Das war unser Wintertreffen 2018!

03.02.2018, 15:00 - Segler Verein Elmshorn (SVE) - Vereinshaus

Rechtzeitig vor Begin der Veranstaltungen erschienen die ersten Teilnehmer unseres diesjährigen Delphin-Liebhaber-Treffens. Mit den "Vortragenden" konnten wir einen zweckmäßigen Technick-Check durchführen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf hinzubekommen.

Auch das Kuchenbuffet füllte sich mit zahlreichen, wirklich leckeren und vielfältigen Kreationen.

Wir starteten sodann mit unserer Vorstellrunde, indem wir den an die Leinwand projezierten Schiffsbildern die jeweilige Crew zuordneten. Viele Delphin-Liebhaber waren letztes Jahr schon dabei. Wir haben uns sehr gefreut, dass dieses Jahr noch weitere   Delphin-Freunde zu uns gestoßen sind!

Der erste Beitrag kam von Peter Horn, einer der drei Ur-Väter des Delphin 66. Er baute seine "Thekla" (Baunummer 2) nicht nur mit seinen eigenen Händen, sondern war maßgeblich an der Entstehung des eigentlichen Konzepts für den Delphin 66 beteiligt. Peter vermittelte uns anhand einer mit seinem Sohn Tim sauber ausgearbeiteten Powerpoint-Präsentation, wie der Delphin 66, im Grunde als Weiterentwicklung des Stahl-Delphins, vor rund 52 Jahren entstand. Dies, aus erster Hand zu erfahren, war schon eine tolle Angelegenheit.

Wie wir in seinem Beitrag erfuhren, war die Zeit vor rund 50 Jahren einfach eine vollkommen andere: Einen Gebrauchtbootmarkt, so wie wir ihn heute kennen, gab es damals nicht. So blieb vielen Hobby-Skippern aus finanziellen Gründen, oft nur der Eigenbau. Und es ist schon faszinierend zu sehen, wie damals mit zum Teil primitivem Werkzeug so hübsche Schiffe entstehen konnten - insbesondere weil oftmals zwar handwerkliches Geschick, aber eben keine handwerkliche Erfahrung von Berufs wegen vorhanden war.

Mit Erlaubnis von Peter Horn haben wir seinen Beitrag hier (→Link) veröffentlicht.

Auf besonderen Wunsch ging Peter Horn auch noch speziell auf das Thema "Luvgierigkeit" ein. Wer das Thema vertiefen möchte, kann sich den Beitrag von Peter hier nocheinmal "reinziehen": → Link

Nach den zum Teil anspruchsvollen Inhalten des Vortrages von Peter Horn, hatten wir uns Alle eine Kaffepause verdient. Die Zeit wurde auch zum regen Austausch genutzt und verflog wie im Fluge. Aber es half nichts, wir mussten weitermachen, da noch weitere spannende Beiträge auf uns warteten.

Schließlich kam Hans Kather zu Wort. Er berichtete sehr anschaulich von seiner Segel-Reise mit seinem Delphin "Kathy" (Baunummer 19) auf dem Mittelmeer, bei der er vor Jahren von einem Unwetter überrascht worden war. Als Zuhörer konnten wir uns gut in seine damalige Lage hineinversetzen, bei der es gut drei Tage lang nur um Wache-schieben und Pause-machen ging - ohne die nassen Klamotten vom Leibe zu bekommen - eine nicht gerade begliche Vorstellung. Insgesamt war das Leben an Bord durch den starken Wind und die hohen Wellen sehr eingeschränkt. Das waren Bedingnungen, bei denen sich wohl keiner von uns freiwillig aufs Wasser begibt!

Als nächste folgte ein Beitrag von Frank Homuth, ein sehr erfahrener Segler, der mit großer Leidenschaft und Enthusiasmus seinen  Delphin "Liekedeeler" (Baunummer 3) in Schuss hält und zu einem wahren Schmuckstück gemacht hat. Seit Jahrzehnten befährt er die Elbe sowie die nordfriesischen und ostfriesichen Gewässer und kennt das Revier wie seine eigene Westentasche. Frank berichtete uns, wie er den seit vielen Jahren verlorengegangenen Kontakt zur Baunummer 1, damals noch unter dem Namen "Ilse" (heute "Pina") durch eine Zufallsbegegnung wieder herstellen konnte. Wir Alle haben uns sehr gefreut, dass die Crew der "Pina" den weiten Weg aus Kleve (nördliches Ruhrgebiet) auf sich genommen hat und zu unserem gemeinsamen Delphin-Treffen gekommen ist.

Als letzten Beitrag berichtete Peter Hellwig von seiner Teilnahme an der "Modern Classics 2013", bei der er eine vordere Platzierung ergatterte. Das war umso überraschender, da er völlig unvorbereitet und ohne jegliche Erwartungen zur Veranstaltung kam. Peter Hellwig zeigte uns dann beeindruckende Detailaufnahmen von seinem Schiff, der "Hol Di Ran" (Baunummer 12). Diese hatte die "Yacht" im Nachgang zur Veranstaltung der "Modern Classics 2013" angefertigt.

Im Anschluss des "offiziellen Teils" folgte ein offener Erfahrungs-austausch, bei dem es z. B. um Erfahrungen mit Navigationssoftware ging.

Die Hanna-Crew bedankt sich bei den Delphin-Liebhabern für ihre Teilnahme, die mit zum Teil langen Anfahrtswegen verbunden war. Die mitgebrachten Kuchen und Torten waren ein Hochgenuss und waren ein wichtiger Beitrag zur Veranstaltung. Auch für die Mithilfe, insbesondere beim "Rückbau", herzlichen Dank!

Eure "Hanna"-Crew, Baunummer 9

 

Hier geht es zu den Vorträgen von Peter Horn:

 

 

 

 

 

 

 

Wintertreffen der Delphin-Eigner 2018

Wintertreffen 2018

Nach dem sehr positiven Feedback zu unserem gemeinsamen, ersten Wintertreffen im Februar 2017, freuen wir uns nun auf unser zweites Treffen.

Die Auswertung der Online-Tabelle  (Tabelle)  hat mit derzeit 26 Anmeldungen für den 3. Februar 2018 die größte Überschneidung ergeben. Daher haben wir für diesen Termin unser Vereinshaus im SVE bereits reserviert. Wir freuen uns sehr über das große Interresse!

Hier alle erforderlichen Angaben auf einen Blick:    

Datum:                           Samstag, den 3. Februar 2018
Beginn ist :                     15 Uhr
Veranstaltungsort:      Vereinshaus des SVE
Adresse:                          Wisch 20, 25336 Elmshorn
„Notfallnummer“:         0176 – 325 38 98 7
E-Mail:                            axelbreuer@gmx.de

Für den Ablauf unseres Treffens schlagen wir folgende Agenda vor:

  1. Begrüßung durch Nicole und Axel Breuer
  2. Kurze Vorstellung der Boote/Eigner (Präsentation mit Beamer/Leinwand)
  3. Vortrag von Peter Horn zu den Themen "Schwert" und "Luvgierigkeit"
  4. Kaffepause mit Kuchenbuffet
  5. Hans Kater erzählt von einer Segelreise, die es in sich hatte!
  6. Beitrag von Sabine und Frank Homuth
  7. Peter Hellwig zu seiner Teilnahme an der "Modern Classics 2013"
  8. Offener Erfahrungsaustausch - geselliges Zusammensein

Wir sehen uns am 3. Februar 2018,

Eure Hanna-Crew! (Nicole, Sophia, Isabel und Piet Breuer)

Anfahrt

Eindrücke vom letzten Delphin-Treffen 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Grüner Mann”- Regatta 2017

Am Abend vor der eigentlichen Regatta finden sich alle teilnehmenden Skipper im Seglerverein der W.Y.K. Elmshorn ein. Wir rücken schon mit unserer Hanna an und können sogar noch vor Begin der Veranstaltung in der Plicht Abend essen - herrlich!

