, Heck- und Dampferlicht).
Etwa auf Höhe der Hetlinger Schanze kippt die Tide und wir motoren gegenan. Segeln macht keinen Sinn, da der Wind genau von vorne kommt und kreuzen würde zu lange dauern. Bei immer weniger werdendem Tageslicht laufen wir in den Hamburger Yachthafen in Wedel ein und machen direkt neben dem Kollegen fest. Dieser wartet schon in der Plicht sitzend und hilft uns netterweise beim Anlegen. Wir verbringen noch einen kurzweiligen Abend und gehen schließlich früh zu Bett.

02.10.2016

20161002_114415 Heute soll es nach Stade gehen. Hochwasser ist dort um 17:40 (HW Glückstadt 17:03 + 37 min. = 17:40 HW in Stade). In Wedel ist um 12:48 Niedrigwasser (NW Wedel 13:23 - 35 min = 12:48 NW in Wedel). Wir frühstücken ersteinmal und laufen dann  Stege. Unser Sohn hat offensichtlich andere Vorstellungen, wie er seine Zeit verbringen möchte. Jedenfalls hatten wir ein laut quängelndes Kind zwischen uns. Als wir schließlich ablegen ist es sonnig und der Wind kommt südlich, so dass wir bei Kurs auf Stade den Wind von Backbord haben. Wir setzen sofort nach dem Verlassen der Hafeneinfahrt die Segel. Es ist ein Traum: Bei milden Temperaturen haben wir tollen Segelwind. Teilweise schon zu viel, so dass wir eigentlich Reffen müßten. Was für ein Ende der Segelsaison 2016!

Als wir ein ganzes Stück hinter der Schwinge sind, kehren wir um und steuern die Mündung in die Schwinge an. Dort laufen wir um 13:10 ein. Mittlerweile ist die Tide gekentert. Wir machen schließlich im SV Stade fest und genießen die Ruhe. Wobei, Ruhe ist relativ: Auf der Schwinge ist ein wahnsinniger Verkehr - in beide Richtungen. Es kommen auch größere Segelschiffe (Traditionsschiffe) vorbei. Später verholen wir uns noch ein Stück Richtung Stade. Dort bleiben wir die Nacht über. Morgen geht es nach Hause.

03.10.2016

DSC_0538Wir sind die Nacht über nicht komplett trocken gefallen, aber die Hanna steckte bei Niedrigwasser mit ihrem Kiel im Schlick. Es ziehen Nebelschwaden die Schwinge entlang. Nach dem Frühstück legen wir um 9:55 ab Richtung Pagensand Süd.

 

DSC_0535Auch auf der Elbe ist Nebel und große Schiffe sehen wie gespenstische Erscheinungen aus. Da die Sicht sehr eingeschränkt ist, kontrollieren wir per AIS, ob "die Luft rein" ist, dann queren wir das Fahrwasser nach Pagensand Südspitze. Dort gehen wir vor Anker und warten auf das Nachmittag-Hochwasser. Es gibt viel Natur zu DSC_0543beobachten. So sehen wir einen Seehund und ein Steinadler-Paar. Wirklich entzückend!

 

 

 

 

Später kommen Regenschauer. Sofort als der letzte Tropfen fällt, lichten wir den Anker und motoren zur Krückaumündung. Die Sonne kommt durch. DSC_0554Die Elbe ist spiegelglatt. Die Farben der Natur kommen voll zur Geltung - sehr, sehr hübsch!

Um 16:08 passieren wir das Sperrwerk und kurz nach 17 Uhr sind wir am Heimathafen SVE. Auch dieses Mal müssen wir uns in unseren Liegeplatz hindrücken und -ziehen. Im Hafen ist viel Betrieb, denn die Aufslipsaison hat begonnen.
Jedenfalls war dieser Törn auf der Elbe ein wirklich schöner Abschluss der Segelsaison 2016!

 

   

 

Letztes oder vorletztes Wochenende Segeln? – Vervollständigt!