Da es unsere erste Regatta ist, müssen wir bei der Skipperbesprechung etwas genauer hinhören, was gar nicht so einfach ist, da unser Kleiner zwischen den vielen Menschen Verstecken spielt und Nicole ihrer Funktion als Pressewart nachkommen muss. Zu diesem Zweck hat sie ihre Kamera mitgenommen, um vernünftige Bilder schießen zu können.

Wir wissen schließlich, wo wir starten und die Ziellinie queren müssen und dass wir die grüne Tonne GN13 rechts herum umfahren müssen. Außerdem wird die Startzeit um 30 Minuten nach hinten verschoben. Zu dem Zeitpunkt wissen wir nicht, dass uns das zum Verhängnis werden würde. 

Am nächsten Morgen müssen wir, so wie die anderen Regattateilnehmern auch, recht früh hoch, um rechtzeitig durch das noch offene Tor des Hafens zu kommen.

Bis zum Start der Regatta legen sich die meisten bei Pagensand, unweit von der Start-/Ziellinie vor Anker. Es ist der richtige Augenblick für ein Frühstück. An unserer Backbordseite macht dann noch die Damian (Baunummer 5) fest.

Rechtzeitig vor dem Start bereiten wir Alles fürs Segeln vor. Bei uns gestaltet sich die Wahl der Segel recht einfach. Wir haben nur die Garnitur, die bereits angeschlagen ist. Auf anderen Booten können wie bunte Tücher entdecken, die auf ausgewiesene Leichtwindsegel wie Spinn- oder Genncker schließen lassen. Schade, denken wir, hätten wir auch gerne.

Wir rechnen bei der Flaute mit dem Schlimmsten, also dass wir als Aller Letzte durch das Ziel fahren und dadurch die Regatta unnötig in Länge ziehen würden. Während wir  überlegen, wie wir das vermeiden können, nähern wir uns unter Motor der Startlinie, um diese dann nur unter Segeln zu überfahren. Die meisten Mitstreiter sind zu Begin der Regatta vor uns, da sie früher die Startlinie passiert haben. Doch das Unfassbare, das schier Unglaubliche wird Wirklichkeit: Wir schließen zum Regattafeld auf und überholen sogar andere Schiffe.  Wie es dazu kommen kann, ist uns nicht klar. Nicole an der Pinne und als gemeldete Skipperin, macht jedenfalls einen hervorragenden Job!

Was so gut begonnen hat, kann nicht auch so enden. Leider erreichen wir nicht rechtzeit die grüne Tonne GN 13 vor dem Kentern der Tide, so dass wir zwar noch etwas Fahrt durch das Wasser machen, aber leider in Summe über Gund rückwärts fahren. Das ist deprimierend. Uns wird klar, dass uns genau die halbe Stunde fehlt, um die der Regattastart nach hinten verschoben wurde. So ein Mist! Mittlerweile kommt ein Regattabegleitboot von achtern und klappert alle Segler hinter uns ab und verkündet den Abbruch für diejenigen, die die Grüene Tonne GN 13 bis jetzt nicht umrunden konnten. Wir finden es wirklich sehr schade, da wir uns nach eigner Abschätzung tapfer geschlagen haben.

Während Nicole unsere Hanna wendet, versuche ich das Schwert, das wir zuvor zum Höhelaufen heruntergelassen haben, wieder hochzukurbeln. Leider komme ich nicht weit - das Schwert steckt nach wenigen Umdrehungen fest. Ich versuche mit einem Seil, dass ich von vorne unter dem Bug und dem Kiel bis zum ausgefahrenen Schwert unterdurchführe, das schwert zurückzuklappen. Das gelingt auch zunächst sehr gut und ich merke am Seil, wie ich das Schwert etwas bewegen kann, bis das Seil offensichtlich vom halb eingeklappten Schwert abrutscht, so dass es mit Schwung und mit einem deutlich hörbaren Rumpsen wieder nach unten rauscht. Nicole entfleucht es: "Das hörte sich nicht gut an!". Das waren im Grunde meine eigenen Gedanken. Wir haben die Befürchtung, dass das Seil aus der Trommel ausgerauscht ist und nun unter Wasser hängt und beim Starten des Motors in die Schraube kommen könnte. Ich versuche erneut mit einem Seil das Schwert hochzuziehen bzw. damit möglicherweise das Drahtsei, dass wir nunmehr unterhalb des Schiffes wähnen, zu fassen zu bekommen. Leider verhakt sich das Seil irgendwo, so dass wir es nicht mehrhochziehen können. Jetzt hängt sogar noch die Leine komplett unter Wasser!! So ein Mist!! Wir sind im Grunde manövrierunfähig, da wir den Motor nicht starten können, da sonst das Seil und die Leine in die Schraube kommen würde.

Es ist absolute Flaute und wir vertreiben mit dem Tidenstrom. Urplötzlich dreht sich die Hanna wie von Geisterhand um ihre eigene Achse und bleibt mit dem Bug entgegen der Strömung fest - Es ist ein Gefühl, wie vor Anker! Unfassbar! Offensichtlich haben sich die Seile irgendwo verhakt. Nach kurzer Zeit löst sich das Ganze wieder und wir treiben weiter - nun laufen wir Gefahr, auf das Flach vor Pagensand zu treiben. Der Wind reicht nicht, damit wir das Flach umfahren können. Wir greifen zum Telefon und bitten einen Vereinsfreund um Schlepphilfe.

Wir werden zum Start- bzw. Zielschiff geschleppt, um dort längsseits zu gehen. Ich mache mich derweil daran, die Verkleidung des Schwertkastens mit ihren zahlreichen Schrauben zu demontieren. Das Problem wird schließlich sofort erkennbar: Das Seil, das durch eine Bohrung in der Trommel zum Aufwickeln des Seiles geführt ist, ist aus der Trommel gerauscht. Das Ende des Seils war nur mit Tape gesichert! Immerhin: Da ich das Ende des Seils in der Hand halte, ist es offensichtlich doch nicht komplett aus dem Schwertkasten gerauscht und unter Wasser geraten. Ich mache mich daran, das Seil wieder in das Loch in der Trommel einzufädeln. Dazu muss ich zunächst die die Trommel aus ihrer Lagerung montieren, da das Seil zur kurz ist. Das Ende des Seil ist total ausgefranst und läßt sich so nicht in das kleine Loch einführen. Die Enden der Litzen sind spitz und bohren sich in die Finger - das macht aggressiv! Ich schneide das ausgefranste Ende mit einem Saitenschneider ab. Das ist ein schwieriges Unterfangen, da die Zange nur kleine Bündel schafft zu durchtrennen.

Inzwischen werden wir in den Hafen der W.Y.K geschleppt. Dort stehen bereits einige Helfer, um uns beim Einfahren in die enge Einfahrt des Hafens zu helfen. Ich bin so vertieft in meine Arbeiten, so dass mich Nicole erstmal rufen muß. Als wir uns der Hafeneinfahrt nähern, beschleunigt das Abschleppschiff nocheinmal, damit wir mit genügend Schwung in den Hafen kommen. Die Herausforderung für uns besteht darin, unter Berücksichtigung des Versatzes durch den Tidenstrom, den richtigen Winkel für das Einfahren zu finden - es gibt nur einen Versuch!

Nicole ist die stressige Sitation nicht an zu sehen - sie behält die Nerven und steuert unsere Hanna sicher durch die enge Hafeneinfahrt und schafft es sogar dabei noch, die Heckleine überzuwerfen - phantastisch, das hat sie wirklich gut gemacht! Wir kommen gerade noch mit dem Restschwung in eine Box ganz vorne. Wir sind überwältigt von der Hilfs- und Einsatzbereitschaft der anderen Segler an Land. 

Als wir schließlich in der Box fest sind, versuche ich mit einem Vereinskameraden das Seil in der Trommel zu fixiern. Da wir keine Seilklemme zur Hand haben, formen wir ein Auge und fixieren es mit Kabelbindern. Dann montieren wir die Trommel wieder am Schwertkasten, wobei der hilfsbereite Vereinskamerad mit den Händen mit aller Kraft am Seil zieht. Das Seil schnürt sich in die Hände - Ich beeile mich und schraube die Trommel wieder am Schwertkasten fest.

Im Nachgang zu der ganzen Aktion stellen wir fest, dass wir unser Schiffe wieder ein Bisschen besser kennengelernt haben und wie wichtig Kameradschaft ist.

 


Unverhofft und traumhaft!

30.09.2017, W.Y.K.

Unser Schiff liegt noch in der W.Y.K., so dass mir morgen mit auflaufendem Wasser zurück in den SVE fahren wollen.

Wir sind schon am Nachmittag an Bord - es ist bedeckt, teilweise regnet es - es mutet herbstlich an. Unser jüngstes Kind ist mit an Bord (keine Wahlmöglichkeit) während seine großen Schwestern Verabredungen haben und zu Hause bleiben dürfen.

Unter Deck läuft die Heizung - es ist gemütlich. Obwohl nicht viel passiert, vergehen die Stunden wie im Fluge.

01.010.2017

Am Morgen klart es auf und die Sonne scheint. Wir legen nach dem Frühstück ab und fahren durch das gerade geöffnete Tor der Hafeneinfahrt des W.Y.K., um dann rechts, auaufwärts zum SVE abzubiegen. Wir fragen uns: Wie kann man nur bei so einem schönen Wetter nach Hause fahren? Unsere Stimmung war schonmal besser. Je näher wir dem SVE kommen, desto mehr keimen unsere Zweifel auf, ob wir hier gerade das Richtige tun. Schließlich greife ich zum Handy und unterbreite unseren beiden Zuhausegebliebenen unseren Wunsch, noch einen Tag länger zu bleiben. Das ist, wie zu erwarten war, kein großes Problem für die Beiden, da ohnehin weitere Verabredungen mit ihren Freunden anberaumt waren. Noch während ich telefoniere, lege ich den Rückwärtsgang ein, stoppe die Hanna und versuche, den Bug der Hanna gegen das auflaufende Wasser zu bekommen. Wir hatten bereits 2/3 der Strecke zum SVE hinter uns und die Krückau ist hier nicht mehr besonders breit. Wir haben aber wenig Wind und so gelingt es nach kurzen Vor- und Zurücksetzen unsere Hanna zu wenden.

Nachdem wir das Krückausperrwerk passiert haben setzen wir das Großsegel und machen den Motor beim Auslaufen aus der Krückaumündung aus - herrlich, es ist ein Traum: Keine Wolke am Himmel, leichter Wind und milde Temperaturen! Wir treffen unsere Freunde mit ihrer Bianca 27 und segeln schließlich Richtung Haseldorfer Nebenelbe. Wir fahren das mittlerweile funktionstüchtige Schwert aus und stellen fest, dass wir gut Höhe laufen können - top!

Schließlich wenden wir und segeln zusammen bis zur Hafeneinfahrt von Glückstadt, um uns dort vor der Rhinplate vor Anker zu legen. Unserer Freunde machen längsseits fest. Es ist wie im Hochsommer. Wir trinken gemeinsam Kaffee und Nicole backt noch ein Brot. Es riecht an Bord wie beim Bäcker.

Am frühen Abend verholen wir uns in den Hafen von Glückstadt. Der ist ziemlich voll. Wir sind nicht die Einzigen, die den vielleicht letzten schönen Tag der Saison nutzen wollen.

Wir sind froh, dass wir uns entschieden haben, noch einen Tag dranzuhängen. So haben wir ganz unverhofft einen herrlichen Tag auf der Elbe verbringen dürfen.

02.10.2017, SVE

Der angekündigte Regen ist tatsächlich gekommen. Am späten Vormittag fahren wir mit auflaufendem Wasser Richtung Krückaumündung. Es ist naß an Bord. Regen von oben und Gischt von vorne; es ist kalt. Es ist, entgegen der Vorhersage, noch nicht viel Wasser in der Au. Am Ufer der Au können wir Schlick sehen. Wir schaffen es aber bis in den Hafen des SVE, müssen uns dann aber noch etwas in Geduld üben, um schließlich in unsere Box zu kommen.

 

 



Absegeln 2017

09.09.2017

Ziel des diesjährigen Absegelns ist der MYC Stade. Nach dem gestrigen Tag mit Dauerregen, der bis heute Nachmittag anhält, klart es doch tatsächlich beim Ablegen auf! Leider wird unsere Freude durch die Tatsache gedämpft, dass sich unsere Hanna nach Einlegen des Rückwärtsganges keinen Millimeter bewegt – obwohl genug Wasser im Hafen ist! Grund dafür ist unser Schwert, das bei einer Auslenkung von ca. 50 cm fest sitzt und sich nicht mehr nach oben kurbeln lässt. Das resultiert aus einer offensichtlichen Nachlässigkeit beim letzten Einwintern: Wie wir von einem Vereinskameraden später erfahren, ist es ratsam, vor dem Aufslippen das Schwert drei Mal runter und wieder hoch zu kurbeln, um den Schlamm, der sich bei Ebbe in den Schwertkasten drückt, wieder herauszubekommen – wir lernen immer noch dazu!

Da tatenloses Warten nicht gerade zu meinen Stärken gehört, machen wir uns daran, unser Schiff aus der Box zu drücken. Mit Vor und Zurück und zwei tatkräftigen Vereinskameraden, die an der gegenüberliegenden Seite des Hafenbeckens mit einer langen Leine ziehen, kommen wir schließlich frei.

Wir erreichen nach ca. 2,5 Stunden den Hafen des MYC Stade. Hunger und Durst haben wir bereits. Viele unserer Vereinskameraden waren schon mit dem Morgenhochwasser gekommen.

10.09.2017

Heute heißt es früh aufstehen, um das ablaufende Wasser zu nutzen. Für heute ist gutes Wetter angesagt, so dass wir den Tag auf der Elbe verbringen wollen. Wir laufen die Ankerstelle an der nördlichen Spitze von Schwarztonnensand an und suchen uns eine Stelle, die bei Ebbe nicht trocken fällt. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Elbe.

Gut vier Stunden vor Hochwasser lichten wir den Anker machen uns auf den Heimweg, so dass wir am frühen Abend wieder zu Hause sind.

 

 



Wir sind in Cuxhaven!

26.08.2107, Cuxhaven

Wir stehen früh auf. In Glückstadt ist morgens um 6 Uhr noch nicht viel, eher gesagt gar nichts los. Die Sonne schimmert etwas durch die Wolken. Wir trinken unserern obligatorischen Kaffee und legen dann zügig ab. Segeln fällt flach wegen Flaute. Wir sind aber, Dank des ablaufenden Wassers, mit gut 9 Knoten über Grund unterwegs. Nachdem wir Brunsbüttel an Steuerbord an uns vorbeiziehen sehen, kommt für uns im wahrsten Sinne des Wortes "Neuland". Die Strömung der ablaufenden Tide scheint sich hier auch noch zu verstärken, denn wirl fahren teilweise mehr als 10 Knoten über Grund, (bei 2.300 U/min - normaleweise Marschfahrt). Auch das Phänomen, dass man schon fast große Anstrenungen unternehmen muss, um nicht mit den wie Magnete wirkenden Tonnen, zu kollidieren, scheint hier ausgeprägter zu sein. Nach und nach ploppen Gebäude von Cuxhaven am Horizont auf, die durch die Schnelle Annäherung durch das menschliche Auge wahrgenommen werden könenn. Mit rasender Geschwindigkeit fliegen an Steuerbord die ersten Hafenanlagen an uns vorbeit. Es nähern sich zahlreiche große Schiffe, Containerschiffe, Feeder, Boote der Wasserschutzpolizei sowie Fähren von vorne und von achtern. Wir nutzen das AIS-Signal, dass wir über unser Funkgerät empfangen und auf dem Plotte darstellen können, um jeweils den günstigsten Zeitpunkt zum Queren des Fahrwassers abzupassen.