25.09.2016

20160925_081513 Die Nacht war erstaunlich ruhig. Der Tidenwechsel war zwar mit Geräuschen am Anker verbunden, aber schon gestern machte der Anker den Eindruck, dass er gut im Grund hält. Es dauerte fast ein Stunde, bis sich die Hanna nach dem Kentern der Tide gedreht hat.
Wir stehen gegen 7 Uhr auf, frühstücken und legen dann 20160925_104619gegen 8 Uhr ab. Wir motoren, da der Wind genau von vorne kommt. Die Herausforderung heute: Sehr wenig Wasser. Schaffen wir es bei absoluter Nipptide und östlichen Winden bis in den SVE?
Wir erreichen um 9:01 das Sperrwerk. Wir motoren mit ca. 4,5 Knoten über Grund die Krückau hinauf. Kurz vor dem Ruderclub kommt dann die erste spannende Stelle mit wenig Wassertiefe. Wir haben teilweise nicht viel mehr - oder besser gesagt - kar kein Wasser unterm Kiel. Wir schaffen es aber tatsächlich bis in den Hafen des SVE. Leider kommen wir aber nicht auf unseren Platz. Die Fließgeschwindigkeit der Krückau ist mittlerweile unglaublich langsam - aber die Au fließt! Wir versuchen die Hanna in die Box zu drücken - aber vergebens. Wirten noch eine Weile bis wir den Eindruck haben, dass die Au zum Stillstand gekommen ist. Wir 20160925_114648legen den Rückwärtsgang ein, um dann mit ordentlich Schub in die Box zu kommen. Das klappt! Bei so wenig Wasser (s. Bild oben, aufgenommen dirket nachdem wir in die Box gekommen sind) sind wir bisher noch nicht die Krückau hochgefahren. Ein kurzes aber sehr, sehr schönes Segelwochenende geht zu Ende - war es das letzte Mal für diese Saison? Wir werden sehen. Ansonsten wird der nächste Beitrag das Hochslippen sein.

 

24.09.2016

20160924_094947 Es ist Samstag und die Wetteraussichten für das Wochenende sind sehr erbaulich. Wird es das letzte Wochende für diese Saison sein? Einziger Haken für heut und morgen: Es ist Nipptide (also wenig Wasser). Kommen wir aus dem Hafen?  Wir sind kurz nach 7 Uhr am Hafen des SVE. Nicole kauft noch Brötchen während Axel alles zum Ablegen vorbereitet. Das Wasser läuft sehr verhalten die Krückau hinauf und füllt entsprechend langsam den Hafen.  Wir frühstücken ersteinmal. Vierzig20160924_101518 Minuten vor Hochwasser in Elmshorn gelingt es uns schließlich die Hanna aus dem Schlick zu drücken. Kurz vorher legen unsere Liegeplatznachbarn ab. Mit wenig Wasser unterm Kiel motoren wir Richtung Krückausperrwerk. An der Krückaumündung verrichtet eine Art Saugbagger seine Arbeit und verengt gleichzeitig die Durchfahrt.  Gleich als wir auf die Elbe fahren, ziehen wir die Segel hoch. Unsere Segelplatznachbarn sind vor uns - nach einiger Zeit hinter uns. Wo wir hinfahren? Wissen wir noch nicht. 20160924_101930Erstmal die einfache Variante: Elbabwärts mit Wind und Wasser. Auf Höhe der Rhinplate drehen wir um und versuchen zunächst  gegen Wind und Wasser anzukreuzen, aber der Wind ist zu schwach, so dass wir 20160924_121803den Motor an, machen und zum Ankern auf die Ostseite der Rhinplate fahren. Unterwegs sehen wir Seehunde auf einer Sandbank liegen - echtes Nordseeflair. Hinter der Rhinplate liegen wir nicht alleine. Acht andere Segler liegen hier ebenfalls vor Anker. Es ist Ende September und die Sonne scheint, bei angenehmen 19 Grad können wir die Sonne an Deck genießen - unfassbar, ein Traum! Wir beabsichtigen hier bis morgen zu bleiben

 

 

„Grüner Mann“ Regatta

16.09.2016

20160916_161054Es ist Freitag. Unser Schiff liegt, nicht wie sonst weit weg an der Flensburger Förde, sondern direkt um die Ecke im schönen Hafen des SVE!  Wir sacken Piet ein und fahren zur Hanna. In nur 10 Minuten am Schiff - ein Traum!. Wir wollen nach Glückstadt, damit wir morgen schöne Bilder von der "Grüner Mann" Regatta Grüner Mannmachen können. Das ist eine Familienregatta, die durch die Vereine SVE, W.Y.K. und W.S.V.K ausgetragen werden. "Grüner Mann"?? Was ist das? Es ist ein Seezeichen in Form von drei grünen Beinen, und markiert die Einfahrt in die Krückau. Die Farbe grün bedeutet, dass das Seezeichen beim Einfahren in die Krückaumündung unbedingt auf Steuerbord liegen bleiben muß. Ganz im Gegensatz zur Markierung der Pinnau, die sozusagen einen "Roten Mann" hat. Dort wird das Seezeichen auf Backbord gelassen. Es ist ganz wichtig, sich daran zu halten, da sonst der Schiffsrumpf in Kontakt mit unheilbringen Steinen kommt!