Wir fahren erst in den Hafen des SVC und drehen dann noch zu Erkundungszwecken eine Runde durch den Fährhafen. Anschließend machen wir in der Nähe der "Drommel" (auch ein Delphin 66) fest. Unsere Vereinskameraden sind auch schon im Anmarsch.

Für uns ist es ein Erlebnis hier zu sein. Wir sind  froh, dass unser Vereinskamerad diesen tollen Vorschlag gemacht hat. Was folgt, ist ein enstpannter Tag. Nachmittags gehen wir zusammen in die Stadt . Abends grillen wir zusammen - wirklich schön!

 

 

 

Muschelbänke am Kiel

20.08.2017, SVE (Elmshorn)

Wir wollen es wissen! Den gesamten Urlaub haben wir uns geärgert. Ist es wirklich der Bewuchs, der uns so sehr ausbremst hat und auch für die unglaublichen Vibrationen an der Pinne verantwortlich ist?

Es ist Sonntag, und Hochwasser ist am frühen Nachmittag. Ein günstiger Zeitpunkt, unserer Hanna mit stehendem Mast auf die Slippbahn zu bringen. Schnell ist der Slippwagen auf der Schiene und wir lassen ihn zu Wasser. Wir binden unsere Hanna los und ziehen uns zur Slippbahn – alles ohne Motor. Ein Vereinskamerad an der Winsch, zieht sodann den Slippwagen mitsamt dem Schiff aus dem Wasser. Die Spannung ist recht groß – und die Überraschung, als wir die Muschelbänke am Kiel sehen, auch! Die Muscheln sitzen dicht an dicht, aber nur im unteren Bereich des Kiels, also dort, wo die Hanna am Anfang der Saison im Schlick gesteckt hat. Und ja, wir können uns vorstellen, dass uns diese Menge von Muscheln ausbremsen kann und bei Fahrt durch’s Wasser Verwirbelungen erzeugen können, die dann am Ruderblatt zu den starken Vibrationen führen.

Wir rücken dem Bewuchs mit einem Hochdruckreiniger zu Leibe. Dann müssen wir zu sehen, dass wir die Hanna wieder ins Wasser bekommen, da bald das Hochwasser erreicht ist.

Wir sind froh, dass wir uns zu dieser Aktion durchgerungen haben und hoffen, dass wir nächstes Wochenende den Erfolg dieser Maßnahme spüren können.

 

Gestern noch ein Hafentag – aber heute weiter!

04.08.2017, Kerteminde

Heute verbringen wir noch einen Tag in Kerteminde. Piet soll zu seinem Recht kommen. Also gehen wir in den "Fjord & Baelt", so eine Art Wattenforum, wie in Töning. Um 11 Uhr werden die Seehunde und Schweinswale, die in getrennten Becken gehalten werden, gefüttert. Es gibt viele heimische Tiere zu sehen. Piet ist sehr interressiert und freut sich riesig.

Nachmittags versucht Axel mit dem Surfbrett ein paar Bahnen zu ziehen, doch leider ist der Wind zu ablandig und die Böen können sich nicht voll entfalten.

 

Wir gehen am späten Nachmittag in den Ort. Piet verkaufen wir die Aktion als "Rollerfahren" - das funktioniert! Wir besuchen kleine Kaufmannsläden, wie das "Ostehus" (Käsehaus) und einen tollen Weinhandel. Wir kaufen leckeren Gruyere, gehen in einen kleinen und verwinkelten Spar-Laden, wo wir Weißbrot und Odense Classic kaufen, um an der Spitze des Gammle Havn windgeschützt ein Käsepicknick zu machen - einfach genial! Der Windschutz ist absolut erforderlich - es hackt one Ende!

 

 

05.08.2017, Ankerplatz bei Nykøbing

Heute wollen wir unbedingt weiter! Es sind zwar 6-7 Beaufort angesagt, aber wir fahren Richtung Süden, immer in der Abdeckung, entlang der Westseite von Fynen. Wir haben nur die Fock ausgerollt - das reicht ganz und gar. Wir kommen (trotz Bewuchs!! Es kotzt uns an!!) recht gut voran, aber natürlich nicht, ohne die eine oder andere Niederlage einzustecken.

Als wir die Storebaeltsbrogen passiert haben, starten wir den Motor und steuern direkt unseren auserwählten Ankerplatz, in der Nähe von Nyborg an. Dort liegt sogar eine Ankerboje für uns bereit. Die Umgebung präsentiert sich sowohl idyllisch, als auch im industriellen Ambiente. Landwärts liegt eine Landzunge mit einem hübschen Strand, danhinter ein Schilfgürtel und Wald. Zur andern Seite befindet sich eine Industrieanlage zum Be- und Entladen von kleineren Frachtschiffen. Ein Frachtschiff namens "San Pietro" liegt dort hell beleuchtet.

Wir fahren mit unserem Schlauchboot an Land und erkunden einwenig die Umgebung. Sehr hübsch gelegene Häuser mit parkänlichen Anlagen.

 

 

 

Piet spielt an dem kleinen Strand von der hübsch gelegenen Landzunge und baut einen Steinturm.

 

 

 

 

Zurück an Bord gibt es zunächste eine kleine Vorspeise mit einem geräucherten Frischkäse mit Schnittlauch und Radiesschen aus dem "Ostehuset" (Käsehaus"). Danach Abendessen in der Plicht mit Blick auf das weite Wasser - ein Traum! Wir können dabei beobachten, wie ein dänisches Marineschiff einen havarierten Katamaran beachtlicher Größe anläuft. Der riesige Kat ist offensichlich sein Mast samt stehendem Gut verlustig geworden. Das ganze Zeug scheint noch irgendwie unter Wasser mit dem Schiff verbunden zu sein; jedenfalls dauert es eine Weile, ehe die dänsche Marine sich dem Havaristen Zwecks Übergabe der Abschleppleine nähert.

Am Abend wird es bald kühl (14 Grad!). Wir gehen unter Deck und fahren unsere Heizung hoch - sehr gemütlich, wenn auch einwenig befremdlich für Anfang August!

Der erste Teil der Nacht wird unruhig. Wieso eigentlich, denke ich!? Lagen wir doch die ganz Zeit so ruhig! Des Rätsels Lösung ist offensichlich das Frachtschiff "San Pietro" , dass in der Nacht abgelegt hat.

06.08.2017, Ankerbucht bei Trønse

Der Wind weht auch heute aus günstigen Richtungen. Es soll weitergehen Richtung Süden, am Besten in die Ankerbucht von Trønse. Wir ziehen endlich unser zweites Reff ein. Wie gut, dass wir uns dazu durchgerungen haben, wir werden es brauchen.

Die 6-7 Beaufort, die für heute angesagt waren, kommen auch! Und auch die eine oder 8er-Böe ist dabei. Die Kraft des Windes kann sich bei fast Raumschotkurs voll entfalten. Wir laufen teilweise über 7 Knoten. Unsere Hoffnung ist, dass dadurch der Bewuchs Verluste hinnehmen muss, was natürlich in der Realität Blödsinn ist.

Die Ankerbucht bei Trønse ist unglaublich schön - wir freuen uns schon sehr darauf, dort vor Anker zu gehen. Von dort aus hat meinen herrlichen Blick auf den Svendborgsund, der an dieser Stelle einen ca. 90°-Bogen macht. Man kann sehr schön die zahlreichen, vorbeifahrenden Schiffe beobachten.