Gerne würden wir bei der Regatta mitsegeln, aber wir bekommen es organisatorisch nicht wegen unserer anderen beiden Kinder hin. Gerade als wir bei laufender Maschine die Leinen losmachen, fängt es an zu donnern - das ist Nichts für Axel! Blitze sind aus seiner Sicht unberechenbar und können großen, materiellen aber auch personellen Schaden anrichten. Wir machen den Motor aus und die Hanna wieder fest. Einige Kameraden des SVE legen derweil ab. Als längere Zeit kein Donnern zu hören ist, wollen auch wir starten. Doch als wir den Schlüssel im Zündschloss drehen hört mann nur ein Klacken - das wars! So eine Sch...!! Axel bekommt Grummeln im Bauch! Wir probieren es mehrere Male, leider vergebens. Dann kommt ein Vereinskamerad, auch ein Delphin-Eigner, vorbei gelaufen und erwähnt das Wort "Dekompressionhebel". Bei uns fällt der Groschen: Vielleicht ist in den Zylindern noch ein Restdruck, so dass der Anlasser soviel Strom zieht, dass die sowieso schon betagten und möglicherweise etwas korrodierten Kontakte des Zündschlosses nicht genug Strom liefern. Wir betätigen alle drei Dekompressionshebel und: Tatsächlich, der Motor startet - Große Freude! Wir motoren schließlich hochmotiviert die Krückau runter und bis nach Glückstadt. Dort treffen wir Freunde, die mit ihrer Bianca 27 gerade im Binnenhafen liegen. Später gehen wir noch zum Lampionfest im Glückstäder Binnenhafen. Wirklich toll gemacht! Es lohnt sich auf jeden Fall, dort dabei zu sein! Wir verbringen einen sehr schönen und unterhalsamen Abend zusammen.

18.09.2016

DSC_0166Als wir aufstehen, regnet es - uncool! Doch als wir ablegen, hört es auf. Wir motoren die Elbe hinauf. Ungefähr vor Bielenberg treffen wir das erste Regattabegleitboot. Piet erkennt sofort Patric (sein künftiger Segellehrer!). Dann kommen auch schon die ersten Segelboote, genauer gesagt "Katamarane". Die nord-östlichen Winde bescheren ideale Segelbedingungen. Wir manövrieren die Hanna  so im Regattafeld , dass wir möglichst nahe an den Schiffen sind, ohne aber die Teilnehmer zu behindern. Es gelingen schöne Aufnahmen, die dann abends bei der Siegerehrung gezeigt werden. Das Wetter DSC_0424wird zunehmend und unverhofft besser. Später scheint sogar die Sonne, so dass wir uns im Anschluss an die Regatta vor dem "Grünen Mann" vor Anker legen. Nachmittags laufen wir dann in den schönen Hafen der W.Y.K. und genießen das schöne Wetter in geselliger Atmosphäre mit Seglern aus dem SVE und den anderen beteiligten Vereinen. Abends wird gegrillt. Es ist Alles wunderbar vorbereitet - wirklich ein tolles Engagement! Nach der Siegerehrung müssen wir nach Hause. Unser Segelmacher des Vertrauens nimmt uns netterweise mit! Was für ein schöner Tag!

Rückführung 2016 – Teil 2

09.09.2016

20160909_175728Am späten Nachmittag gehen wir Alle zusammen (drei Kinder, zwei Erwachsene) zum Elmshorner Bahnhof. Wir kommen, das ist ungewöhnlich, nur ein paar Minuten verspätet in Rendsburg an. Wir gehen zu Fuß zur Hanna. Das sind nicht viel mehr als 600 Meter. Die Sonne scheint in die Plicht und es ist schön, wieder an Bord zu sein. Nicole kocht leckere Spaghetti. Später bekommen wir noch Besuch und wir verbringen einen kurzweiligen Abend and Bord der Hanna.