Nachdem der Anker sitzt, genießen wir ersteinmal die Ruhe und das schöne Wetter. Gut dass sich die Plicht immer automatisch im Windschatten befindet, wenn man vor Anker liegt.

Am Nachmittag gehen wir die ca. 2,2 km in den Ort Vindeby zum Brugsen und kaufen für Grillen ein. Piet gibt mit seinem Roller ordentlich Gas. Abends grillen wir dann an Bord mit errlichem Blick auf den Svendborgsund. Es gesellen sich noch einige andere Segelboote dazu.

Jetzt ist es wieder kühl in der Plicht, und die letzten Zeilen dieses Blogbeitrages entstehen unter Deck, wo die Heizung bereits läuft.

 

 



Endlich mal wieder los- wenn auch kurz!

16.07.2017

Wir waren jetzt drei Wochen nicht beim Schiff - familiäre Verpflichtungen waren der Grund. Aber heute, Samstag wollen wir nach Marina Minde fahren und wenigstens eine Nacht irgendwo bleiben. Das Wetter ist, zumindest für heute, mit vielen sonnigen Abschnitten vorhergesagt. Nur der schwache Wind kann unser Segelvergnügen möglicherweise noch trüben. Unsere Freunde mit ihrer Bianca 27 kommen auch nach Marina Minde und wir planen, gemeinsam einen Ankerplatz aufzusuchen.

Wir legen am frühen Nachmittag mit Kurs in Richtung Ochseninseln ab. Wir setzen zügig die Segel. Jedoch entfaltet sich die Wirkung der Segelflächen sehr unterschiedlich auf beiden Schiffe: Während die Bianca unserer Freunde bestimmt mit 3 bis vier Knoten auf die Kreuz geht, dümpeln wir mit teilweise 0 Knoten dahin - frustrierend. Wir werden wieder jäh an unsere fehlende Genua erinnert! Alles was wir an Segeln zur Verfügung haben, hängt nämlich zur Zeit lustlos am Rigg herum.  Wir träumen von einer ebenso großen wir leichten Genua, die unsere Hanna jetzt auf mindestens 4,5 Knoten beschleunigen würde - wahrscheinlich unrealistisch! Um so realistischer ist hingegen der Anblick unserer Freunde, die mit ihrer Bianca 27 schon bald außer Sichtweite gesegelt sind!

In der Nähe der Ochseninseln legen wir uns dann bei unseren Freunden, die bestimmt schon zwei Stunden hier vor Anker liegen, längsseits ins Päckchen. Später verholen wir uns noch einmal ein Stück in Richtung Ochseninseln; denn heute Nacht soll der Wind auf Süd-West drehen und zunehmen.

Es gibt ein leckeres Abendessen mit einem wunderbaren Blick auf die Flensburger Förde und wir verbringen einen sehr gemütlichen Abend zusammen.

 

17.07.2017

Der nächste Morgen ist in ein facettenreiches Grau gehüllt. Es nieselt und der Wind nimmt spürbar zu. Unsere Freunde legen derweil ab und wir trinken noch unseren obligatorischen Kaffee, bis auch wir unseren Anker lichten und unter ausgerollter Fock Richtung Marina Minde segeln. Leider müssen wir auch schon bald wieder nach Hause. Als wir in Marina Minde fest sind frühstücken wir erst einmal und packen dann unsere Sachen und fahren nach Hause – das war eine schöne, aber viel zu kurze Tour!

 



Hanna auf dem Weg in ihr Element

Gestern war es nun endlich so weit: Die ewig erscheinende Winterzeit liegt (fast) hinter uns und unsere Hanna ist bereit, zu Wasser zu gehen:

Es ist der 25. März 2017, 10 Uhr - das Wetter stimmt, Sonne satt und angenehme Temperaturen; einziger Wermutstropfen: Kommt genügend Wasser in den Hafen des SVE? Bei der eigentlich vorherrschenden Ostwindlage soll der Wind heute kurzzeitg auf Nord-West drehen. Ostwind heißt für den Hafen des SVE weniger Wasser. Die Wasserstandsvorhersage des BSH lautet 325 cm über Seekartennull - das könnte gerade reichen.

Drei Stunden vor Hochwasser (ca. 14 Uhr im SVE) ziehen wir die Hanna aus der Halle. Der Mast liegt bereits fertig präpariert am Mastenkran. Vielleicht besteht die Möglichkeit, alles in einem Abwasch zu  machen - das wäre traumhaft!

Das Wasser fließt schleppend die Krückau hinauf. Der Pegel an der Meßlatte im Hafen arbeitet sich furchterregend langsam an die Mindestmarke zum Slippen für die Hanna heran. Während ich mittlerweile damit rechne, heute nicht slippen zu können, bekomme ich von einem erfahrenen Vereinskamerad zu wissen: "Da kommt genügend Wasser!". Er sollte Recht behalten. Eine gute Halbe Stunde vor Hochwasser lassen wir die Hanna ins Wasser gleiten. Der Motor springt sofort an und es ist noch ausreichend Zeit, um  den Mast zu stellen. Trotz akribischer Vorbereitung, gibt es ein Problem mit den Wanten. Um es kurz zu machen: Am Ende steht der Mast; jedoch wie es zu den nicht mehr passenden Wanten kam, ist bis heute ungklärt. Aber wir werden weiter nach der Ursache forschen.

Nun liegt unsere Hanna wieder an ihrem Platz, ein sehr schönes Gefühl! Wir freuen uns sehr auf den ersten Törn!

 

Eingeweht … oder wie man das sonst so nennt

Seit über 15 Jahren kennen wir ein Berliner Ehepaar (Petra und Peter SY " PEPE"), die vor 12 Jahren auf Weltumseglung gestartet sind, und sich zur Zeit auf dem Rückweg in der inneren Biskaya aufhalten. Zum zweiten Mal haben sie mir ihr Auto gegeben, damit sie es bei der Ankunft im Hamburger Yachthafen gleich zur Verfügung haben. Aber jedes Jahr erfinden sie eine neue Ausrede, warum sie es wieder nicht nach Hause geschafft haben. Darum wollen wir ihnen entgegenfahren und dann in die Heimat begleiten. Dieses Jahr haben Dorle und ich ausreichend Zeit und können endlich mal richtig viel segeln, wenn das Wetter es mitmacht, ja wenn nur....

13.06. Von Otterndorf bis Bake Z können wir gut segeln, dann schläft der Wind ein. Motorfahrt bis Helgoland, wo heute die Nordsee-Woche-Regatta startet. Hat man die Ostmole von außen mit roten Dreiecken geschmückt? Wir bekommen einen Platz im Verein, jetzt wird erst die Regatta gestartet. Start-Bedingung ist: Try-Segel und Sturmfock zu zeigen... die hatten wir aus der Entfernung als Molenverzierung erkannt. Das Wetter hält uns eine ganze Woche fest...und immer nur West bis Südwestwind mit Gewitter und Böen bis zu 10 Bft!

20.06. Nach vollen 7 Tagen auf Helgoland und kurz vorm endgültigen Hafenkoller läßt endlich der Wind nach. Bei nur 4-5 Kn Wind von vorn, motoren wir im Regen nach Spiekeroog, endlich mal ein anderer Hafen.

21.06. Mit dem ersten Wasser unterm Kiel losgefahren. Unterwegs zieht es Schwarz auf, die Sicht wird schlecht und wir beschließen, Langeoog anzulaufen. Der starke Seitenwind erschwert das Anlegen.

Bis 24.06. Jeden Nachmittag Gewitter-Gefahr, darum schon wieder 3 Hafentage.

24.06. Endlich keine Warnung, also weiter. Viel zu früh, am ersten Wattenhoch müssen wir ca. 30 Min warten. Der Wind nimmt zu, natürlich von vorn und es schauert mit mieser Sicht. Bei 7 Bft. aus West exakt von vorn. In Norddeich bekommen wir einen guten Platz.

25.06. Hafentag, das Wetter soll wieder ruhiger werden.

26.06. Ruhige Motorfahrt nach Lauwersoog (NL), keine weiteren Vorkommnisse. Ein freundlicher, warmer und sonniger Tag, das hatten wir schon lange nicht mehr.

27.06. Endlich mal richtig schönes Segeln. Auf Vlieland vom Hafenmeister den allerletzten freien Platz zugewiesen bekommen, sonst hätten wir vor Anker gehen müssen. Es ist sonnig und richtig heiß!

28.06. Im Hafen Flaute, aber draußen sind bis zu 18 kn Wind von Land her ohne Welle zeitweise 7-8 kn Fahrt über Grund. Leider zieht der Himmel immer mehr zu - wir gehen in Den Helder rein. Der Wind dreht auf SW, dann im Hafen schwach auf Süd-Ost. Beim Anbinden leichter Landregen, der immer stärker wird, aber bald aufhört, jetzt ist es sonnig und sehr heiß, der Abend bringt uns kräftige Gewitter. Schön, im geschützten Hafen zu liegen.

29.06. Hafentag.

30.06. Schnelles Segeln mit halbem Wind. 2 Stunden vor Scheveningen setzt der Gegenstrom ein. Der Hafen ist sehr voll - an 3. Stelle im Päckchen angebunden, dann an einen Engländer verholt, den wir bereits in Den Helder gesehen hatten. Den Abend drüben im Cockpit verbracht. In der Nacht Gewitter, morgen um 06.00 Uhr wollen wir weiter. Kurz vorher wieder Gewitter mit dickem Hagel, im Cockpit liegt Eis. Wegen des morgendlichen Unwetters schon wieder ein Hafentag. Die Engländer zeigen Verständnis, aber sie wollen doch nach Hause und fahren los. Das Wetter bessert sich und wird freundlich.

02.07. Mit Groß und Motor ins tiefe Wasser, dann mit halbem Wind öfters über 9 Kn Fahrt über Grund. die letzten 9 Meilen schläft der Wind ein, mit Motor nach Oostende (Belgien). Der Außenhafen ist schon übervoll. Durch die Schleuse/Brücke in die Mercator-Marina.

03.07 Hafentag bei Sonnenschein.

04.07. Um 07:30 Uhr Anfrage Brücke/Schleuse um 08:00 Uhr ging dann alles reibungslos, aber 15 Min. im Hafenbecken auf grünes Licht gewartet. Mit viel zu wenig Wind von achtern Motorfahrt nach Dünkirchen (Frankreich). Das IPTS ( International Port Traffic Signal) zeigt 3 rote Lichter, wir müssen vor der Hafeneinfahrt warten, geht aber bald weiter.

05.07. Gewitter-Warnung, aber ganz ruhiges Wetter und kein Wind. Vor Calais übers Flach abgekürzt,dann 3 1/2 Std. vor der Durchfahrt in den Yachthafen an einer Mooring-Boje auf Öffnung gewartet. Das Wetter ist schwül-heiß. Auf dem deutschen Segelschiff "INVIRI" den Kocher repariert, wir dürfen seinen Laptop fürs Internet benutzen.

 

06.07. bis 09.07. Regen und Wind (Böen W 7-8Bft), es ist wieder kälter.

10.07. Endlich mal kein Starkwind, keine Schauerböen. Der Hafenmeister in Boulogne nimmt unsere Leinen an. Spaziergang durch die Stadt und zur Notre Dame.

11.07. Unter Groß und Motor nach Dieppe (bei Springtiede soll hier der Tiedenhub 9 Meter betragen). Der Hafenmeister wartet schon und lotst uns auf einen freien Platz, den wir aber gleich wieder verlassen müssen, er ist doch schon anderweitig verplant.

12.07. Wind N 7, darum Hafentag.

13.07 Der Schwell im Hafenbecken beträgt 60...80cm, aber der Wind soll nachlassen. 3 Std. zu spät aus dem Hafen, schnelles Segeln, der Wind läßt nicht nach. Bei Gegenstrom ztws. > 6Kn Fahrt durchs Wasser aber < 2Kn Fahrt über Grund. Um 2100 Uhr nimmt der Wind sogar noch zu und dreht von Nord auf Nord-West. Voraus im Dunkel am Horizont riesige rote und weiße Lichter, die dann wieder verlöschen...? Um 0110 Uhr in Le Havre fest. Es ist gespenstisch im Dunkel im fremden Hafen einzulaufen, wir haben aber einen passenden Platz gefunden.

14.07. Bastille (Nationalfeiertag) abends riesiges Feuerwerk direkt neben dem Hafen, da hatte gestern Abend wohl schon mal jemand das Feuerwerk angetestet und uns den Weg gezeigt, das waren also die roten und weißen Lichterscheinungen. Im Tourist-Büro dürfen wir das Internet benutzen um Kontakt mit den Weltumseglern zu bekommen, denen wir begegnen wollen. Die französische Schreibmaschinentastatur ist total anders als die deutsche, wir haben große Probleme beim Schreiben.

15.07. Flaute, dann 4 Tage Starkwind aus West bis Süd-West. Die Pepe´s sind von Brest (F) nach Torquay (GB) gesegelt, und jetzt wollen wir demnächst über den Kanal nach England.

19.07. Um 0500 Uhr aus dem Hafen, Dorle bittet über Funk auf grünes Licht, und das IPTS wird umgeschaltet. Zuerst gegen 2 Kn Wind aus West gegenanmotort, dann ein paar Stunden mit halbem Wind (14-20Kn) schön gesegelt. Viel Traffic im Verkehrstrennungsgsgebiet (Zufahrt/Ausfahrt). Ein sonniger Tag. Über England wird es jedoch grau, bleibt aber noch trocken. 1900 Uhr (MESZ) in Brighton (GB) fest.

20.08./21.08. viel Regen wenig Wind.

22.07. Um 0400 Uhr (MESZ) = 0200 UTC = 0300 Uhr Britische Sommerzeit beim Hafenmeister ausgecheckt und eine Stunde später im Dunkeln aus dem Hafen. Herrliches Segeln bis in den Solent, dann schläft der Wind so nach und nach ein und dann auch noch Gegenstrom. 1330 Uhr im River Medina an Cowes vorbei und bald an einer Mooring-Boje fest. Erst einmal ein wenig Schlaf nachholen.

23.07. Beim ersten Hell werden los. Leider ist es sehr diesig, aber wir wollen "Pepe" am Wochenende in Poole treffen, also nix wie hin. Eine ganze Stunde lang suchen wir Poole-Harbour ab, ob die Pepe´s irgendwo zu finden sind, dann legen wir uns in Einfahrt-Nähe bei der Untiefentonne "Aunt Betty" vor Anker. Hier im gesamten Hafengebiet gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten. Etwa 100 Motorboote fahren stündlich BB und SB an uns mit ca. 10 Knoten Fahrt vorbei, es ist sehr unruhig! Als irgendwann der Anker dem vielen Schwell nicht mehr standhält, hole ich das total verkrautete Eisen hoch und wir fahren mal eben zum Tanken. Dann zusätzlich mit Anker-Reitgewicht wieder auf die unruhige Reede. Nachmittags Jollen-Regatta, wir liegen mitten im Weg, aber sie weichen alle aus. Die Nacht wird dann aber sehr ruhig.

24.07. Gleich nach dem Frühstück verholen wir an den Poole-Town-Quay, während des Anker-Manövers werden wir gebeten, wegen einer Regatta den Platz zu verlassen, was wir bereits tun! Am Town Quay fragen wir nach Internet-Zugang, den sollen wir in der Bücherei heute am Sonntag bekommen. Eine gute halbe Stunde Sucherei, um die Bücherei im Einkaufs-Center zu finden, aber dann hatte sie doch geschlossen. Um 1700 verholen wir in den Parkstone Yachtclub. Hier dürfen wird das Internet beim Hafenmeister benutzen. Pepe ist in Weymouth. sie wollen nach Poole oder Lymington. Um 1800 wollen wir uns UKW Kanal 72 treffen. Pepe ist um 1800 nicht auf Kanal 72 zu hören.