10.09.2016

DSC_0022Wir stehen früh auf und legen zügig ab. Die Kinder schlafen noch. Es ist eine tolle Stimmung, als wir den Hafen von Rendsburg verlassen. Es ist schönes Wetter und warm. Wir motoren ca. 6,2 Knoten bei 2.300 U/min. Wir machen den Pinnenpiloten an und frühstücken während der Fahrt. Es vergehen entspannte Stunden, besonders, weil wir dann die Hängematte, die Axel zu Hause noch schnell eingesteckt hatte (Nicole: "Du denkst wohl auch nur an die wirklich wichtigen Sachen, oder?"), vorne auf dem Vorschiff aufhängen. Natürlich ist das dann der neue und absolute Lieblingsplatz der gesamten Crew. Es ist auch wirklich ein Traum: Bei warmen Temperaturen hört man fast nur das Plätschern der Hanna, deren Bug durch das Wasser pflügt und man genießt die Aussicht nach vorne und schaukelt dabei leicht hin und her. So geht 20160910_142152Entspannung! Um 13:45 fahren wir in die bereits geöffnete Schleuse. Es dauert ein wenig, dann kommen zwei große Segelschiffe in die Schleuse (evtl. werftneu) gefahren und erst dann schließt das Schleusentor. Um 14:20 verlassen wir die Schleuse und motoren die Elbe hinauf. Wir entschließen uns schließlich nach Stade zu fahren, dort findet heute Absegeln unseres Seglervereins SVE statt. Wir sind dann zwar über 10 Stunden an Bord, aber die Stimmung bei den Kindern ist noch gut. Wir laufen um 18:30  (Hochwasser Stader Sand 22: 14) im vorderen Teil des Hafens des MYC Stade ein. Wir kömmem nicht direkt in eine der Boxen einfahren sondern bleiben noch ein Stück vorher stecken und warten auf mehr Wasser. Wir verbringen einen sehr geselligen Abend mit unseren Vereinskameraden - es wird gegrillt. Gegen Mitternacht gehen wir ins Bett - die Kinder schlafen schon! Das gab es noch nie!

11.09.2016

DSC_0144Wir stehen um 7 Uhr auf und um 7:40 legen wir ab (die Kinder schlafen noch). Nach und nach folgen auch die anderen Schiffe des SVE. In einem großen Geschwader geht es unter Motor raus aus der Schwinge und auf die Elbe. Die Sonne hinter diesig verdecktem Himmel  hüllt die Landschaft in antrazitfarbenenes Licht. Auf der Elbe haben wir dann bei auflaufendem Wasser ordentlich Strömung gegenan. Es ist um die Uhrzeit schon recht viel los auf der Elbe. Auch bekannte Ankerstellen sind gut belegt. Wir geben ordentlich Gas und arbeiten uns an die Spitze des Feldes vor, um Fotos von unseren Vereinskameraden und ihrenDSC_0115 Schiffen schöne Fotos zu machen. Wir erreichen als Erste den SVE und Nicole macht dann noch schöne Bilder von den einlaufenden Schiffen. Dann schicken wir unsere Kinder zum Brötchen holen. Nachdem wir das Notdürftigste an Bord klariert haben, frühstücken wir. Ein tolles Wochenende geht zu Ende. Und: Unsere Hanna ist wieder daheim!

Rückführung 2016 – Teil 1 – Tag 3

04.09.2016

Es regnet die ganze IMG_0578Nacht. Um 7.10 klopft leider schon der Hafenmeister, wir springen aus den Kojen und legen, nach einem kurzen Kaffee, um 7.50 ab. Mit uns warten 3 weitere Schiffe auf die Schleusung. Um 8.40 ist es so weit: Wir fahren in die 20160904_084749große Schleuse und sind erst um 9.05 durch ... so lange hat es noch nie gedauert. Insgesamt haben wir aber wirklich Glück. Es ist für den ganzen Tag Regen angesagt, aber wir erleben nur wenige, kurze Schauer. Zum ersten Mal müssen wir an einer Weiche warten, um einen Schleppverband mit Schiffsteilen passieren zu lassen. Auf dem20160904_093600 Weg finden wir auch endlich den Grund für das Verrücktspielen des Pinnenpiloten heraus: Nicoles Handy scheint beim Ein- oder Ausschalten die Steuerung des Pinnenpiloten zu beeinflussen - wir probieren es ein weiters Mal. Und tatsächlich, es ist reproduzierbar! 

Gegen 13.00 erreichen wir den Obereider Yachthafen und legen bei einem starken Schauer an. Als wir fest sind, entdecken wir gegenüber unseres Liegeplatzes einen blauen Delphin 66.

Kurze Zeit später kommen liebe Freunde aus Marina Minde, die uns unser Auto von dort mitgebracht haben. Direkt danach noch ein kurzer Besuch von Axels Cousin. Als wir dabei sind die Hanna für eine Woche in Rendsburg klar zu machen, nehmen wir noch Kontakt zu den Delphin-Eignern auf. Es sind, wie soll es auch anders sein, sehr sympathische Menschen! Dann packen wir unsere Sachen und müssen leider nach Hause fahren; denn Morgen ist Schulanfang und und unsere beiden Mädels müssen dafür noch Einiges präparieren (gelinde ausgedrück).

Nächste Wochenende geht es dann weiter und wir bringen dann die Hanna nach Elmshorn .... mal schauen, ob die Gezeiten und unser Biorythmus dies zulassen.