25.07. Aussage vom Hafenmeister: Nach Lymington ist die UKW-Verbindung schlecht, da sind Hügel dazwischen. Somit checken wir aus und wollen in Richtung Lymington. Wir dürfen noch mal ins Internet und erfahren, daß die Pepe jetzt unterwegs nach Poole sind. Wir stornieren sofort das Auschecken. Um 1730 kommt "Pepe" an, wir haben schon einen Platz beim Hafenmeister für sie reserviert. Wir verbringen fast jeden Abend im Cockpit bei angenehmen Temperaturen. Welche Chemie benutzen die Franzosen/Engländer gegen die Mücken? Jedenfalls haben wir seit Wochen keine einzige Mücke gesehen!

30.07 Pepe´s Platz wird vom Eigner beansprucht, endlich geht es mal weiter, jetzt Richtung Heimat. Mal mit, mal ohne Motor segeln wir an den Needles vorbei bis Sparkes Yacht Harbour im Chichester Harbour, wo wir mit dem letzten Büchsenlicht anbinden. Der Hafenmeister hat schon Feierabend. Auf Pepe gibt es Probleme mit der Motor-Temperatur-Anzeige, Pepe ist in Cowes geblieben.

31.07. Mit dem allerersten Licht verlassen wir den Hafen. Leider sehr wenig Wind, am Nachmittag erreichen wir Brighton... altbekannter Hafen (waren vor 2 Wochen hier). Im Internet-Cafe E-Mail an Pepe.

03.08. Der Wind soll auf West 3 drehen und es soll Regenschauer geben. Es ist den ganzen Tag sonnig, fast totale Flaute und obendrein auch ziemlich diesig. Der Motor geht die ganze Fahrt nicht aus. Dover Port Control läßt uns gleich durchfahren und Harbour Control weist uns einen Platz im Granville Dock zu. Beim Hafenmeister steht ein öffentlicher PC mit Internet. Wir erfahren, daß die Pepe´s nach Gosport verholt haben, weil sie für die Reparatur Strom benötigen, den sie in Cowes nicht bekommen.

04.08. Immer stärker werdender Dauerregen, Hafentag. Der PC beim Hafenmeister ist defekt, Kein Internet.

05.08. Das Wetter hat sich deutlich verbessert, die Sonne Scheint zwischen den Wolken und der Wind kommt aus Westsüdwest. Kurz nach Öffnung (HW+/- 3 Std.) des Hafenbeckens setzt sich eine Kette von Sportbooten in Bewegung. Einer nach dem anderen meldet sich bei Dover Harbour Control und erhält Erlaubnis, durch die westliche Hafenausfahrt den Hafen zu verlassen. Schönes angenehmes Segeln, das Ziel heute heißt Dünkirchen. Die Ausweichmanöver im Verkehrstrennungsgebiet bringen uns schön nach Osten, das läßt sich gut ausnutzen. Sonst hätten wir das Fahrwasser rechtwinklig queren müssen, aber wir müssen ja ausweichen. Der Yachtclub Mer du Nord im Hafen Dünkirchen ist schon sehr voll, wir sollen außen im Päckchen anbinden was wir aber eigentlich nicht wollen. Darum versuchen wir es im Port du Grand Large. Ein weiter Weg in die Stadt, aber ein guter ruhiger Platz, wo wir die Nacht verbringen. Der Hafenmeister spricht gar kein deutsch und nur wenig englisch, ist aber sehr freundlich. Die Verständigung geht mit Händen und Füßen.

06.08. Wir wandern in die Stadt zum Tourist-Büro, wo wir gegen Vorlage des Personalausweises eine Viertelstunde lang ins Internet dürfen und auf französischer Tastatur eine E-Mail an Pepe schreiben. Am Nachmittag sehen wir vom Boot aus im Yachtclub Mer du Nord einen roten Mast mit roter Rollfock. Wir gehen an Land und dann am Ufer entlang und entdecken Pepe im anderen Hafen. Da wir für kommende Nacht noch nicht bezahlt haben, legen wir gleich ab und gehen bei Pepe längsseits. Der Hafenmeister weist uns beim Anmelden einen Einzelplatz zu.

10.08. Es sollen noch ein paar Fronten mit Südwestwind Stärke 6-7 durchziehen, bis jetzt war das Wetter aber immer freundlich und wir hätten schon mehrere Male segeln können und auf diesem Kurs wird es sicher nicht wehtun. Pepe bleibt noch in Dünkirchen. Zuerst Groß und Genua, die letzten Meilen mit exakt achterlichem Wind allein mit Genua nach Oostende, wieder in die Mercator-Marina auf unseren alten Platz von vor ein paar Wochen. Der Hafenmeister meint, daß unsere kleine Bootsgröße nicht mehr so oft vorkommt und dadurch dieser kleine Platz eben meist frei bliebe.

11.08. Morgens zum Einkaufen, dadurch etwas spät losgekommen. Der Wind soll von Südwest 6-7 auf West drehen und auf 5 Bft. abnehmen, tut er aber nicht. Zuerst nur mit Groß, dann mit einem Reff im Groß, dann nach Bruch der Großschot (der Takling war aufgegangen) erst einmal mit Motor gegen den Wind, das Großsegel eingepackt und jetzt mit halb ausgerollter Genua weiter. Viele Schauer und damit schlechte Sicht, der scheinbare Wind ist in den Böen bis 33 Kn., was 40Kn wahrer Wind bedeutet ( Ende 8 Bft.). Maas Control auf Funk gerufen und wir dürfen gleich weiter. Die letzten 2 Stunden setzt mal wieder Gegenstrom ein (die Strafe für den späten Start). Unterwegs die Großschot neu in die Blöcke eingezogen und am Ende mit Palstek befestigt. Somit ist ggfs. das Groß einsatzklar. Vorm Hafen wieder die Funke an: Scheveningen Port Control antwortet: "you may proceed". Im Dunkeln um 2220 fest. Morgen müssen wir uns erst mal erholen!

12.08. Zollkontrolle in Holland, der Beamte meint, der rote Diesel aus England ist kein Problem wenn er sich schon über 2 Wochen im Tank befindet.

13.08. Es feuchtelt immer stärker und die Segel nützen bald gar nichts mehr. Die Sicht ist unter 1.000 Meter. Das AIS-Programm zeigt die Entfernungen der anderen Fahrzeuge an und die sind nur noch eine halbe Meile im Grau zu erkennen. Im Regen in Ijmuiden festgemacht, "INVIRI" liegt schräg gegenüber, der Adenauer hängt draußen, aber niemand ist an Bord.

14.08. Richtiges Sonntagssegeln, der Autohelm steuert und wir sitzen in der Cockpit. Hinter uns fährt die Küstenwache. Bald kommt ein Schlauchboot zu uns heran, begrüßt uns höflich auf englisch und bittet, an Bord kommen zu dürfen. Schon sitzen 2 Beamte im Cockpit. Hierfür brauchen wir kein einziges Manöver zu fahren. Die Papiere werden verlangt es wird nach unserem Funkrufzeichen gefragt, was wie aus der Pistole geschossen beantwortet wird (das war der Eigentumsnachweis). Auf die Frage nach dem letzten Tanken wird der Beleg gefordert und geantwortet: "der Kraftstoff ist schon versteuert, obwohl er rot gefärbt ist, und wir haben damit nichts zu befürchten, auch nicht in Deutschland und die Aussage des Beamten in Scheveningen war nicht korrekt, es gibt keine 2 Wochen-Frist, aber Sportboote können in Großbritannien eben nur mit rotem Diesel betankt werden. Und ein voller Tank gehört zur Schiffssicherheit". Es gibt also doch noch nette Beamte! Das Schlauchboot kommt auf Zeichen wieder heran und die Zöllner verlassen uns. Wir beobachten noch, wie jetzt die nächsten Boote mit Kontrollen dran sind. Um 1710 Uhr in Den Helder fest.

15.08. Morgens um 0430 Uhr hören wir laute Stimmen auf dem Schlengel. Uniformierte mit Taschenlampen leuchten in die Boote. Als einer der Uniformträger unseren Ausleger betritt stehe ich sofort im Cockpit und er meint " We are looking for a person" und geht wieder. Um 0700 Uhr fährt ein großes Schlauchboot der KNRM (in Deutschland DGZRS) zwischen die Schlengel und gibt Vollgas, das Wasser wird fürchterlich aufgewühlt, durch die Lenzer spritzt es ein wenig auf den Cockpitboden. Dann kam endlich eine Aufklärung: gegenüber an unserem Schlengel liegt der deutsche Katamaran " DUO ". (Sie haben zu Hause alles aufgegeben und müssen von nun an nur noch auf dem Katamaran leben.) Und dessen Frau ist seit 0300 Uhr verschwunden, jetzt kam auch schon die nächste Meldung: Ein Segler hat sie im Watt stark unterkühlt aber lebend gefunden, die Frau ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Um 0930 Uhr gehen wir Einkaufen, in der Stadt hören wir Lautsprechermusik aber alles ist verwaist. Wir fragen einen Mann, der uns begegnet, ob heute Feiertag wäre? Der sagt "nein, heute ist Montag und da wird kaum vor 1100 Uhr gearbeitet, aber der Supermarkt um die Ecke hat schon geöffnet". Um 1100 Uhr legen wir ab, schönes Segeln mit Westwind (3-4). Es heißt: "Sommerwind schläft abends ein und kommt morgens aus gleicher Richtung mit gleicher Stärke wieder "Am Abend um 2000 Uhr schläft der Sommerwind denn wirklich ein, aber um 0400 Uhr kommt er jetzt aus Süden mit gleicher Stärke wieder und wir passieren die Ostfriesischen Inseln mit ablandigem Wind. Ab der Verkehrstrennungsgebiet-Tonne TG19 ist Nordkurs angesagt, platt vorm Laken mit Restdünung aus West, schreckliches Gegeige. 1410 Uhr im Helgoländer Vereinshafen fest.

20.08. Der Wind kommt aus Südwest mit Stärke 4-5. Bis Otterndorf können wir segeln, dann muß mal wieder der Motor ran. Um 2030 in Wedel angekommen.

Per E-Mail erfahren wir von Pepe:
1. Pepe ist in Holland in Den Helder. Wir fragen sie nach der Frau von "DUO", die Frau ist jetzt in
Deutschland und es geht ihr gut.
2. Wegen des Wetters ist Pepe auf die Kanäle ( Standing Mast-Route)...
3. Pepe ist in Zoutkamp, sie wollen dort entscheiden, ob sie weiter über die Kanäle zur Ems oder über die
Nordsee weiterfahren.
4. Pepe überwintert in Zoutkamp, sie haben schon alles klargemacht mit Lagerplatz usw.

ENDE des Törnberichts.

Besuch auf der Hanseboot 2016

Unser diesjähriger Besuch auf der Hanseboot hat unsere Befürchtungen bestätigt: Der anhaltende Besucherschwund war auch dieses Mal deutlich spürbar - zumindest an diesem Tag. Außerdem fehlten große Aussteller wie X-Yachts oder Halberg Rassy. Besonders haben wir das Fehlen der Werft Henningsen & Steckmest bedauert.

Extra an die beruflich tätigen Besucher angepasste Öffnungszeiten konnten dem anhaltenden Abwärtstrend der Besucherzahlen nicht entgegenwirken. Vielleicht muss das auch erst noch bekannter werden. Wir fanden es auf jeden Fall gut und sehen es als einen Schritt in die richtige Richtung.

Der Mangel an Segler-Nachwuchs ist sicher auch ein Grund für die sinkenden Besucherzahlen. Wir finden das sehr schade!

Die Präsenz der "Boatfit", die ehemals als eigenständige Messe in Bremen statt fand,  war aus unserer Sicht kaum warnehmbar.

Als sehr positiv haben wir das abwechslungsreiche Live-Programm empfunden. Immerhin haben wir zwei Veranstaltungen beigewohnt.

Zum einen waren wir bei dem Vortrag von Jan Heinze, der von seiner Teilnahme am Minitransat berichtete. Das war wirklich spannend gemacht. So erzählte er unter anderem von seinem Verlust von einem seiner zwei Ruder, welches ihm bei einer Kollision mit einer im Wasser schwimmenden Palette abgebrochen war.

Außerdem hörten wir einen Beitrag über Trimmmöglichkeiten für Fahrtenyachten. Uns hat hier insbesondere der nahe Bezug zur Praxis sehr gut gefallen. Wir erfuhren u.a. wie wichtig eine ausreichende Vorspannung im Vorstag ist. Das bestärkt uns in der Absicht, für die kommende Segelsaison auf ein Vorstag umzurüsten.

Der Stand der "Bente 24" fiel uns auch auf. Er war gut besucht und machte einen einladenden und innovativen Eindruck.

Wir hoffen sehr, dass die Organisatoren der ehemals renommierten Messe künftig gegen den anhaltenden Besucherschwund gegensteuern können. Wir werden jedenfalls nächstes Jahr wieder dabei sein!

 

Was ist der Delphin 66?

Der Delphin 66 ist ein Kielschwerter aus GFK und ist aufgrund seines geringen Tiefganges besonders für die tidenabhängigen Gewässer der Elbe und Nordsee geeignet.

Der Delphin 66 ist
                            9,75 m lang,
                            3,00 m breit,
                            hat einen Tiefgang von 1,10 m (bei ausgefahrenem Schwert 1,90 m)
                            und hat eine Segelfläche von 37,85 m2.

Der Riss stammt aus der Feder des Konstrukteurs Theodor Stölcken, der schon in den frühen 50er Jahren den Delphin aus Stahl konstruierte. Der Kunststoffdelphin wurde von Stölcken um 1966 gezeichnet – daher der Name „Delphin 66“ - und ist quasi eine Weiterentwicklung des Stahldelphins. Er sollte u. a. schneller werden, so dass das Vorschiff schärfer und das Achterschiff flacher ausgeführt wurden. Nur der Hauptspant blieb konstruktiv unverändert.

Das Besondere an diesem Schiffstyp ist seine Entstehung:

Auf Initiative von Fritz Meyerhold, Lehrer aus Lägerdorf (Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein) und in Zusammenarbeit mit Hobe Hein, Mathematiker und Chemiker sowie Peter Horn, von Beruf Ingenieur, bauten die drei nach den Plänen von Theodor Stölcken eine eigene Form, aus der die ersten drei Delphine entstanden. Unterstützt wurden sie damals von ihren Frauen, unter anderem bei den kräftezehrenden Laminierarbeiten. Es dauerte vier Jahre, bis im Juni 1970 die drei Delphine zu Wasser gelassen wurden.
In der Folgezeit entstanden 50 weitere Exemplare. Der Innenausbau erfolgte jeweils individuell.
Der Delphin 66 zeichnet sich trotz seines geringen Tiefgangs durch seine Seetüchtigkeit und seinen schnellen Riss aus. Viele Kunststoffdelphine sind mit einer Hundekoje ausgeführt, so dass mindestens fünf Schlafplätze vorhanden sind. Unter Deck ist genug Platz, so dass das Schiff, auch dank seiner großzügig gestalteten Plicht, familientauglich ist.